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Reichtum und Einfluss – Der Verbundbrief von 1396

Mit dem ständigen Anwachsen der Stadtbevölkerung wuchs auch ihre Konsumfreudigkeit. Das machte sich besonders beim Verzehr von Bier bemerkbar, das als preiswertes Nahrungs- und Genussmittel nun fast überall zur Verfügung stand. Einzelne Brauer, die auf professioneller Basis brauten und ihr obergäriges Bier als Honig versetzten Meth im eigenen Hause verkauften, besaßen eigene Brauhäuser, in denen sie ihr Bier ausschenkten. Der frisch vergorene und mit Kräutern gewürzte Malzextrakt wurde auf der Stelle getrunken. Es waren die ersten Hausbrauereien mit denen sie zu Reichtum und Ansehen kamen. Dies nahm vor allem im 14. Jahrhundert für mittelalterliche Verhältnisse erstaunliche Dimensionen an.

So berichtet Wilhelm Scheben das der Herzog Wilhelm von Geldern im Jahre 1393 den Kölner Brauern Cuno von Mauenheim, dessen Bruder Cuno von Köln, sowie den Kölner Bürgern Jacob von Krulle und Hermann Stollen die gewaltige Summe von 6.000 Goldgulden schuldete. Ein Jahr später bürgen Cuno van dem Medehuse nebst anderen Bürgern für die stolze Summe von 14.000 Goldgulden, die der Rat den Brüdern Gerhard und Rüttger van Alpen als Darlehen gab.

Um 1359 sind in der Liste der Höchstbesteuerten sind folgende Brauer eingeschrieben:

  • Henricus de Ausburch, braxator
  • Engelbertus van Duren, braxator
  • Henricus Vleminck, braxator
  • Gobelinus van Gruiten, braxator
  • Rutgerus, braxator ad molendinum super Eygilsteine
  • Girlacus, braxator in der Botengassen

(AM)

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