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Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996 | Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Zeugen Kölner Brau-Kultur 1396 - 1996
Begleitbuch der Ausstellung zur 600-Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft

Ausstellung: A. Der Hopfen

Die Hopfenpflanze, ein Schlinggewächs stammt aus dem slawischen Raum. Der Anbau in "Hopfengärten" wird in Deutschland erstmals um das Jahr 1000 urkundlich erwähnt. Die erste Datierung der Verwendung im Bier ist unbekannt. In Köln geschah dies im 15.Jahrhundert.

1.1. Hopfen-Ballots mit Aufdruck

(ohne Abbildung)

Ballots heißt die Standard-Verpackung der zu Ballen gepreßten präparierten, aufbereiteten Hopfendolden. Sie wiegen zwischen 50 und 125 kg und bestehen aus Jutetuch und neuerdings mehr aus Kunststoff-Folie.

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1.2. Hopfen-Blechdosen von Joh. Bath & Sohn, Nürnberg

Hopfen-Blechdosen von Joh. Bath & Sohn, Nürnberg
Hopfen-Blechdosen von Joh. Bath & Sohn, Nürnberg

Diese Dosen dienten dem Muster-Versand von Hopfenproben an Brauereien. Sie waren versiegelt und es gab, je nach Probe, verschiedene Größen. Die teilweise schöne graphische Gestaltung diente den Handels-Firmen auch als Werbeträger.

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1.3. Hopfen-Korb

(ohne Abbildung)

Die sogenannte "Hopfen-Metze" diente als Maß für das Pensum des Hopfenpflückers, wonach sein Tagelohn abgerechnet wurde. An Rhein und Maas galt das Heraushängen des Hopfen-Korbes als Zeichen, daß ein neuer Sud im Ausschank war.

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1.4. Das Hopfenmännchen

Teil einer Altarfigur, Holz bemalt, Barock, Nördliches Schwaben
Leihgabe aus Privatbesitz
(ohne Abbildung)

Die Figur hält eine Stange mit Hopfenranke wie sie nach der Ernte im Festzug in die Kirche zum Erntedankfest gebracht wurde. Sie diente als Altarfigur, welche rechts am Altar stand. Sehr wahrscheinlich gab es ein Gegenstück auf der anderen Seite, vielleicht mit einer Ährengarbe.

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1.5. Schöffer, Peter: Humulus hoppen - der Hopfen als Heilpflanze

Kräuterbuch, Mainz 1484, Größe: 250 x 160 mm - Leihgabe aus Privatbesitz

Kräuterbuch, Mainz 1484, Größe: 250 x 160 mm
Leihgabe aus Privatbesitz

Peter Schöffer war Zeitgenosse Gutenbergs und stand ihm als sein Geselle besonders nahe. Das Blatt zeigt eine Hopfenranke mit einem deutsch-lateinischem Text, worin der Hopfen als Heilmittel für verschiedenste Krankheiten angepriesen wird.

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1.6. Bock, Hieronymus: Von Hopffen, ein Kräuterbuch

Kräuterbuch, Straßburg (1586-1596), Größe: 210 x 170 mm, Leihgabe aus Privatbesitz

Kräuterbuch, Straßburg (1586-1596), Größe: 210 x 170 mm
Leihgabe aus Privatbesitz

Der Straßburger Drucker Jos. Rihel schuf dieses Blatt auf dem in deutscher Sprache der Anbau des Hopfens sehr ausführlich beschrieben wird. Er zeigt sowohl den kultivierten, wie auch den wilden Hopfen in seinen Entwicklungsstufen, vom Schößling bis zur erntereifen Dolde.

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1.7. Furter: Hortus sanitatis - Garten der Gesundheit

Basel ca. 1486, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Auf dem Blatt sind zwei Holzschnitte zu sehen, einer davon (links) zeigt eine Hopfenranke. Derselbe Text wie auf dem Blatt von Peter Schöffer, aber da es ja in Basel erschienen war, ist er in "Oberdeutsch" gehalten.

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1.8. Hirth, August/Dufrenes: Hopfenlese

Holzstich koloriert, um 1900, Größe: 240 x 335 mm, Leihgabe aus Privatbesitz

(nach einem Ölgemälde, Breslau), Holzstich koloriert, um 1900, Größe: 240 x 335 mm, Leihgabe aus Privatbesitz

Die Frauen sitzen beim Hofenzupfen in einer Stube, der Tenne im Kreise zusammen. Zwei Männer stehen im Hintergrund, ein anderer schäkert mit einer jungen Frau. Die Abbildung erschien in der Zeitschrift "Meister der Farbe", die zwischen 1904 - 1924 herausgegeben wurde.

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1.9. Der Waag-Schein für den Mischelbacher Hopfen - 1867 besiegelt

Größe: 210 x 160 mm, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Die Waagmeister waren vereidigte Urkundsbeamte, die jeden Kauf mit einem Waag-Schein registrierten. Der erste bekannte Waag-Schein stammt aus dem Jahre 1836 (Stirner Flurgrenze). Die Waag-Scheine waren die Vorläufer der heutigen Siegelurkunden.

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1.10. Offizieller Hopfen-Markbericht von 1885

Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Dieser Börsenbericht wurde an die Brauereien und Hopfenhändler verschickt. Auf dieser Basis fand dann der Handel statt.

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1.11. Der Gesellschafter für die Jugend auf ländlichen Spaziergängen

der Hopfenbau, der Hopfen - Leihgabe aus Privatbesitz

Oeconomisches Bilderbuch oder: historisch-bildliche Darstellung der Landwirtschaft in allen ihren Theilen, Dresden und Leipzig in der Buchhandlung für die Jugend, 1805 - Zweites bis viertes Bändchen aufgeschlagen: der Hopfenbau, der Hopfen, Leihgabe aus Privatbesitz
Dieses Agrar-Lehrbuch für die "gehobenen Stände" stammt vom Beginn des 19.Jahrhunderts. Das sehr kostbare Buch beinhaltet ein drei kleinen Bändchen handkolorierte Kupferstiche, unter anderem den Anbau der Hopfenpflanze.

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1.12. Erste "Brüsseler" Instruktion der Infantin Isabel über den Export von Hopfen aus den spanischen Niederlanden von 1634

In Brüssel gedrucktes Dekret, Leigabe aus Privatbesitz

In Brüssel gedrucktes Dekret (475 x 380 mmm)
Leigabe aus Privatbesitz

Sehr seltenes Blatt, in der Hopfen-Export aus Flandern nach "Frankreich, Lüttich, Köln, Deutschland, Jülich, Kleve und andere neutrale Plätze" geregelt wird. Also wurde bereits Anfang des 17. Jahrhunderts in Köln Hopfen aus dem entfernten Flandern importiert.

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1.13. Hofmann, F.W.: Landwirtschaftliche Schautafel

Litho, Wien 1896, Größe: 350 x 425 mm, Leihgabe aus Privatbesitz (ohne Abbildung)

Diese farbige Schautafel über den Hopfenanbau zeigt die gesamte biologische Entwicklung der Pflanze, vom Setzen der Wurzeln (Fechser), über das Binden der Triebe an den Hopfenstangen, bis zur Ernte. Auch das Innere und der Wildwuchs sind im Bilde dargestellt.

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