1. zum Inhalt
Sie sind hier: Kölsch-Bibliothek > Ausstellung: Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396-1996 > 1.B. Ausstellung: Das Malz
Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996 | Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996
Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Ausstellung: B. Das Malz

Das Brau-Malz (welches heute zum Brauen verwendet wird) entsteht, in dem man Gerste in Wasser einlegt und zwei Tage weichen läßt. Dadurch bilden sich kleine Keime, die Enzyme (Eiweißstoffe), die beim Brauen chemische Prozesse auslösen und Fermente, die Stärke in Malzzucker verwandeln. Das nun entstandene "Grünmalz" wird gedarrt, das heißt der Keim-Prozeß wird durch Erhitzen unterbrochen. Das nun fertige Malz kann nun mit dem Hopfen, dem Brauwasser und der Hefe in schmackhaftes Bier verwandelt werden.

1.14. Malzdosen der Kulmbacher Mälzerei

Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Genau wie beim Hopfen verschickte man Warenproben verschiedener Malzsorten in bedruckten Blechdosen, luftdicht verpackt, an die Kundschaft. Sie waren außerdem bunte Werbeträger der großen Mälzereien.

nach oben

1.15. Malz-Sack mit Gersten-Ähren

Leihgabe der Malzfabrik Weissheimer, Andernach (ohne Abbildung)

Das fertige Malz wurde früher in Hopfensäcken aus Jute, die mit dem Emblem der Mälzerei bedruckt waren, bei den Brauereien angeliefert. Heute bringen große Silo-LKW's den Rohstoff direkt in die Braustätten.

nach oben

1.16. Nähmaschine für Malzsäcke

Leihgabe der Malzfabrik C.Thywissen, Hürth-Kalscheuren (ohne Abbildung)

Diese mit einem Motor betriebene Adler-Nähmaschine zum Fertigen von Malzsäcken war früher in vielen Mälzereien in Betrieb. Die 100kg-Säcke wurden mit Pferdefuhrwerken in die umliegenden Brauereien gebracht.

nach oben

1.17. Hölzerne Malz-Schaufel

Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Die Malzschaufel war unverzichtbares Arbeitsgerät bei der Malzbereitung. Sie ist auch heute noch stets wiederkehrendes heraldisches Element im Wappen der Brauer und Mälzer.

nach oben

1.18. Bock, Hieronymus: Von der Gersten, Von der Kreuter underschied

Straßburg 1551, Größe: 305 x 205 mm, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Dieses Druckblatt in deutscher Sprache beginnt mit einer Schmuck-Initiale. Es zeigt rechts zwei verschiedene Gerstenähren und der Text behandelt literarische in den alten Schriften des Plinius, Theophilus Marcus Varo (de re rustica), u.a. über die Gerste, mit Nachweisen der Fundstellen.

nach oben

1.19. Anonym: Sommer- und Wintergerste

Litho 1885, Größe: 205 x 140 mm, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Das farbige botanische Blatt aus einem unbekannten französischen Landwitschafts-Lehrbuch beinhaltet zwei verschiedene Gerstensorten, die gemeine Winter-Gerste, die sich nicht zum Brauen eignet und die sechsständige Brau-Gerste.In den Detail-Ansichten kann man den Unterschied deutlich erkennen.

nach oben

1.20. Gerste, 4 Original-Blätter

1. Fuchs, Kräuterbuch, Basel 1543 -
2. L'Obel Plantarium, Antwerpen 1581 -
3. Zorn, Kräuterbuch, 1802 -
4. Chammetau, Flore medicale, Farbstich, Paris 1814

Kupferstich, Holzschnitt, Farbstich, Holzschnitte, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Bei den Vier Blättern handelt es sich im einzelnen um folgende Gerstenarten:

1. Zweizeilige Gerste - 2. Kleine Gerste und große Gerste - 3. Vuläre (gemeine) Gerste - 4. Braugerste. Diese vier Blätter aus zwei Jahrhunderten sind besonders schöne Exemplare der Darstellung von Gersten, dieser für die Bier-Brauer so wichtigen Nutzpflanzen.

nach oben