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Brauerei-Hochschul-Verein Köln 1947 - 1952

Wenn man vom Chlodwigplatz in Richtung Rheinufer geht passiert man auf halber Höhe den mächtigen Turm der Bottmühle. Hier befindet sich in Richtung Mainzerstraße, dem ehemaligen Mühlenturms vorgelagert, wie auf einer Insel ein niedriges Gebäude, in dem heute das Deutsche Rote Kreuz einen Außenposten hat. Vorher hatte dort das gärungstechnische Institut der Universität Köln seinen Sitz, ein Institut, das niemand so richtig wahrnahm, in dem aber einmal großes geplant war. Denn dort sollte sich einmal die städtische Brauer-Hochule der Bierstadt Köln befinden. Hans Sion berichtet darüber: "Als 1946 die St. Petrus von Mailand Bruderschaft ihre 550-Jahr-Feier mit einem Festakt in der Aula der Universität abhielt, saßen wir alle im Mantel da. Doch anschließend gab es trotzdem etwas zu trinken. Hermann Sester und ich haben immer dafür gesorgt, daß so was möglich war. Doch für Köln war das absolutes Neuland - auch der Begriff Brauhochschule. Aber soweit ist es nie gekommen. Wie gesagt, es gab ein Institut für Gärungstechnische-Wissenschaft, das es heute noch gibt. Es wurde dann als biochemisches Institut in die Universität Köln eingegliedert".

Diese war im April 1949 den Kölner Brauern aus Anlaß der 550-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft in seiner Festrede von Oberbürgermeister Hermann Pünder zugesagt worden. Die Stadt Köln, damals noch Träger der Universität richtete dann auch ein "gärungswissenschaftlichen Institutes einer Brauer-Hochschule an der Universität in Köln" ein und die Kölner Brauer gründeten zu dessen Unterstützung am 27. September 1947 den "Brauerei-Hochschul-Verein e. V. Köln zur Förderung eines gärungswissenschaftlichen Institutes und einer Brauer-Hochschule an der Universität in Köln". Die Brauerei-Hochschule, der philosophischen Fakultät angegliedert, bildete dann auch bis zu ihrem Ende 1952 Brau-Ingenieure aus. Erster Geschäftsführer des Hochschul-Vereins war Dr. Schiefer, der später lange Jahre bei der Hubertus eine leitende Stellung innehatte. Leider waren damals die Zeiten für die Kölsch-Brauer schlecht und das Wirtschaftswunder hatte noch nicht stattgefunden. Jeder hatte vor allem mit sich selbst zu tun und der Elan der ersten Nachkriegsjahre war verflogen.

Deshalb waren die Mittel knapp und das Interesse gering. So wurde der Verein in aller Stille aufgelöst und das "Gärungswissenschaftliche Institute der Brauer-Hochschule an der Universität in Köln" wurde wieder in die alleinige Verantwortung der Universität zu Köln eingegliedert. Erhalten blieb lediglich eine Satzung (Text im Anschluß), die vom fünfjährigen Bestehen der Brauer-Hochschule Zeugnis ablegt. Das Institut wurde bis 1951 von Dr. Schiefer geführt, der dann Geschäftsführer der Hubertus-Brauerei wurde. Es gibt es aus der damaligen Zeit leider keinerlei Akten außer einer Satzung. Die Position von Dr. Schiefer wurde dann von seinem Stellvertreter Heinz Bommers übernommen. Es gab keine direkte Dienststelle, jeder hatte die Akten zu Hause. Jährlicher Rechnungsprüfer war ein Dr. Beusing aus Bonn. Er kam jedes Jahr und machte dann die Rechnungsprüfung und ging dann damit in die Versammlung. Er machte das auch nebenberuflich zu Hause.

Begonnen hatte das Unternehmen als 1946 der alte Fritz Creischer die Idee hatte hier in Köln eine Hochschule einzurichten. Früher konnten ja die Brauer eine Hochschule besuchen, die westdeutschen Brauer zum Beispiel nach Berlin auf die VLB. Das war ja nach dem Krieg natürlich alles nicht mehr möglich. Wer will das denn in die Hand nehmen, fragte ich. Da gibt es einen Herrn Immendorf und einen Dr. Göters und den und den, sagte der Creischer, das sind alles Herren die man für solche Sachen ansprechen könnte. Also bekam der Dr. Schiefer den Auftrag Fühlung mit Herrn Immendorf aufzunehmen. Ja, sagt der, das ist ein wunderbarer Gedanke. Jedenfalls wurde bald, Dank der Initiative von Herrn Immendorf, ein Förderverein gegründet. Der nannte sich Brauerei-Hochschulverein und dessen Aufgabe es war, in Verbindung mit der Universität Köln eine Ausbildungsstätte für den Brauereinachwuchs und der Brauerausbildung zu schaffen. Die Stadt Köln stellte ein Gebäude zur Verfügung, das war das alte Institut für Verkehrswirtschaft unten an der Bottmühle. Vorher diente es als Institut für Verkehrswirtschaft, gebaut übrigens vom berühmten Architekten Riphahn. Übrigens die Gebäude gibt es dort noch immer.

Jetzt kam es aber auch darauf an, die entsprechenden Lehrkräfte zu beschaffen. Da gab es aus Berlin Professor Fink, der hatte Berlin verlassen, ein großartiger Mann, er kam aus der brauwissenschaftlichen Forschung, er lebte in Kulmbach. Ich wurde also nach Kulmbach geschickt, um mit dem Prof. Fink Verbindung aufzunehmen, ob das für ihn eine interessante Sache wäre in Köln einen Lehrstuhl für Brauwissenschaft (er nannte das Brauwissenschaft und Enzymchemie) aufzuziehen, was er sehr begrüßte. Er war da bei einer der bekannten Mälzereien tätig, in Kulmbach, für die er ein Labor führte, eine eigene Forschungsstätte. Er bewarb sich dann aufgrund dieses Angebotes hier in Köln bei der philosophischen Fakultät. Es wurde aber noch jemand anders auf den Plan gerufen und zwar gab es noch einen anderen Professor, der sich auch um einen Posten bewarb, ich komme jetzt nicht auf den Namen, er hatte auch einen guten Namen, war aber scheinbar ins kommunistische Lager übergeschwenkt. Es war also zwischen den beiden so, er war mehr der Praktiker. Er ist später dann in Berlin an der Universität wieder Lehrer geworden. Dessen Vater war schon ein berühmter Brauwissenschaftler. Zwischen den beiden Herren hatte die philosophische Fakultät zu entscheiden. Man entschied sich nicht für den auf Praxis ausgerichteten Herrn, sondern für Prof. Fink. Und Fink zog dann hier im Institut ein zur Brauenzymforschung und auch für die Brauerausbildung.

Der Brauereihochschulverein stellte die Mittel, die er sonst nach Berlin abgeführt hätte in diesem Fall, das war alles noch vor der Währungsreform, für Anschaffungen des Instituts für Gärungs-Wissenschaft glaube und Enzym-Forschung, wie sich die neue Lehranstalt nannte. Dr. Schiefer wurde neben seiner Tätigkeit bei der Stadt Köln Geschäftsführer dieses Brauereihochschulvereins. Er hatte dafür zu sorgen, daß die Beiträge reinkamen und dementsprechend im Sinne der Station eingesetzt und verwandt wurden. Um dieser Sache richtig Auftrieb zu geben wurde ein großer Brauertag hier in Köln veranstaltet. Die Vorträge wurden in der Aula der Universität gehalten und das festliche Geschehen war eine Dampferfahrt auf der Bismarck, die damals als einziger der Köln-Düsseldorfer Schiffe bewirtschaftet wurde, er war sozusagen der Festsaal der Stadt Köln. Es war nach 1945 das erste große Zusammenkommen der westdeutschen Brauer mit Damenprogramm. Es gab für die damaligen Verhältnisse ein paradiesisches Freibier noch und noch und darauf kam es an. Ich kann mich noch daran erinnern, daß wir im Bier geschwelgt haben, in richtigem Bier. Es gab auch ordentliches Essen und das war ja alles noch vor der Währungsreform. Auch haben wir dort viele Beitrittserklärungen zu dem Brauerei-Hochschulverein erhalten. Er hat ja dann auch noch bis 1952 existiert.

Es hat dort Kurzlehrgänge gegeben. Aber es konnten keine Braumeister ausgebildet werden, eine richtige Meisterprüfung gab es in Köln nicht. Es gab Fortbildungskurse. Es wurden aber auch für Schnapsbrenner Kurse angeboten. Eine der Mitarbeiter von Prof. Fink war ein Herr Horrich, er war der Sohn des berühmten Dresdner Braumeisters Horrich, und in seinem Habitus eine fast biblische Figur.

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Satzung

§ 1 - Name, Sitz, Geschäftsjahr
Der Verein hat den Namen "Brauerei-Hochschul-Verein e. V. Köln zur Förderung eines gärungswissenschaftlichen Institutes und einer Brauer-Hochschule an der Universität in Köln" und hat seinen Sitz in Köln. Er wird in das Vereinsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober bis zum 30 September.

§ 2 - Zweck
Der Verein bezweckt die ideelle und materielle Förderung des Institutes für Gärungswissenschaft in der philosophischen Fakultät der Universität Köln, insbesondere seiner brauwissenschaftlichen Abteilung und Aufgaben, sowie die Errichtung und Unterhaltung einer Brauer-Hochschule und Versuchsstation gemäß den Bestimmungen dieser Satzung. Er ist das Organ des Brauerei- und Mälzereigewerbes, um den seiner Bedeutung gemäßen Einfluß auf die Gestaltung und Tätigkeit des Institutes zu nehmen. Mit Zustimmung der Mitgliederversammlung kann der Verein im Rahmen dieses Institutes eine besondere brauwissenschaftliche Abteilung oder Station ein-richten und unterhalten oder sich an dieser Einrichtung und Unterhaltung beteiligen und hierüber Verträge mit dem Träger des Institutes und anderen Hochschulvereinen abschließen, z. B. über die Verwaltung dieser Abteilung, ihre personelle Be-setzung, die Eigentums- und Besitzregelung, die materielle und wissenschaftliche Ausgestaltung zum Nutzen der Mitglieder (z.B. Einrichtung von Betriebsrevisionen, von Laboratoriumsuntersuchungen, von einer Glasbläserei, von Ausstellungen und sonstigen Beratungen, einschließlich einer Buchstelle).

§ 3 - Mitgliedschaft
Stimmberechtigte Mitglieder des Vereins können werden: Brauereien Malzfabriken (Mälzereien), Brauereibesitzer, Mälzereibesitzer bzw. Teilhaber von Brauereien und Mälzereien Vorstandsmitglieder von Brauereien und Mälzereien, Braumeister, Brauereitechniker, Malzmeister. sowie Vorstände von Brauerei- und Mälzerei-Betriebslaboratorien. Andere Personen können dem Verein als nicht stimmberechtigte Mitglieder beitreten. Der Beitritt zum Verein kann jederzeit erfolgen. Er bedarf zu seiner Wirksamkeit der Annahme durch den Vorstand, die Mitgliedschaft erlischt: 1. bei persönlicher Mitgliedschaft durch den Tod des Mitgliedes – 2. bei Firmenmitgliedern durch Löschung der Firma im Handelsregister - 3.durch eine schriftliche, mittels eingeschriebenen Briefes an die Geschäftsstelle des Vereins zu richtende Austrittserklärung, die spätestens bis zum 1. August bei der Geschäftsstelle eingelaufen sein muß. Bei späterer Austrittserklärung ist der Mitgliedsbeitrag für das nächstfolgende Geschäftsjahr noch zu entrichten – 4. durch den Beschluß des Verwaltungsrates. Der Vorstandstand kann nach Anhörung des Verwaltungsrates Ehrenmitglieder ernennen.

§ 4 - Mitglieder-Beiträge
a) Die Beiträge für Brauereien betragen bei einem Jahresausstoß ausschließlich Haustrunk, jedoch einschließlich Exportbier und bierähnliche Getränke,
von 1-30 000 hl 0,5 Pfg. je hl
von 30-80000 hl 1.0 Pfg. je hl
über 80 000 hl 1,2 Pfg. je hl
mindestens RM 50,- pr.a.
Nur volle 1000 hl. Ausstoß werden bei der Beitragsberechnung zugrunde gelegt.
b) Die Beiträge für Handelsmälzereien betragen für jeden Zentner jährlicher Malzerzeugung 1 Pfg. jedoch mindestens 150- Mark
c) Braumeister, Malzmeister, Brauereitechniker und nicht mehr beruflich tätige Angehörige des Brauerei- und Mälzereigewerbes zahlen als Jahresbeitrag 18,- R-Mark.
d) Hopfenhandlungen, Maschinenfabriken, Biergroßverteiler und sonstige Interessenten zahlen als Jahresbeitrag mindestens 200,- Mark,

Bei Erwerb der Mitgliedschaft durch Ausländer oder ausländische Betriebe sind die Mitgliedsbeiträge zu vereinbaren. Die Mitglieder-Brauereien und Mälzereien sind verpflichtet, im Anfang eines jeden Vierteljahres die Höhe des Verkaufs der letzten drei Monate in Hektoliter Bier bzw. Zentner Malz sowie zu Beginn jeden neuen Geschäftsjahres auch die Höhe der Gesamterzeugung des abgelaufenen Geschäftsjahres anzugeben. Die Beiträge sind vierteljährlich, spätestens bis zum 15. des jeweils ersten Vierteljahresmonats zu entrichten. Der Verwaltungsrat hat die Vollmacht, Zuschläge zu den Beiträgen, jedoch nur bis zu 100 Prozent der satzungsmäßigen Beiträge, festzusetzen, falls das Geschäftsjahr es erfordert. Jedes neu hinzutretende Mitglied hat den Jahresbeitrag für das laufende Jahr zu zahlen.

§ 5 - Mitgliederversammlung
In jedem Jahr, und zwar in der Regel im Oktober, findet eine vom Vorsitzenden mindestens 14 Tage vorher (der Tag der Sitzung nicht mitgerechnet) durch Veröffentlichung in den Brauereifachzeitungen einzuberufende Mitgliederversammlung statt. Die Versammlung wird vom Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter geleitet. Sie wählt die Mitglieder des Vorstandes (§ 6) des Verwaltungsrates (§ 7) und zwei Rechnungsprüfer. Ausscheidende Mitglieder sind wiederwählbar. Scheidet ein Mitglied vor Ablauf der Wahlperiode aus, so erfolgt eine Ersatzwahl in der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung für den Rest der Wahlzeit. Die Wahl findet in geheimer Abstimmung statt, wenn keine Einstimmigkeit über den zu Wählenden besteht. Jährlich scheidet in regelmäßiger Reihenfolge 1/2 der Mitglieder des Vorstandes und Verwaltungsrates derart aus, daß sich ein dreijähriger Turnus der Mitgliedschaft bildet. Ist die Zahl der gewählten Mitglieder nicht durch drei teilbar, so wird die nächstniedrige, durch drei teilbare Zahl zugrunde gelegt. Bis der dreijährige Turnus sich gebildet hat, entscheidet das Los oder eine Vereinbarung unter den Mitgliedern des Vorstandes bzw. Verwaltungsrates über das Ausscheiden. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Entlastung des Vorstandes. Die Mitgliederversammlung hat den Kassenbericht zu genehmigen und nimmt den Bericht des wissenschaftlichen Leiters über die Tätigkeit des Instituts und einer eventuell. Vorhandenen Abteilung oder Station für Brauwissenschaft im abgelaufenen Jahr entgegen. Der Vorstand kann nach Bedarf außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Er bestimmt deren Tagesordnung. Über die Mitgliederversammlungen sind Niederschriften anzufertigen die vom Vorsitzenden und einem Mitglied des Verwaltungsrates oder Geschäftsführer zu unterzeichnen sind. Alle Beschlüsse und Wahlen der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit der vertretenen Mitglieder gefaßt, soweit nicht diese Satzung etwas anderes vorschreibt. Mitglieder können sich in der Mitgliederversammlung durch mit schriftlicher Vollmacht versehene andere Mitglieder vertreten lassen.

§ 6 - Der Vorstand
Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und dem Schatzmeister. Vorstand im Sinne des § 26 des BGB ist der Vorsitzende des Vorstandes. Dieser vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich und in allen Rechtsgeschäften.

§ 7 - Der Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat besteht aus dem Vorstand und den von der Mitgliederversammlung gewählten Verwaltungsratmitgliedern. Die Sitzungen des Verwaltungsrates sind vom Vorsitzenden mit mindestens zehntägiger Frist (den Tag der Sitzung und den Tag. der Aufgabe zur Post nicht miteingerechnet) einzuberufen und von ihm zu leiten. An den Sitzungen des Verwaltungsrates nehmen der wissenschaftliche Leiter des Institutes und der Geschäftsführer des Vereins beide ohne Stimmrecht teil. Alle wichtigen den Verein betreffenden Angelegenheiten sind vom Vorstand dem Verwaltungsrat zur Aussprache und Beschlußfassung zu unterbreiten. Der Verwaltungsrat prüft den Geschäfts- und Kassenbericht beschließt über den Voranschlag und erteilt dem Geschäftsführer Entlastung. Über die Sitzungen des Verwaltungsrates sind Niederschriften anzufertigen die vom Vorsitzenden und einem Mitglied des Verwaltungsrates oder Geschäftsführer zu unterzeichnen sind. Beschlüsse des Verwaltungsrates werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

§ 8 - Der wissenschaftliche Leiter
Der wissenschaftliche Leitet des Vereins und einer eventl. vorhandenen besonderen Abteilung oder Station für Brauwissenschaft ist der Direktor des Institutes für Gärungswissenschaft an der Universität Köln. Dieser bestellt im Einvernehmen mit dem Vorstand des Vereins den Leiter der brauwissenschaftlichen Abteilung oder Station als seinen ständigen Stellvertreter. Die Anstellung der wissenschaftlichen oder sonstigen Mitarbeiter einer Abteilung oder Station für Brauwissenschaft erfolgt durch den wissenschaftlichen Leiter ebenfalls im Benehmen mit dem Vorstand.

§ 9 - Der Geschäftsführer
Ein Geschäftsführer kann bestellt werden. Die Bestellung erfolgt durch den Vorstand mit Zustimmung des Verwaltungsrates. Der Geschäftsführer leitet die Verwaltung des Vereins und seiner eventl. vorhandenen Sondereinrichtungen nach Maßgabe der vom Vorstand getroffenen Entscheidungen. Er ist dem Vorstand und Verwaltungsrat für eine geordnete Kassenführung verantwortlich. Nach Ablauf des Geschäftsjahres hat er den Geschäfts- und Kassenbericht sowie vor Beginn eines neuen Geschäftsjahres den Voranschlag vorzulegen. Geschäfts- und Kassenbericht werden von einem Wirtschaftsprüfer, und den von der Mitgliederversammlung bestellten Rechnungsprüfern geprüft.

§ 10 - Versuchs- und Forschungsarbeiten, Vergünstigungen
Für die Regelung der Versuchs- und Forschungsarbeiten ist die Satzung des Instituts maßgebend. Arbeiten auf brauwissenschaftlichem Gebiet werden in einer Fachzeitung sowie in einem Jahrbuch des Instituts oder Vereins veröffentlicht. Alle stimmberechtigten Mitglieder haben gleichen Anspruch auf alle Leistungen des Vereins einschließlich ermäßigter Sätze für Analysen, Revisionen und sonstige Leistungen des Instituts oder einer eventl. bestehenden Abteilung oder Station für Brauwissenschaft.

§ 11 - Fachbeirat und Ausschüsse Es können ein Fachbeirat und Fachausschüsse gewählt werden. Die Wahl erfolgt durch den Verwaltungsrat. Die Aufgabe des Fachbeirats und der Ausschüsse ist die Forderung der Zusammenarbeit des Instituts mit der Brauereipraxis. Bei den technischen Ausschüssen sind die Mitglieder in erster Linie aus den Kreisen der technischen Leiter zu entnehmen. Im übrigen werden die Organisationen und die Arbeiten des Fachbeirats und der Ausschüsse durch vom Vorstand gemäß Beschluß des Verwaltungsrates festzusetzende Satzungen geregelt.

§ 12 - Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins
Über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins hat die Mitgliederversammlung zu beschließen. Für Satzungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ausdrücklichen, zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden, in der mindestens eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder des Vereins vertreten sein muß. Ist die erste Mitgliederversammlung nicht beschlußfähig, so wird innerhalb von 6 Wochen eine, zweite Mitglieder-versammlung zu gleichem Zweck einberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der vertretenen Mitglieder die Auflosung beschließen kann. Auch in diesem Fall bedarf jedoch der Auflösungsbeschluß einer Zweidrittelmehrheit. Die Abwickler ernennt die Mitgliederversammlung. Das nach Auflösung des Vereins verbleibende Vermögen muß in einer dem Zweck des Vereins entsprechenden Weise verwendet werden. Eine Verteilung an die Mitglieder ist unzulässig. Die Art der Verwendung des Vermögens muß von der den Auflösungsbeschluß bestätigenden Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen werden.

(FM)

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