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Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996 | Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996
Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

5. Petrus von Mailand und die Bruderschaft

1. Der Patron der Kölner Brauer: Petrus von Mailand

Petrus von Mailand. Glasmalerei aus der ehemaligen Dominikanerkirche in der Stolkgasse, heute im Kaptelsaal des Domes, um 1280, erneuert 1959 (Kat.Nr. 5.6.)
Petrus von Mailand. Glasmalerei aus der ehemaligen Dominikanerkirche in der Stolkgasse, heute im Kaptelsaal des Domes, um 1280, erneuert 1959 (Kat.Nr. 5.6.)

Der Patron, nach dem die Kölner Bruderschaft der Bierbrauer ihren Namen hat, Petrus von Mailand (auch Petrus Martyr oder Petrus v. Verona), war ein schon zeitgenössisch weithin berühmter Dominikaner. Nach der Überlieferung um 1205 oder 1206 in Verona geboren, stammte er aus einer Familie mit Namen Rosino, die sich den Albigensern angeschlossen hatte" jener Ketzerbewegung in Südfrankreich und Norditalien, die in der Tradition der Neumanichaer mit der Lehre eines Strengen Dualismus zwischen Gott und dem Weltschöpfer Teufel in scharfem Gegensatz zur katholischen Kirche stand und von ihr heftig bekämpft wurde. Dennoch besuchte Petrus eine katholische Schule und fand hier den Weg zur Kirche in solcher Tiefe, daß er sich zum Theologie- studium entschloß. Dabei begegnete er 1221 in Bologna dem neuem Orden der Dominikaner. Der hatte sich, von Dominikus Guzman gegründet, die Bekehrung der Abgefallenen und die seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung in den anwachsenden Städten zur Aufgabe gemacht. Eine gute wissenschaftliche Ausbildung war als Fundament der Verkündigung für diesen Predigerorden (Ordo predicatorum) unerläßliche Voraussetzung. Es waren Wesenszüge, die Petrus so begeisterten, daß er sich schnell anschloß. Vielleicht wurde er noch vom Ordensvater Dominikus (+1221), der damals in Bologna lebte, in den Orden aufgenommen.

Petrus machte im Orden schnell Karriere: Sein ausgesprochenes Rednertalent machte ihn weithin berühmt, er wurde Prior in Como, 1232 päpstlicher Gesandter in Mailand und 1240 Prior in Asti. 1251 erhielt er die Aufgabe eines Päpstlichen Großinquisitors in Norditalien. Seine Bekehrungstätigkeit, bei der er weniger auf Strafen als auf Überzeugung gesetzt haben soll, machte ihn den Albigensern so verhaßt, daß sie ihn bereits am 6. April 1252 durch gedungene Mörder zusammen mit einem Gefährten auf dem Wege von Como nach Mailand umbringen ließen (Nr.5.1.).

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Die Mordtat erweckte weites Aufsehen, und schon ein Jahr später, am 25. März 1253, sprach ihn Papst Innozenz IV. in der Stadt Perugia heilig. Petrus wurde zunächst in der Kirche S.Sirnpliciano in Mailand aufgebahrt, dann aber in die Kirche S. Eustorgio überführt, in der er in einem prachtvollen Hochgrab, von Giovanni di Balduccio gestaltet (1336-1339), seine letzte Ruhe fand (Nr.5.2). Eine Kopie des Hochgrabes des Petrus Martyr befindet sich heute ebenfalls im Londoner Victoria & Albert Museum. Die Vita des Petrus Martyr fand weiteste Verbreitung und wurde z.B. in die berühmte Legendensammlung "Legenda aurea" (geschrieben 1263-1273) seines Ordensbruders Jacobus von Voragine (um 1230-1298) aufgenommen, der ihn vielleicht noch persönlich gekannt haben könnte und der 36 Wunder des Heiligen überlieferte (Nr.5.3).

So nimmt es nicht wunder, daß der allgemein verehrte Heilige zum begehrten Fürsprecher wurde: Petrus Martyr ist Patron der Städte Como, Cremona, der Lombardei und des Hzt. Modena. Er wird als Patron der Wöchnerinnen, der Dominikaner und der lnquisition verehrt. Er ist die Zuflucht bei Kopfleiden und Kopfschmerzen, gegen Blitz und Sturm (in Rom und Piacenza wurden an seinem Fest Olivenzweige geweiht, die vor den Gefahren des Gewitters bewahren), und Garant für das Gedeihen der Feldfrüchte. Als Patron von Wallfahrtstätten mit Brunnen und Heilwasser wird er in Friesach, Graz, Lienz und Wien verehrt. An seinem Festtag werden Weidenzweige ins geweihte Wasser getaucht und bewirken Heilung; ebenso dienen gesegnete Petrus-Martyr-Kreuzlein aus gesteckten Zweigen gegen Unwetter, Zauberei und Feldungeziefer (in Selztal, Mitterndorf und Werfenau).

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2. Die St.Peter von Mailand Bruderschaft - Kölner Brauer-Corporation

Es erstaunt nicht, daß sich schon bald Bruderschaften an mehreren Orten unter den Schutz dieses so bekannten Heiligen stellten. Petrus von Mailand Bruderschaften speziell für bestimmte Berufszweige gab es z.B. in Palma de Mallorca (für die Schuster), im katalonischen Manresa (für die Weber), in Rieti (wo sie zur exklusiven Gemeinschaft der reichen Kaufleute wurde) und in Köln (für die Brauer). Wie lange die Kölner Bruderschaft besteht, ist nicht mehr genau festzustellen.

Scheben vermutete, daß die Corporation bis in die Zeit der Heiligsprechung des Petrus von Mailand 1253 zurückzuführen ist; bezeugt sah er sie nach seinen Forschungen erst bei der Neukonstituierung des Stadtregiments durch den Verbundbrief 1396: Danach formierten sich die Brauer politisch in der entsprechenden Gaffel, wirtschaftlich-standespolitisch in der Zunft und geistlich in der Bruderschaft. Ihren geistlichen Mittelpunkt hatte die Bruderschaft bei einem Patron aus dem Dominikanerorden naheliegend - in der Heilig Kreuz-Kirche der Kölner Dominikaner (Nr. 5.6, 5.8, 5.10, 5.18, 5.21). Neuere Forschungen eröffnen die Perspektive, daß die Bruderschaft ursprünglich allen Berufszweigen offenstand und erst im späteren 15.Jh., als die Dominikaner in Köln mit Jakob Sprenger die Rosenkranzbruderschaft propagierten (Nr. 5.5), zur Bruderschaft eines speziellen Berufszweiges wurde. Den ersten bekannten Beleg für die Existenz der Bruderschaft an Hl. Kreuz haben wir in einem (z.Zt. verschollenen) Einblattdruck aus dem Ende des 15.Jhs (Nr.5.19). Etwa um die gleiche Zeit wird die spätgotische Holzfigur des Petrus von Mailand datiert, die sich heute im Kloster St. Andreas befindet (Nr.5.10) und die vermutlich aus der Heiligkreuz-Kirche stammt. Dort war dem Patron der Kölner Brauer Petrus von Mailand ein eigenes Chörchen mit Altar gewidmet, das diese Statue des Heiligen geschmeckt haben könnte.

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Porträt des Petrus von Mailand. Ölgemälde des 17. Jahrhunderts in Verona.
Porträt des Petrus von Mailand. Ölgemälde des 17. Jahrhunderts in Verona.

Ihren Mittelpunkt fanden die Brauer in ihrem Zunfthaus, dem Haus Mirweiler in der Schildergasse, das sie 1494 erwarben. Dort hing ein Zyklus von drei Gemälden aus der Zeit um 1530. Es ist der früheste Beleg für eine Beziehung der Brauer zu ihrem Patron. Zu sehen ist er auf den seitlichen Bildern (im 2. Weltkrieg verbrannt) mit den Stadtpatronen St. Kunibert, St. Ursula und den Heiligen Drei Königen. Auf dem Mittelbild, einer Kreuzigung, ist neben dem Stadtwappen das der Brauerzunft abgebildet (Nr.5.9).

Ebenfalls im Brauerzunfthaus befand sich als Teil der Wandtäfelung ein Relief des Petrus von Mailand (heute im Kölnischen Stadtmuseum), das ins 16.Jh. zu datieren ist (Nr.5.11). Die Verbindung der Brauer zu Petrus von Mailand wird auch deutlich im ältesten erhaltenen Rechnungsbuch bzw. Zunftprotokollbuch des Brauamtes, das Scheben seinerzeit gerettet hat. Hier sind Ende des 16. Jhs. Ausgaben für die Reparatur der Petrus von Mailand- Statue und für Kerzen zu seinen Ehren belegt (Nr.5.12). Wenig später, um 1608, als Peter Oeckhoven Bannerherr war und eine Erneuerung der Zunft vornahm, wurde statt des alten Siegels, das mutmaßlich um 1595 zum letzten Male bezeugt ist, im neuen Siegel der Schutzheilige Petrus von Mailand abgebildet (Nr.5.13). 1660 wurde schließlich auf einem reich geschmückten Kalenderblatt bei den Patronen der Brauer u.a. Petrus von Mailand abgebildet (Nr.5.14).

Von den verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens und Zusammenhalts der Brauer wie der Vertretung der Standesinteressen in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht, der Pflicht zur gegenseitigem Unterstützung in Notfällen, der Pflege geselligen Kontakts unter den Mitgliedern charakterisiert die Bruderschaft vor allem der religiöse: Gleichgesinnte fanden sich hier zusammen, um in der Verehrung des Petrus Martyr als Schutzpatron und der Feier seines Festtages die Fürbitte für die Lebenden und das Gedächtnis der Verstorbenen der Bruderschaft in der hl. Messe zu begehen. Sie feierten das Fest des Petrus Martyr von alters her mit einem Hochamt und einer Prozession, bei der die oben erwähnte, im Zusammenhang mit der Ausstellungsvorbereitung wiederentdeckte Statue des Heiligen von den Meistern des Amts getragen wurde. Bis 1741 klang das Fest abends mit einem Bruderschaftsessen aus. 1603 wurde die Satzung erneuert und dabei den Mitgliedern die Teilnahme an den religiösen Gebräuchen streng eingeschärft (Nr.5.23). (Anlage IV. Ordtnung wie man die Bruderschafft an sich erlangen möge, und sich darinnen wie allen Quatertemper-Gebotten verhalten solle. In: W.Scheben, Zunft der Brauer, Köln 1880, S.139-141., ebenso in W.Scheben, Bankrolle der ehemaligen Brauerzunft in Köln. Köln 1880, S.27-29).

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Petrus von Mailand auf dem Rosenkranzalatar in St. Andreas, um 1510 (Kat. Nr. 5.5.)
Petrus von Mailand auf dem Rosenkranzalatar in St. Andreas, um 1510 (Kat. Nr. 5.5.)

1693 richtete die Witwe des Bannerherrn und Ratsmitgliedes Johann Pulheim aufgrund einer testamentarischen Verfügung ihres verstorbenen Schwiegervaters, Heinrich Pulheim, eine Stiftung für ein feierliches Hochamt am Petrus von Mailand-Fest und den 4 Quatembertagen ein, die, nachdem sie in der Franzosenzeit erloschen war, von Wilhelm Scheben und seiner Frau 1869 erneuert wurde. Während die Zünfte in der Franzosenzeit untergingen, blieb die Bruderschaft, dem Zeitgeist gemäß als Kölner Brauer Corporation konstituiert, weiter erhalten. Nach der Aufhebung des Dominikanerklosters 1802 siedelte sie an die Pfarrkirche St. Andreas über, die manches Ausstattungsstück der Dominikaner übernahm und so auch für den berühmten Rosenkranzaltar eine neue Stätte gewährte (Nr. 5.5). In dieser Kirche werden seitdem kontinuierlich die jährlichen Messen am Festtag des Petrus Martyr begangen. Hier wurde 1895 eine eigene Petrus von Mailand-Kapelle eingerichtet und von der Bruderschaft ein Marmoraltar und ein prächtiges Glasfenster gestiftet (Nr.5.22 und 5.7). 1911 schenkte die Bruderschaft u.a.ein Petrus Martyr-Reliquiar an die Kirche (Nr.5.4).

Nach dem Ende der Franzosenherrschaft lebte 1816 auch der alte Name der Petrus-von-Mailand-Bruderschaft wieder auf. Im 19.Jh. verdankt sie ihrem langjährigen Präses Wilhelm Scheben viele neue Erkenntnisse ihrer Geschichte. Die Statuten des 19. Jhs. zeigen die zeitgemäße Erneuerung der Bruderschaft. Dieses Reglement ist bis heute gültig. (Abdruck bei W.Scheben, Bankrolle der ehemaligen Brauerzunft in Köln. Köln 1880, S.61-62). 1896 wurde das 500jährige Jubiläum festlich begangen.

Noch heute versammeln sich die rund 90 Bruderschaftsmitglieder, die sich aus den unbescholtenen und (im Zeitalter der Ökomene) christlichen Brauern und Mälzern beider Konfessionen rekrutieren, die leitend in Kölner Brauereibetrieben tätig sind, zu den Fest- und Gedenkmessen in St. Andreas. Dort ist seit dem 2.Weltkrieg ein Dominikanerkonvent tätig, so daß hier an alte Traditionen angeknüpft werden konnte. Auch das Gesellige kommt nicht zu kurz, und monatlich einmal treffen sich die Mitglieder zur Pflege des geselligen Lebens und des Meinungsaustauschs in einem der Kölner Brauhäuser.

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3. Der Erforscher der Bruderschaft und der Kölner Braukultur: Wilhelm Scheben (1812-1895)

Der Abgeordnete Wilhelm Scheben. Porträtfoto von 1887 aus Berlin. (Kat.Nr. 5.29.)
Der Abgeordnete Wilhelm Scheben. Porträtfoto von 1887 aus Berlin. (Kat.Nr. 5.29.)

Derjenige, der sich um die Erforschung der Bruderschaft und ihre Erneuerung im 19.Jh. besonders verdient gemacht hat, war Wilhelm Scheben (Nr.5.31). Er wurde just am 29.4., dem Fest des Petrus Martyr, 1812 in Köln als Sohn eines Branntweinbrenners geboren. Wie seine beiden Brüder ging auch Wilhelm ins Braugewerbe. 1841 kaufte er zusammen mit seiner Braut Gasthaus und Brauerei "auf Rome", die in unmittelbarer Nähe seines Elternhauses im Stadttorgebäude der Würfelpforte in der Nachbarschaft der Maria-Ablaß-Kapelle lagen (Nr.5.32). Scheben wurde 1843 Mitglied der Kölner Brauerbruderschaft. Offenbar aus dieser Zeit datiert sein Interesse an der Geschichte und Tradition dieser Bruderschaft, das 1864 in seinem Buch "Die Brauerzunft und die Petri-Mailand-Bruderschaft zu Köln", 1875 "Das Zunfthaus und die Zunft der Brauer in Köln" und 1880 "Die Zunft der Brauer in Köln" ihren Ausdruck fand. 1868 beschäftigte sich sein Buch "Das Haus Rome an der Wurpelportzenl" mit seinem eigenen Brauhaus. Scheben war kein gelernter Historiker, verfügte aber über eine gute Schulbildung, die er auf dem katholischen Gymnasium erhalten hatte. Dazu fußen seine Schriften auf einer genauen Kenntnis von zahllosen Originaldokumenten, die er einsah oder gar erst zusammentrug und damit vor dem Untergang rettete.

1849 wurde er Vorsitzender der Vereinigung und war auch in zahlreichen anderen Gremien und Gesellschaften zur Förderung kultureller, kirchlicher und sozialer Belange tätig. 1865 wurde er Präfekt und Schatzmeister der Bruderschaft. 1869 erneuerten er und seine Frau anläßlich ihrer Silbernen Hochzeit die Stiftung für eine alljährliche Patronatsmesse der Brauerbruderschaft. 1872 verkaufte Scheben sein Brauhaus "auf Rome", das die Stadt Köln noch im selben Jahr aus verkehrstechnischen Gründen abreißen ließ. Die Gründe für Schebens Entschluß sind nicht überliefert. Vielleicht haben diese Pläne der Stadt fördernd gewirkt, vielleicht waren es aber auch wirtschaftliche Motive, da damals auswärtige Biere besonders Dortmunder, Münchner und Pilsener Brauart in Köln zunehmend Eingang fanden und die heimischen kleinen Brauereien zurückdrängten, so daß viele schließen mußten. Scheben ging nicht aufs Altenteil, sondern nutzte die freie Zeit des Rentiers, um als Abgeordneter der Zentrumspartei für die Wahlkreise Cochem und Mayen in den Preußischen Landtag einzuziehen (ab 1873), ein Mandat, das er bis zu seinem Tode behielt. 1885 focht er in einer Versammlung von 320 rheinischen und westfälischen Brauern im Fränkischen Hof in Köln gegen die Pläne einer Aktiengesellschaft in Köln, die sich von der Ausbeutung des Maltose-Herstellungsverfahrens großen Gewinn versprach. Scheben wandte sich entschieden gegen die Anwendung aller Surrogate zur Herstellung von Bier und verfocht das Reinheitsgebot aus Wasser, Hefe, Hopfen und Malz. (s. Kölner Tageblatt v. 5.11.1885). Obwohl das Preußische Abgeordnetenhaus ein Verbot verwarf, gab es doch eine interne Absprache unter den Brauern, die die Verwendung von Maltose unter eine hohe Konventionalstrafe stellte.

1893 beging Scheben die 50-Jahrfeier seiner Mitgliedschaft in der Petrus-von Mailand-Bruderschaft im Isabellen-Saal des Gürzenich. Dabei wurde dem Jubilar als Geste des Dankes eine von seinem Freund Toni Avenarius künstlerisch gestaltete Urkunde überreicht (Nr.5.33). Scheben konnte auf ein Lebenswerk zurückblicken, bei dem sich eine Tätigkeit als engagierter Praktiker und Vertreter handfester Standesinteressen mit der des kenntnisreichen Fachhistorikers und Heimatforschers verband. Bis zuletzt für die Erforschung der Kölner Geschichte tätig, starb Scheben am 14.April 1895. Seinen Nachlaß mit wertvollen Originaldokumenten zur Geschichte des Kölner Brauwesens vermachte er testamentarisch der Stadt Köln.

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Literatur

  • J.Bauer, in: LThk Bd.8, Sp. 369f.; Monumenta Ordinis Fratrum Praedicatorum historica, ed. B.M.
  • Reichert, Bd.1 Rom 1896, S.236-248, 308f.;
  • Franz v. Sales Doyé: Heilige und Selige, Bd.2 Leipzig 1929, S.153; Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hrsg. von Hanns Bechtold-Stäubli. Bd.6, Berlin und Leipzig 1934/35, Sp.1540.;
  • G. Ederle: San Pietro da Verona, Verona 1952;
  • J.Giesen. Zur lkonographie des hl. Petrus Martyr in Deutschland, in: JbKgV 28 (1953) S.66-73.
  • Zahlreiche Beiträge von Dr. Erhard Schlieter, der sich viel mit Petrus Martyr beschäftigt hat, z.B. : Neues über St.Petrus von Mailand.
  • Sonderveröffentlichung der Ersten Kölner Bierzeitung, Dezember 1993; ders.: St.Peter von Mailand - Patron der Kölner Brauer. Erste Kölner Bierzeitung. Sonder Beilage September 1995
  • Scheben, Wilhelm: Die Brauerzunft und die Petri-Mailand-Bruderschaft in Köln. Köln 1864-1867.
  • Scheben, Wilhelm: Das Zunfthaus und die Zunft der Brauer in Köln. Köln 1875.
  • Scheben, Wilhelm: Bankrolle der ehemaligen Brauerzunft in Köln. Köln 1880.
  • Scheben, Wilhelm: Die Zunft der Brauer in Köln in ihrem inneren Wesen und Wirken. Culturhistorischer Beitrag. Köln 1880.
  • Scheben, Wilhelm: Verzeichnis der gegenwärtigen Mitglieder der uralten, seit dem Jahre 1396 in Köln, unter dem Schutze des h. Peter v. Mailand bestehenden Brauer-Corporation für das Jahr 1887 nebst einer kurzen geschichtlichen Übersicht. Köln 1887.
  • Meersseman, Gilles 0.P. Etudes sur les anciennes confreries dominicaines. In: Archivum fratrum Praedicatorum 21 (1951) S.51-196, bes. S.100-102.
  • Klersch, Joseph: Die Kölner Brauer-Korporation. In: Unser Köln 5 (1953) H.5 S.11-14.
  • Mathar, Franz; Rudolf Spiegel: Kölsche Bier und Brauhäuser. Köln 2.Aufl.1991
  • Probst, Freya: Wilhelm Scheben (1812 bis 1895). Zum 100. Todestag des Kölner Brauers und Historikers. In: Gesellschaft für die Geschichte und Bibliographie des Brauwesens e.V. Jb.1994/95 S.55-68.

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