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Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996 | Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996
Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Grußworte

Grußworte von Nobert Burger

Der Verbundbrief von 1396, diese für Köln und seine Vergangenheit so bedeutende Verfassungsurkunde, ist auch für die Kölner Brauer ein gewichtiges Geschichtsdokument. Denn hier sind sie erstmals als Zunft erwähnt. Und hier besiegeln sie als eigene Gaffel diese neue Verfassung.

An diese Urkunde knüpft auch die St.Petrus von Mailand Bruderschaft der Brauer ihre Entstehung und ihr Selbstverständnis. Diese Bruderschaft überdauerte sogar die Aufhebung der Zünfte und Gaffeln in der Französischen Revolution und lebt bis heute als Cölner Brauer-Corporation fort. Damit blicken die Brauer in diesem Jahr auf eine 600-jährige Vergangenheit als Korporation zurück.

Diese lange Vergangenheit und reiche Tradition haben in Köln besonderes Gewicht: Denn das Bier war im Mittelalter ein wichtiges Nahrungs- und Genußmittel, und Kölsch prägt bis heute in beträchtlichem Maße Identifikationen mit der Stadt. Das Bier hat sich schon lange vom Getränk für den armen Mann zu einem alle Klassen und Schichten erfassenden Genußmittel gewandelt. Klassenlos ist die Gesellschaft, die sich alltäglich in den Brauhäusern und Wirtschaften der Stadt zum KÖLSCH einfindet.

Die Ausstellung "Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996" zeigt Dokumente zu dieser reichen Geschichte und Tradition des Bierbrauens und Bierkonsums, des Kunsthandwerks und des KÖLSCH-Bewußtseins. Sie zeigt damit der Öffentlichkeit einen bedeutenden wirtschaftlich-kulturellen Aspekt städtischen Lebens. Dem Kölner Brauerei-Verband e.V. danke ich für die Unterstützung der Ausstellung und des Katalogs. Ich wünsche der Petrus-von-Mailand Bruderschaft - Cölner Brauer-Corporation - und ihren Mitgliedern Blühen und Gedeihen, besonders auch zum Nutzen der Bürgerschaft, für das nächste Jahrhundert.

Der Ausstellung aber wünsche ich viele Besucher, die Einblicke in die Geschichte und Vergangenheit eines Erwerbszweigs der Kölner Wirtschaft gewinnen mögen, der wie kaum ein anderer so stark das gesellschaftlich-kulturelle Leben der Stadt prägt.

Norbert Burger
seinerzeit Oberbürgermeister der Stadt Köln

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Grußworte von Heinrich Becker

Wenn jemand einen "runden" Geburtstag feiert, bekommt er von Freunden und Bekannten meistens etwas geschenkt. Die St. Peter von Mailand Bruderschaft der Kölner Brauer begeht nun am 29. April 1996 ihr 600-jähriges Stiftungsfest, und das war es der Stadt Köln wert, sie mit dieser interessanten Ausstellung zu ehren.

Dafür sagen wir von ganzem Herzen Dank. Zuerst unserem Oberbürgermeister, Herrn Norbert Burger, der diese wunderschöne Ausstellung im Historischen Archiv ermöglicht hat. Hier spürt man natürlich neben dem Wohlwollen des "Ersten Bürgers unserer Stadt" den Goodwill des Kölsch-Freundes und des profunden Kenners der Materie.

Weiter gilt unser Dank dem engagierten fachlichen Einsatz der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Historischen Archivs der Stadt Köln, der Universtäts- und Stadtbibliothek zu Köln und der aktiven Hilfe vieler befreundeter Institutionen, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben.

Auch für die zahlreichen wertvollen Leihgaben, die uns private Sammler großzügig zur Verfügung gestellt haben sei hier herzlich gedankt. Ganz besonders hevorheben möchte ich aber auch die hochherzige Unterstützung von Sponsoren aus der Wirtschaft, die diese Ausstellung mit finanziellen und materiellen Hilfen großzügig unterstützt haben.

Das Verhältnis der Kölner Brauer zur eigenen Geschichte in ihrer Entwicklung und Ablauf ist in dieser Ausstellung dokumentiert. Die Kölsch-Brauer mit ihrer St.Peter von Mailand Bruderschaft sind die legitimen Erben einer Brau-Tradition, die sich über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren aus ihren Anfängen als kleine häuslichen Braubetriebe zu heute hochmodernen Unternehmen entwickelt hat, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen und die Verpflichtung zu den Idealen der handwerklichen Braukunst zu vernachlässigen.

Die Kölner Brauer sind sich in der Vergangenheit und sind sich auch heute ihrer sozialen Verantwortung bewußt und ihre rege Teilnahme am öffentlichen Leben beweist dies auch. Dem aufmerksamen Betrachter wird das klar werden, wenn er die Exponate betrachtet, welche die jahrhundertealten Beziehungen zwischen den Kölner Brauern und der Stadt mit ihren Bürgern dokumentieren.

Ich wünsche Ihnen beim Rundgang durch die Ausstellung viel Spaß und - etwas lehrreiche Unterhaltung. Vielleicht regt Sie die Ausstellung dazu an, anschließend in einem Brauhaus ein kühles Kölsch zu trinken und Ihre Freunden von den "Zeugen der Kölner Brau-Kultur" zu erzählen.

Heinrich Becker
seinerzeit Vorsitzender des Kölner Brauerei-Verbandes

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Grußworte von Rudolf Päffgen

Die 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft hätte keinen würdigeren Rahmen finden können, als die Ausstellung: Zeugen Kölner Brau-Kultur.

Im Namen aller Mitglieder der St. Peter von Mailand Bruderschaft möchte ich deshalb allen denjenigen danken, die diese Aufarbeitung unserer Kölner Brauer-Historie ermöglicht haben. Ohne die Hilfe der Stadt Köln, dem Engagement vieler wissenschaftlicher Mitarbeiter, der tätigen Hilfe von vielen Händen, der hochherzigen Unterstützung durch Leihgeber und Sponsoren wäre diese Ausstellung - sicher nicht in diesem Umfang und in dieser Qualität - zustande gekommen.

Zum Inhalt der Ausstellung möchte ich aus der Sicht der Bruderschaft folgendes beifügen: Die lange Geschichte des Kölsch-Bieres ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der St. Peter von Mailand Bruderschaft. Die handwerkliche Vereinigung ist hierbei die ideelle Klammer, welche die Kölner Brauer seit Jahrhunderten bis auf den heutigen Tag zusammenhält. Ich hoffe, daß dies auch in Zukunft noch so bleiben wird, zum Nutzen der Kölner Brautradition und zur Pflege der unserer Braukunst.

Nach einem Rundgang durch die Ausstellung werden Sie mir es sicher nicht verdenken, daß wir Kölsch-Brauer voller Stolz auf die mehr als 600-jährige Geschichte unseres Handwerks und seiner Kölner Brauer-Bruderschaft zurückschauen, die vielfältig verwoben mit den Geschichte und den Geschicken unserer Vaterstadt Köln ist. Die Ausstellung "Zeugen Kölner Brau-Kultur" ist deshalb ein besonders großzügiges Geschenk der Stadt Köln an die Kölner Brauer, in deren Namen ich hier nochmals unseren Dank ausspreche.

Die handwerklichen Kölsch-Brauer versprechen im Jahre des 600-jährigen Bestehen ihrer St. Peter von Mailand Bruderschaft, auch in Zukunft den Kölschfreunden das Bier zu brauen, das nun seit vielen Jahrhunderten das Nationalgetränk der Kölschen ist.

Rudolf Päffgen
Präses der St.Peter von Mailand Bruderschaft

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