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Brauhaus "Zum Prinz Eugenius"

Brauhaus "Zum Prinz Eugenius"
Brauhaus "Zum Prinz Eugenius"

In der geschichtsträchtigen Sternengasse, die zur Pfarre von St. Peter gehört, befand sich das Brauhaus "Zum Prinz Eugenius". Das Haus, in dem bis 1838 kein Brauhaus nachgewiesen ist, hieß früher "Zur Scheeren" und verfügte über einen, für eine Brauerei sehr wichtigen eigenen "Pütz" (Brunnen), was allerdings auf den Betrieb einer Brauerei schließen läßt. Der erste Brauer war im Jahre 1838 Anton Joseph Scheiffgen. Er blieb bis 1844, dann folgte ihm Christian Meyer bis 1852.

Ab dann begann die eigentliche Geschichte des Brauhauses "Zum Prinz Eugenius", als die Familie Joosten das Haus übernahm. Joseph Joosten war der erste Brauer von 1852 bis 1861. Dann ging die Brauerei nach seinem Tode von 1861 bis 1884 an seinen Sohn Heinrich Joseph Joosten. Für ein Jahr übernahm zwischenzeitlich der Braumeister Christian Leurs die Brauerei bis 1885, ehe Heinrich Joseph Joosten bis 1892 wieder in die Brauerei zurückkehrte. Nach ihm übernahmen die Gebrüder Joosten das Brauhaus und nannten es "Zum Prinz Eugenius".

Nach dem Tode von Heinrich Joseph führte sein Bruder Robert die Brauerei bis 1902. Der nächste Besitzer war Hugo Labe, der bis 1911 hier braute und verschiedene Umbauten durchführte. Für kurze Zeit übernahmen die Wwe. Heinrich Baedorf (1911-1913), die Brauer Peter Wester (1913-1918) und Josef Balder (1918-1924) das Brauhaus. Den Schlußpunkt setzte dann Jean Lehmacher, der von 1924 bis zur Zerstörung des "Zum Prinz Eugenius" im Jahre 1943 hier braute. Neben einem vorzüglichen Kölsch gab es hier auch eine vorzügliche kölsche Küche, die stadtbekannt war.

Heute ist die Stelle des ehemaligen Brauhauses ein Teil des Riesengebäudes der Telekom auf dem Straßenabschnitt zwischen Sternengasse und Cäcilienstraße. (FM)

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