Pressespiegel

12.12.2011: Gewagte Kreation - Jetzt gibt es auch Schampus-Bier

02.12.11

von BASTIAN EBEL


Köln – Köbes Andreas Daiser von der Malzmühle hat schon viel serviert in seinem Leben. Aber Bier aus Schampus-Flöten? Und das in einem Brauhaus? Gibt’s wirklich: Am Donnerstag wurde die erste Flasche des „Von Mühlen“, Kölns erstem Schampus-Bier, verkauft.

Über ein Jahr hat Braumeister Andree Vrana an dem Starkbier (7,7 %) getüftelt, ehe er Brauerei-Chefin Melanie Schnell das Ergebnis präsentierte. „Damit will ich Weintrinker wieder zu Biertrinkern erziehen“, sagt der 42-jährige.

Serviert wird in der edlen 0,75 Liter-Flasche für 14,99 Euro. „Die besondere Aufmachung und der Name Feynbier musste sein. Das ’’Y’’ sieht etwas klassischer aus. Das Bier ist aber nicht nur etwas für Schickimickis. Es ist auch als Souvenir oder als Aperitif gedacht“, so Melanie Schnell.

Zwölf Wochen Gärzeit Das neue Schampus-Bier wird mit einer speziellen IOC-Hefe aus der Champagne versetzt und vergärt anders, als beispielsweise Kölsch. Allerdings ist das Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, entfaltet aber durch die Hefe sekttypische Aromen . Dazu ist das Bier cremig und schmeckt fruchtig. Es braucht 12 Wochen, bis es fertig ist.

In der kleinen Malzmühlen-Brauerei am Heumarkt (Kölsch-Marktanteil ca. 1,4 Prozent) ist man sich sicher: „Das könnte der Renner werden.“

Erstmal gibt es Kölns erstes Schampus-Bier in einer kleinen Auflage von 5555 Flaschen. Geschäftsführer Dr. Michael Rosenbaum: „Die nächste Ladung könnten wir zu Karneval verkaufen. Mal sehen, wie es angenommen wird.“


Quelle: www.express.de

25.11.2011: Brauhaus - Ein Riesen-Kessel für das Bier (rundschau-online.de)

18.11.11

Von Bernd Rosenbaum


Die Sanierungsarbeiten an dem denkmalgeschützten Bauwerk an der Kölnstraße gehen zügig voran. Die Brüder Trunz, die das Brauhaus beteiben wollen schauen zuversichtlich auf eine mögliche Eröffnung im Februar.

FRECHEN - Auf einem riesigen Lastwagen kam am Mittwoch in den frühen Morgenstunden das Sudwerk für die neue Brauerei, die zurzeit im alten Frechener Bahnhofsgebäude entsteht. In Millimeterarbeit hievten die Mitarbeiter der Spedition das über eine Tonne schwere Herzstück der Zehn-Hektoliter-Anlage von der Ladefläche in das gläserne Brauhaus. Dort hatten die Glaser eigens noch eine Wand offen gelassen, um die voluminösen Sudkessel aus Edelstrahl ins Gebäude zu bekommen. Wenige Stunden später war der Zugang bereits verschlossen, die fehlende Glasfront schon eingezogen.

Die Sanierungsarbeiten an dem denkmalgeschützten Bauwerk an der Kölnstraße gehen zügig voran. Die Brüder Trunz, die das Projekt gemeinsam auf die Beine stellen und das Brauhaus betreiben werden, sind zuversichtlich, Anfang Februar kommenden Jahres bereits die Einweihung feiern zu können. Allerdings müssen bis dahin natürlich noch viele große und kleine Probleme gelöst werden, wie zum Beispiel die Frage, ob der Schriftzug "Bahnhof Frechen" an der Vorderseite des Gebäudes in Braun oder Anthrazit gestrichen werden soll. "Dafür kommt extra ein Mitarbeiter des Denkmalamtes aus Brauweiler 'raus", erklärt Ralph Trunz und ergänzt erleichtert: "Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung nicht selber treffen muss."


Quelle: www.rundschau-online.de

25.11.2011: "KEIN BALLERMANN-AREAL" Politik will Bier-Bikes verbieten (Express.de)

09.11.11

von Chris Merting


KÖLN – „Das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“. So werben die Betreiber der Bier-Bikes. Laut Ordnungsamtschef Robert Kilp sind an manchen Tagen bis zu zehn dieser Fahrzeuge in Köln unterwegs. „Nicht beschwerdefrei“, so Kilp. Immer wieder gebe es Klagen wegen Lärmbelästigung. Und jetzt wird in Köln auch noch kräftig für Glühwein-Touren geworben.

Für viele Politiker ist das ein Horror. „Neben den öffentlich zelebrierten Saufgelagen an Junggesellenabschieden sind es diese Bier-Fahrten mit all dem Gegröle, die zu einem verheerenden Imageschaden führen“, schimpft der grüne Bezirksbürgermeister Andreas Hupke: „Die Innenstadt darf kein Ballermann-Areal werden. Wir müssen uns gegen diese negativen Tendenzen mit aller Kraft wehren.“

Ein generelles Verbot der Bier-Kutschen ist rechtlich problematisch. So versucht es die Politik mit einem Trick. Ein Antrag in der Bezirksvertretung Innenstadt, für den Hupke auf eine breite Mehrheit baut, sieht folgendes vor: Die Bier-Bikes sollen nur noch mit einer „Sondernutzungserlaubnis“ auf die Straße. Die gibt es – wenn überhaupt – nur gegen Gebühr und Auflagen – etwa ein Altstadt-Verbot.

München hatte die Bier-Bikes bereits untersagt – sie seien nicht verkehrssicher. Auch Düsseldorf hat die fahrenden Tresen verboten. Die Bier-Bike-Betreiber wehren sich juristisch und verweisen auf strenge Verhaltensordnungen für die Partybike-Benutzer. Am 23. November entscheidet das Oberverwaltungsgericht Münster grundsätzlich im Fall Düsseldorf.

Ordnungsamtschef Kilp: „Das wird ein spannender Tag für uns.“


Quelle: www.express.de

25.11.2011: Bestseller-Autor Frank Schätzing beim Kölsch-Konvent (roemerpresse Verlag)

25.11.11

Die Kölsch-Brauer feierten ihren diesjährigen KölschKonvent zusammen mit Bestseller-Autor Frank Schätzing
Die Kölsch-Brauer feierten ihren diesjährigen KölschKonvent zusammen mit Bestseller-Autor Frank Schätzing

Der Kölner Bestseller-Autor Frank Schätzing („Der Schwarm“) war Ehrengast und Festredner des traditionellen Kölsch-Konvents, der am 23. November zum 26. Mal in Köln stattfand. Schätzing sprach vor 180 Gästen aus Politik, Wirt-schaft und Kultur, unter ihnen die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen, Ex-NRW-Innenminister Ingo Wolf sowie der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. Schätzing setzte sich in seiner humorvollen Rede mit den Er-wartungen an die Zukunft auseinander und erläuterte, warum Prognosen weitgehend sinnlos und Zukunftsängste unangebracht sind - und natürlich, warum man Kölsch auch auf dem Mond trinken wird.

Heinrich Becker, Vorsitzender des Kölner Brauereiverbandes, würdigte in sei-ner Begrüßungs-Ansprache die Bedeutung der Kölsch-Konvention, auf die sich die damals 24 Kölschbrauereien im Jahr 1985 verständigt hatten. „Mit Kölsch trinkt man ein Stück kölsche Seele.“ Der Kölsch-Konvent erinnert seitdem alljährlich an dieses in der Geschichte des Bieres einmalige Dokument.

Quelle: roemerpresse, Tel. (0221) 912 6000, Mail: redaktion@roemerpresse.de

14.10.2011: Bayernzelt, Motto-Partys – Köln feiert Oktoberfest Wiesn-Gaudi am Rhein (Bild.de)

22.09.2011

Von C. GISSIBL und S. TEWS

Köln - „O‘zapft is in Kölle“.

Am Samstag startete die siebte Auflage vom „1. Kölner Oktoberfest.“ Bis zum 8. Oktober können im Festzelt am Südstadion bis zu 3000 Leute gleichzeitig an den Wochenenden abfeiern.

Für Stimmung auf den über 3000 m² sorgen Top-Musiker wie Brings, Jürgen Drews und Olaf Henning. Dazu gibt‘s Haxen, Weißwürste und Kölsch aus 0,3 Liter-Krügen.

Um 16.30 Uhr wird Ex-OB Fritz Schramma (64) die Riesen-Gaudi mit dem obligatorischen Fassanstich eröffnen. Karten gibt‘s für 24,50 Euro (Infos: www.koelner-oktoberfest.de).
Auch im Rest von Köln grassiert die Wiesn-Gaudi!

Vom 30. September bis zum 2. Oktober wird auf der MS RheinFantasie und der MS RheinEnergie gefeiert. Abfahrt ist jeden Abend 20 Uhr an der Anlegestelle Köln Altstadt/Rheingarten (Einlass ab 18 Uhr). Karten kosten 20 Euro.

In der Ring-Disco „Klapsmühle“ wird‘s am 7. und 8. Oktober bayrisch. Für 6 Euro Eintritt gibt‘s Stimmung wie auf der Wiesn, Maßbier (8 Euro) und Brezeln (1,50 Euro). Gäste in Trachtenoutfit erhalten ermäßigten Eintritt.

Im Studenten-Club „Das Ding“ findet schon am Sonntag, 25. September, ein Oktoberfest statt. Die ersten 200 Gäste erhalten sogar einen Oktoberfest-Hut gratis.

Und auch im Gaffel am Dom ist Wiesn-Gaudi angesagt. Von morgen (Fassanstich 18 Uhr) bis zum 2. Oktober gibt‘s jeden Tag Musi und Radi. Der Eintritt ist frei. Gäste in Lederhose und Dirndl bekommen ein Glas Kölsch aufs Haus.

Quelle: www.bild.de

20.09.2011: Kölner Lichter mit Kölsch statt Pils (ksta.de)

13.09.11

Kaum ist das Feuerwerk vorbei, wird schon die nächste Ausgabe geplant: Der Vorverkauf zu den Kölner Lichter am 14. Juli 2012 hat begonnen. Außerdem sorgt der neue Werbepartner Früh dafür, dass es im kommenden Jahr endlich Kölsch zu den Kölner Lichtern geben wird.

Die elfte Ausgabe der Kölner Lichter ist knapp zwei Monate vorbei – doch wird schon ins nächste Jahr geblickt. Der Vorverkauf für die Kölner Lichter am 14. Juli 2012 hat begonnen, ab sofort sind über 8000 Schifffahrt-Karten im freien Verkauf. Außerdem gibt es Tickets für die Domblick-Terrasse, den Hohenzollern-Balkon und die Früh-Tribüne. Apropos Früh: Die Kölsch-Brauerei und die Kölner Lichter kooperieren von nun an. „Es war uns immer ein Dorn im Auge, dass eine der größten Veranstaltungen in Köln ohne Kölsch stattfindet“, sagt dazu Früh-Chef Alexander Rolff. Bislang wurde bei dem Feuerwerk-Spektakel Pils ausgeschenkt. Auch Werner Nolden, Veranstalter der Kölner Lichter, sagt: „Das ist ein langgehegter Wunsch vieler Gäste gewesen: Kölsch bei den Kölner Lichtern.“

Insgesamt ist Nolden zur Zeit sehr zufrieden: Eine von ihm in Auftrag gegebene und von You-Gov durchgeführte Umfrage ergab: Die Kölner Lichter haben in der Stadt einen Bekanntheitsgrad von 100 Prozent; 95 Prozent der Befragten bewerten das Hauptfeuerwerk – nach Schulnoten – als gut bis sehr gut. Ein Kritikpunkt sind die Toiletten und deren Erreichbarkeit. Daran soll im nächsten Jahr etwas geändert werden. Außerdem soll nach einem Vorschlag des Ordnungsamtes das Bühnenprogramm im Tanzbrunnen noch um eine halbe Stunde nach hinten verlängert werden, um so die Situation am Deutzer Bahnhof zu entspannen.

Chefpyrotechniker Georg Alef verriet, dass er mit Blick auf Kölns künftige Partnerstadt Rio de Janeiro neben einem bereits angekündigten chinesischen Feuerwerk auch mit lateinamerikanischen Rhythmen liebäugelt. „Aber lassen Sie uns die Überraschung!“

Quelle: www.ksta.de

20.09.2011: Kölsch zwischen Tradition und Moderne (rundschau-online.de)

23.08.11

Von Susanne Happe


Die Lust auf Kölsch ist ungebrochen: In diesem Jahr werden die Brauereien mehr produzieren als 2010 (Foto: Schmülgen)
Die Lust auf Kölsch ist ungebrochen: In diesem Jahr werden die Brauereien mehr produzieren als 2010 (Foto: Schmülgen)

KÖLN - Die Kölner sind dem Kölsch treu. Versuchungen von außen können ihnen nichts anhaben. Was hier durch die Kehlen rinnt, das ist beim Fassbier fast zu 100 Prozent Kölsch, beim Flaschenbier immerhin noch zu 60, 65 Prozent, versichert Heinrich Becker, Vorsitzender des Kölner Brauerei-Verbands. Natürlich, so Becker, versuchten schon mal Unternehmen von außen Kölsch-Brauereien zu schlucken, aber glücklicherweise sei dazu derzeit niemand bereit: „Damit bleibt ihnen der Markt verschlossen“, berichtet der Verbandschef nicht ohne Zufriedenheit.

Gleichwohl sprießen auch hier immer wieder kleine Kölsch-Sorten aus dem Boden, die teils nur in wenigen Kneipen zum Ausschank kommen und natürlich besonders junge Leute anziehen sollen. Darüber hinaus versucht man, sich abzuheben, modern zu sein, aus dem üblichen Rahmen der braunen Kölsch-Flaschen zu fallen. Sion hat vor kurzem eine Werbeoffensive mit neuer Flasche („perfekte Vereinigung von Tradition und Moderne“) und direkt aufgedrucktem Logo gestartet und feiert gleich eine neue 0,25 Liter Flasche als „neuen Star im Kölner Nachtleben“. Klarglasflaschen sind in Mode wie etwa beim neuen DuMont-Kölsch, aber auch bei Sünner, Gaffel oder Reissdorf ebenso wie ausgefallen „gestylte“ Etiketten.

Jeder versuche eben, seine Eigenständigkeit deutlich zu machen. Dass man seine Marke „marketingmäßig begleiten muss“ sei allen, auch den etablierten Marken klar, sagt Becker. Beim Bierausstoß haben die kleinen Kölsch-Sorten allenfalls einen ganz geringen Anteil, deshalb werden sie von den großen Brauereien auch mit Gelassenheit betrachtet.

Auch die Erfrischungsgetränke wie die Fassbrause von Gaffel, der in diesem Jahr dann die des „Haus Kölscher Brautradition“ (früher: Kölner Verbund) folgte, sind bei jungen Leuten höchst beliebt. Dennoch bleibt der Marktanteil dieser Mischgetränke mit zwei bis drei Prozent relativ klein. Viel schlimmer ist, dass der verregnete Sommer den Kölsch-Absatz verhagelt hat. Die Monate Juni und Juli (minus ein und minus zwei Prozent) sind für die Brauereien „miserabel“ gelaufen. Dennoch rechnet Becker im laufenden Jahr mit einem stärkeren Ausstoß als 2010.

Da waren es 2,06 Millionen Hektoliter, in diesem Jahr werden es vermutlich 2,2 Millionen Hektoliter sein. Im nächsten Jahr müssen sich Kölsch-Freunde vermutlich mit einer Preiserhöhung anfreunden. „Viele wollen erhöhen“, weiß Brauerei-Verbands-Vorsitzender Becker. „Das ist seit drei Jahren nicht mehr geschehen. In dieser Zeit haben sich aber die Rohstoffkosten für Malz und Hopfen fast verdoppelt.“


Quelle: www.rundschau-online.de

05.09.2011: Wer brät die leckerste Wurst, wer zapft das günstigste Bier? (Exress.de)

13.08.2011

Eine leckere Bratwurst, dazu ein kühles Stadionbier – so lässt sich selbst der schlimmste Grottenkick ertragen. Millionenfach gehen Wurst und Bier jede Saison über die Tresen der Bundesliga-Klubs.

Wenn man dem Test des Fachmagazins „Grillen“ (Mai-Ausgabe) glauben darf, dann ist die Wurst im Bremer Weserstadion die Beste in der Bundesliga. Doch die regionalen Unterschiede machen einen objektiven Test schwierig. Konsistenz, Aussehen, Form und Würzung unterscheiden sich von Stadion zu Stadion.

In Nürnberg bekommen Gäste traditionell drei kleine Würstchen zu ihrer Semmel. Die Standbetreiber in der Münchener Allianz Arena verkaufen ihre Grillwurst mit knallroter Pelle. In Kaiserslautern lassen sich die Besucher auch mal eine Pferdewurst schmecken.

SC Freiburg
Bratwurst 2,50 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,00 Euro

FC Schalke 04
Bratwurst 2,50 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,20 Euro

FSV Mainz 05
Bratwurst 2,90 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,25 Euro

Hertha BSC Berlin
Bratwurst 3,00 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,40 Euro

Bayer Leverkusen
Bratwurst 2,70 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,40 Euro

1. FC Nürnberg
Bratwurst 2,70 Euro
Bier (in Euro pro Liter) 7,50 Euro

Borussia Mönchengladbach
Bratwurst 2,50 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,50 Euro

FC Augsburg
Bratwurst 3,50 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,50 Euro

VfL Wolfsburg
Bratwurst 2,50 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,50 Euro

Werder Bremen
Bratwurst 2,80 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,60 Euro

Hannover 96
Bratwurst 2,70 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,60 Euro

TSG Hoffenheim
Bratwurst 2,90 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,75 Euro

1. FC Köln
Bratwurst 2,90 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 7,80 Euro

VfB Stuttgart
Bratwurst 3,00 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 8,00 Euro

Hamburger SV
Bratwurst 3,00 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 8,00 Euro

Borussia Dortmund
Bratwurst 2,50 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 8,00 Euro

FC Bayern München
Bratwurst 3,50 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 8,00 Euro

1. FC Kaiserslautern
Bratwurst 2,60 Euroc
Bier (in Euro pro Liter) 8,35 Euro

Würstchen-Uli hält sich raus
Die günstigste Wurst haben in dieser Saison gleich fünf Bundesligisten im Angebot. In den Stadien von Wolfsburg, Dortmund, Schalke, Gladbach und Freiburg geht sie für 2,50 Euro über den Tisch. Die teuerste Wurst gibt es in Bayern: Sowohl beim FC Augsburg als auch beim FC Bayern bezahlen Zuschauer 3,50 Euro.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß, hält sich aus dem Geschäft mit der Stadionwurst heraus. Die „Nürnberger“ aus der von Hoeneß mitgegründeten Fabrik gibt es in keinem Stadion - die Trennung von Fußball und privatem Unternehmen gehört zu seinen Grundsätzen.

Im Breisgau ist das Bier am Günstigsten
Beim Stadionbier gehen die Vereinsphilosophien noch weiter auseinander. Verehrung oder auch Verachtung des regionalen Gebräus nehmen bei einigen Fans fast religiöse Züge an. Während bei den Teams im Norden vor allem herbe Biersorten ausgeschenkt werden, stehen für Fans im südlichen Teil des Landes vor allem Bierarten wie Helles und Weizenbier zur Auswahl. In Köln geht selbstverständlich Kölsch über die Theke, aber auch Pils steht im Angebot

Das billigste Stadionbier gibt es beim SC Freiburg für 7 Euro pro Liter zu kaufen. Das teuerste Gebräu mit 8,35 Euro je Liter bietet der 1. FC Kaiserslautern an. Ausgeschenkt wird nicht im Maßkrug, sondern in kleineren Plastikbechern.
Welches Bier am besten mundet, das liegt wohl im Auge des Betrachters

05.09.2011: Belgischer Bier-Konzern AB Inbev auf Vormarsch (Bild.de)

12.08.2011

Zwischen dem deutschen Bier-Marktführer Oetker (Radeberger, Jever, Schöfferhofer) und dem belgischen Brauereiriesen AB Inbev (mit den deutschen Marken Beck's, Hasseröder, Franziskaner) tobt der Bier-Krieg!

Das berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Das Ziel der AB Inbev: Mit Beck's & Co. die Oetker-Gruppe vom deutschen Bier-Thron stoßen!

Radeberger hatte mal das ehrgeizige Ziel, 20 Prozent Marktanteil zu erreichen – musste das aber aufgeben. Im Gegenteil: Der Marktanteil der gesamten Oetker-Gruppe sinkt seit Jahren und wurde 2010 auf ungefähr 12 Prozent geschätzt.Der Konkurrent ist auf den Fersen. Im Interview mit der FTD sagt Inbev-Manager Chris Cools (44): „Bis 2013 werden wir versuchen, unseren Marktanteil auf 11 Prozent zu steigern.“

Das soll allerdings nicht durch Zukäufe von neuen Marken geschehen, sondern durch den Ausbau bestehender Biersorten.

Vor gut zwei Jahren hieß es noch, dass AB Inbev die deutsche Beck's-Tochter abstoßen will – dieses Jahr ist das Marketingbudget des Konzern für den deutschen Markt zweistellig gestiegen!

Schon 2010 gab's eine Marketing-Offensive von Beck's in deutschen Städten.
Neue Produktlinien wie „Beck's Lime“ oder das leichtere „Hasseröder 4“ haben dem Konzern in Deutschland ein Absatzplus von 6 Prozent im ersten Halbjahr beschert.

Der Konzern verdiente bei einem Umsatz von 9,95 Milliarden Euro satte 1,45 Milliarden Reingewinn – und das bei strauchelnden Kernmärkten USA und Südamerika.

An der positiven Entwicklung war auch der chinesische Markt beteiligt: Im Riesenreich ist im zweiten Quartal dieses Jahres 12 Prozent mehr Bier getrunken worden.

05.09.2011: Wie viel Kölsch trinken wir eigentlich? (Express.de)

Von PHILIPP J. MECKERT

Auf einem Bein kann man nicht stehen, alle guten Dinge sind drei, ein Auto braucht vier Räder... Süffisante Ausreden, es an der Theke nicht bei nur einem Kölsch zu belassen, gibt’s jede Menge.

Und das nicht nur in Köln, sondern jetzt auch in den USA, wo der Durst nach dem Obergärigen („Two Kölsch, please!“) die Absatzmenge vervielfacht hat und bereits bei 450.000 Litern Gaffel pro Jahr liegt. 450.000 Liter? Klingt viel. Für Amerika. Für Köln sind das Peanuts, ja Schlückchen. Glauben Sie nicht?

Allein das „Früh“ am Dom schenkt bis zu 60.000 (!) Glas Kölsch täglich ein. Bei der Zahl von fünf Millionen Stück pro Jahr könnte man hochrechnen: Das Altstadt-Brauhaus ist Amerika-Absatz mal zwei!

Wolfgang Gilbert, Frührentner: „Ich trinke Kölsch am liebsten zu einem guten Essen und in Begleitung. Da liegt der Durchschnitt bei drei Gläsern am Tag. Am Wochenende kann es etwas mehr sein, da summiert sich das im Schnitt auf fünf Stück täglich.“

Beim Karneval wird es dann richtig heftig: Normalerweise konsumiert Köln rund 21 Millionen Liter Kölsch pro Monat. Aber während des Straßenkarnevals kippen sich die Pappnasen mehr als 30 Millionen Liter – 150 Millionen Gläser – hinter die Binde. Macht ganz Amerika mal sechsundsechzig! Und das an nur fünf Tagen. Allein bei der legendären Weiberfastnachtsparty im „Heising & Adelmann“ sind schon mittags mehr als 10.000 Gläser geext.

Quelle: www.express.de

10.08.2011: Bier her! Das Ende der Durststrecke (EXPRESS)

29.07.2011

Von JÖRG PHILIPPI-GERLE und MARIE SCHÄFERS

Statt ein kühles Blondes in der Kneipe zu genießen, greifen die Biertrinker immer mehr zur Flasche – vom Büdchen oder aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Wiesbaden/Berlin –

Prost! Wir haben wieder Lust auf Bier. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der Bierabsatz erstmals seit Jahren im ersten Halbjahr 2011 wieder gestiegen, verzeichnete ein Plus von einem Prozent. Die deutschen Brauereien setzten 49,5 Millionen Hektoliter ab. Es läuft wieder für den Gerstensaft.

Erheblichen Anteil an dem „bierischen“ Auftrieb haben die Mixgetränke. „Die eröffnen uns neue Kundensegmente, die zu den normalen – leider immer weniger werdenden – Biertrinkern dazu stoßen“, sagt Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes.

1,6 % Wachstum bei Limo-Mischungen konnten die Brauer allein verzeichnen. „Vor allem Jugendliche und Frauen werden angesprochen“, sagt Hahn. Die neuen Absatzzahlen verschaffen der Branche Luft. „Die Demografie spielt eigentlich gegen uns, außerdem die gesellschaftlichen Veränderungen“, sagt Hahn. „In Firmen und auf Baustellen ist der Bierkasten eben nicht mehr obligatorisch.“ Noch kann die Branche das mit Innovationen wie den Mixgetränken ausgleichen oder – wie jetzt – sogar toppen.

Quelle: www.express.de

21.07.2011: Da Vincis Abendmahl auf Kölsch - (ksta.de)

Von Jürgen Kisters, 07.07.11

Gastronom Helmut Gymnich weiß, dass es nicht reicht, einfach nur Getränke auszuschenken. In seiner Kneipe entsteht eine neue Version von Leonardo da Vincis Abendmahl - auch Kellner Max ist darauf verewigt.

Innenstadt - Seit 47 Jahren gibt es die Kneipe Balthasar an der Neusser Straße. Eine unscheinbare Gaststätte, deren größte Auffälligkeit einst darin bestand, 23 Stunden am Tag geöffnet zu sein. Fast 20 Stunden Öffnungszeit sind es auch heute noch. Aber ansonsten macht der Ort seit vier Jahren eine stetige Verwandlung durch. Seit Helmut Gymnich als Wirt hinter der Theke steht. Der ehemalige Besitzer der Kneipe "Stüsser" ist als Gastronom ein alter Hase. Und daher weiß er, dass es in der heutigen Genusskultur nicht mehr ausreicht, einfach nur ein Bier und einen Schnaps auf die Theke zu stellen.

"Spätestens mit dem Rauchverbot und der Entstehung neuer Raucherclubs hat sich die Kneipenlandschaft grundlegend verändert. Die Zeit der typischen Gedeck-Trinker und Raucher ist heute vorbei. Es gibt immer weniger von ihnen; sie sterben im wahrsten Sinne des Wortes aus", erläutert er. "Allein Kneipen mit einer speziellen Geschichte und einem besonderen Ambiente gelingt es, regelmäßige Besucher an sich zu binden."

Musiker-Treffpunkt
Und so machte Gymnich in den vergangenen Jahren aus dem Balthasar nicht nur einen Ort regelmäßiger Livemusik und einen Musiker-Treffpunkt. Er dachte sich darüber hinaus eine optische Umgestaltung aus, in deren Mittelpunkt das große Wandgemälde eines "Abendmahls auf Kölsch" stehen soll. Der erste, noch relativ kleine Teil der groß angelegten Bildkomposition wurde gerade von Künstler "Pico" Wolfgang Hofmann fertiggestellt. Zwischen Kölsch und Halven Hahn sind darauf der Wirt Helmut Gymnich in der Gestalt des Hänneschen, seine Tochter Jeannette als Bärbelchen und der Kellner Max zu sehen.

"Wer das Balthasar regelmäßig besucht, weiß, warum er auf dem Bild Würfel und Bierdeckel in der Hand hält", sagt der 1952 in Alzei geborene Hofmann. Seit mehr als 30 Jahren lebt er inzwischen in Köln. Die Aufgabe, Leonardo da Vincis berühmtes Abendmahl-Gemälde aus der Sixtinischen Kapelle in Rom in eine kölsche Version zu übertragen, reizt den gelernten Bühnenbildner (Jahrgang 1952) sehr. Nicht nur, weil er eine Zeit lang in Rom lebte, und er Da Vincis Wandgemälde daher bestens kennt. Sondern auch, weil es für ihn eine ganz besondere Herausforderung ist, die Personen aus der Umgebung in der eigenen Stammkneipe bildnerisch zu verewigen.

In zunächst beiläufigen Gesprächen mit dem Wirt bekam das Projekt für ihn allmählich immer mehr Gestalt. Die ursprüngliche Idee zum Abendmahl-Motiv stammte von Gymnich. Und der Bühnenbildner überzeugte ihn davon, das Gemälde nicht direkt auf die Wand, sondern auf Leinwand zu malen. Gymnich dachte zunächst noch an eine malerische Ausführung des Bildes durch mehrere Künstler. Doch bald stand fest, dass sie zugunsten des bildnerischen Gusses in einer künstlerischen Hand bleiben müsse. "Die übrigen Personen werden in den kommenden Monaten gemalt", sagt Hofmann.

Angelehnt an Da Vincis weltberühmtes Werk vom Ende des 15. Jahrhunderts werden einige Originale aus dem Viertel die Stellen der Apostel auf dem historischen Gemälde einnehmen. Außerdem Musiker wie Lars Breuer, King Size Dick und Detlev Lauenstein, die das Balthasar regelmäßig besuchen.

Quelle: www.ksta.de

21.07.2011: Wo prickelt es am günstigsten? Wo prickelt es in Deutschland am günstigsten? - (Bild.de)

04.07.2011

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hat den Weizenbier-Index aufgestellt – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Der Vergleich in acht Regionen – Deutschlands beliebteste Feriengebiete – zeigt: Nicht etwa in Bayern ist der Preis für ein Hefeweizen am höchsten. Das teuerste Blonde gibt's auf der Nordseeinsel Sylt: 5,26 Euro.

Für etwa die Hälfte des Preises gibt's das Bier in der Fränkischen Schweiz.

Der Bundesdurchschnitt liegt bei 3,50 Euro. Erstaunlich: Im sonst so teuren München zahlt man nur 27 Cent mehr.

Laut „FAS“-Recherchen gibt es beim Weizenbier-Preis ein West-Ost- und Nord-Süd-Gefälle. Weitere Erkenntnis: Auf dem Land ist das Bier generell günstiger als in Ballungsräumen.

NOCH EIN BLICK INS AUSLAND

Weizen als Importbier ist offenbar ein echtes Luxusgut.
So verlangt das Badrutt's Palace Hotel in St. Moritz laut „FAS“ schlappe 18 Euro für einen halben Liter...

Quelle: www.bild.de

21.07.2011: Das sind die besten Brauereien des Jahres - (Express.de)

01.07.2011

Wer braut das beste Bier? Jetzt hat das Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 18 deutschen Brauereien den Bundesehrenpreis verliehen.

Dies ist die höchste Auszeichnung, die deutsche Brauereien erreichen können.
Die Kölsch- und Alt-Hersteller gingen übrigens leer aus. Die beste Brauerei ist die Biermanufaktur Engel aus Crailsheim.

„Die Qualitätsbrauereien Deutschlands, und insbesondere auch viele kleine und mittelständische Brauereien, stehen für eine Genusskultur, die weltweit ihresgleichen sucht“, sagte Dr. Gerd Müller, Parlamentarische Staatssekretär. „Der vom Deutschen Brauer-Bund kreierte Leitspruch: 'Bier ist rein - Bier ist Genuss - und Bier ist Deutschland' trifft hundertprozentig zu. Gerade was die Reinheit des Produktes betrifft, muss immer wieder an das deutsche Reinheitsgebot für Bier erinnert werden", so Müller in seiner Rede.


Die seit 2008 jährlich verliehene Auszeichnung ist ein Beleg für den hohen Qualitätsstandard deutscher Biere. Jedes zur Prüfung eingereichte Bier wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) einer analytischen und sensorischen Fachbewertung unterzogen.


Ausgezeichnet werden die Brauereien, die mit ihren Bieren in der DLG-Qualitätsprüfung des jeweiligen Jahres eine besonders gute Gesamtleistung erzielen.

Quelle: www.express.de

21.07.2011: Das New Yorker Bier des Sommers - (Ksta.de)

29.06.11

Nicht zuletzt dank des Lobes von Gastro-Kritikern schwört „Big Apple“ immer mehr auf das Kölner Obergärige: Mittlerweile gibt es Kölsch an mehr als 80 Orten in New York. Alleine Gaffel setzt mittlerweile 450.000 Liter in den USA ab.

Köln/New York - Nur das Glas ist ihm ein wenig zu grazil, ansonsten ist Eric Asimov rundherum begeistert. Der Restaurantkritiker der „New York Times“ hält Kölsch für das ideale Sommerbier. Schmissig sei es, wundervoll erfrischend, hell, fruchtig, leicht bitter, ein Fest für die Sinne und dabei außergewöhnlich wohltuend, schreibt er in einer Kolumne. Bei einer derartigen Lobeshymne scheint es nicht verwunderlich, dass sich allein der Absatz von Gaffel in den vergangenen drei Jahren in den USA von 140.000 auf 450.000 Liter verdreifacht hat.

Mittlerweile wird Kölsch in mehr als 80 Restaurants, Bars, Kneipen, Supermärkten und Shopping Malls am Big Apple angeboten, darunter im MoMa, im Waldorf Astoria und im Rivington Hotel sowie im Strandclub Water Taxi Beach am Hudson River. Michael Momm, der die beiden Loreley-Biergärten an der Lower East Side und im Brooklyner Stadtteil Williamsburg betreibt, erklärt den New Yorkern, was in Köln jeder weiß: Kölsch muss schnell getrunken werden, und dass leere Stangen in kölschen Brauhäusern so lange automatisch gefüllt werden, bis der Gast abwinkt.

Neben Gaffel ist Eric Asimov bei seiner Kölsch-Recherche noch auf Sünner und Reissdorf gestoßen. „Dass Kölsch in der »New York Times« so positiv bewertet wird, freut uns natürlich und ist eine Auszeichnung unserer Braukunst“, sagt Gaffel-Gesellschafter Heinrich Philipp Becker. „Gerade in Amerika hat sich eine interessante Bierkultur der Micro Breweries entwickelt, so dass uns eine solche Erwähnung vor den lokalen amerikanischen Marken besonders stolz macht.“

Quelle: www.ksta.de

21.07.2011: New York Times: Kölsch ist das Bier des Sommers - (Express.de)

29.06.2011
Köln – Wenn im Sommer die Temperaturen in die Höhe klettern und wir uns im Büro zu Tode schwitzen, dann gibt es fast nichts Schöneres als ein kühles Kölsch zum Feierabend. Das kann was!

Und wer hätte das gedacht: Auch die Amis stehen drauf! Der Gastro-Kritiker der New York Times, Eric Asimov, hat Kölns beliebten Gerstensaft zu seinem Bier des Sommers gekürt.
Er schreibt: „Ich habe ein Bier gefunden, das geradezu ideal für heißes Wetter ist: Kölsch!” Was dann folgt, ist eine Lobeshymne, die einem jeden Kölsch-Fan ans Herz geht:
„Kölsch ist ein wunderbar erfrischendes helles Bier, vollmundig ohne sich in seinem Geschmack zu sehr aufzudrängen. Vom ersten Duft des malzigen Aromas über den wunderbar fruchtigen, leicht bitteren Geschmack im Mund, bis hin zu dem belebenden Gefühl nach dem ersten Schluck – ein gutes Kölsch bietet eine außergewöhnlich wohltuende Reise für die Sinne.”
Eric Asimov hat sich in New York auf die Suche nach unterschiedlichen Kölsch-Sorten gemacht. Gefunden hat er Gaffel, Reissdorf und Sünner. Sein Favorit: Ganz klar, Gaffel! In diesem Sinne: Prost!

Quelle: www.express.de

21.07.2011: Jungfrau übernimmt die Traditionskneipe - (Express.de)

24.06.2011

Köln –Eine Jungfrau als neuer Chef des altehrwürdigen Sion-Brauhauses an der Unter Taschenmacher?

Wenn das der Vater des Kölsch-Bieres, Hans Sion, wüsste! Der kölsche Braumeister hatte die Traditionskneipe (seit 1318) nach dem 2. Weltkrieg übernommen. Und jetzt soll dieses Stück Kölner Stadtgeschichte von einer jungen Dame geführt werden? Nein, gewiss nicht! Bei der Jungfrau handelt es sich nämlich um niemand Geringeren als Renè Sion, der im diesjährigen Dreigestirn die Jungfrau gab.

„Ich denke, damit hätte sich Großvater abfinden können“, so der Enkelsohn. Nach über 30 Jahren Lokal-Verpachtung ist es wieder in Familienbesitz.

„Es war mir eine Herzensangelegenheit“, sagt der neue Betreiber, der Innovation mit Tradition kombinieren will. „Wir werden keinen Komplettumbruch vollziehen, aber ändern wird sich etwas.“ Das Personal braucht sich keine Sorgen zu machen.

Renè Sion, Vater von sieben Töchtern, hat nun ein weiteres Kind dazugewonnen. „Die Adoption unseres Brauhauses war eigentlich schon für den 24. März geplant“, verrät er. Da wäre sein Großvater nämlich 100 Jahre alt geworden.

„Doch es kam ja was dazwischen, aber nun hat es ja doch geklappt“, spielt er auf sein Karnevalsengagement an. Hauptsache, es heißt nun wieder: Wo Sion draufsteht, ist auch Sion drin!


Quelle: www.express.de

30.06.2011: Kölsch dringt ins Alt-Bier-Land vor

18.06.2011

Es ist wie eine Invasion ins Feindesland!
Kölsches Bier dringt nach Düsseldorf vor. Und irgendwie kann sich die Landeshauptstadt von NRW nicht so richtig wehren. Gegenangriffe des Düsseldorfer Alt-Biers werden an den Grenzen der Domstadt Köln erfolgreich abgeschmettert.

BIER-KRIEG AM RHEIN!
Kaum eine Zwietracht zwischen zwei deutschen Städten wird so gepflegt wie die zwischen Köln und Düsseldorf: Die Kölner rufen beim Karneval „Alaaf“, die Düsseldorfer „Helau!“. Köln hört die Rockband „BAP“, Düsseldorf die Punk-Musik der „Toten Hosen“. Und: Die Kölner trinken Kölsch, die Düsseldorfer Alt.

Einer der Anführer des Kölner Bier-Angriffs auf die benachbarte Rheinmetropole ist die Früh-Brauerei. Die platzierte großflächig Plakate in der Düsseldorfer Innenstadt, auf denen ein leer getrunkenes Glas Kölsch zu sehen ist, und dazu der Spruch: „Bevor es Alt wird“. Zum Schrecken der Alt-Bier-Brauer steigt inzwischen der Kölsch-Absatz in Düsseldorf. Offensichtlich gibt es Überläufer, die das Gebräu des Erzfeindes kaufen. Sogar eine Kölsch-Kneipe läuft seit einigen Jahren erfolgreich in der Landeshauptstadt, das „Eigelstein“ Dass ein Kölner hingegen in seiner Heimatstadt zum Alt-Bier-Trinken verführt wird, ist eher unwahrscheinlich – denn der dunkle, obergärige Saft der Nachbarstadt ist hier schlicht schwer zu bekommen.

Jedoch: Bis ins Herz des Alt-Konsums lässt Düsseldorf den Feind nicht vordringen: Die „Eigelstein“-Wirte wollten ihr Bier auf der Düsseldorfer Rheinkirmes anbieten. Das sorgte für Aufregung, sogar in den lokalen Medien. Am Ende wurden die Gastronomen einfach abgeschmettert. Wahrscheinlich nur ein Etappen-Sieg, doch ganz so leicht lässt sich die Alt-Bier-Stadt nun doch nicht erobern...

Quelle: www.bild.de

03.06.2011: Lommi bricht mit der Tradition (Express.de)

von Von BASTIAN EBEL

Köln – Seit 59 Jahren gibt es in Deutz ein Gesetz: Wer in der Kult-Kneipe Lommerzheim an einem Dienstag ein Kölsch zischen will, steht vor verschlossenen Rollladen.

Doch jetzt wird die Tradition gebrochen - ein einziges Mal, aus gutem Grund: Am Dienstag gehen alle Einnahmen an die Kinderonkologie der Uni.

Wirt Glitscher und sein Team treten unentgeltlich an, Künstlerin Sabine Hesse verlost ein Bild, und Tommy Düx sowie „De Familich“ singen dazu. „Das Bier wird von Päffgen gespendet. Hoffentlich wird viel bestellt, damit die Pänz was davon haben“, hofft Frank Glitscher.

03.06.2011: Platz für 7,5 Millionen Gläser Kölsch (rundschau-online.de)

von Von Anne Richter, 20.05.11

Wie ein überdimensionierter Sektkelch steht der Wasserturm auf dem Gelände des Chemieparks Knapsack. Wie er aus der Nähe und von innen ausschaut, das konnten die Teilnehmer des Nachbarschaftsdialogs mit dem Thema „Wege des Wassers“ erleben.
HÜRTH -

Regelmäßig laden die Betreiber des Chemieparks die Anwohner hinter die Werkstore ein, um den Nachbarn die Arbeitsabläufe zu zeigen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Diesmal nahmen rund 40 Interessierte das Angebot wahr, zahlreiche Standortleiter verschiedener Firmen standen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Helmut Weihers, Geschäftsführer des Chemieparkbetreibers Infraserv, begrüßte die Gäste, bevor Volkhard Pieper von den Ver- und Entsorgungsbetrieben einen kurzen Vortrag über den Umgang mit Wasser auf dem weitläufigen Gelände hielt. Er erklärte, wie das Wasser von Brunnenanlagen bei Dirmerzheim seinen Weg nach Knapsack nimmt, wie die breiten Rohrleitungen verlegt werden und wie die Abwässer nach der Benutzung wieder gereinigt werden.

Ressourcenschonung, so betonte Pieper, werde dabei groß geschrieben. Das Wasser in den Kühlkreisläufen werde beispielsweise rund 60-mal genutzt, bevor es verloren gehe. Das sei durch gezielte Zugabe verschiedener Chemikalien möglich. Auch die Qualität des Wassers stehe unter ständiger Kontrolle, das Wasser im Turm sei Trinkwasser.

Nach dem Vortrag ging es mit einem Bus auf das Gelände, um ausgewählte Stationen aus der Nähe zu betrachten. Die Fahrtwege nutzte Thomas Kuhlow, Kommunikationschef bei Infraserv, um den Aufbau des Standortes zu erklären und allerlei Hintergrundinformationen zu liefern. Beeindruckend war für viele der Blick in den Wasserturm, der bis zu 1500 Kubikmeter fasst - oder 7,5 Millionen Gläser Kölsch, wie Pieper anschaulich erklärte. Das eigentliche Wasser war zwar nicht zu sehen, wohl aber das gigantische Rohr für den Zu- und Ablauf. Mindestens 1100 Kubikmeter Wasser seien immer im Turm, so Pieper, um im Notfall Reserven zu haben.

Nächster Halt war einer der Kühltürme, wo das Wasser die aus den Produktionsprozessen aufgenommene Wärme wieder abgibt. Mit einem großen Ventilator wird dort Luft zugeführt und das Prinzip der Verdunstungskälte genutzt.

Zuletzt erklärte Pieper vor Ort, wie in den zwei Abwasseranlagen das Wasser gereinigt wird, bevor es wieder eingeleitet werden darf. Den Schlusspunkt bildeten ein Imbiss in der Verwaltung und eine Verlosung. Die nächste Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen wird es voraussichtlich im September beim Tag der offenen Tür geben.

03.06.2011: Preis der Wiesn-Maß schäumt über 9 Euro! (Bild.de)

Diverse Zusatzkosten zwingen die Festwirte zu neuen Kalkulationen

München – Erst Ende Mai/ Anfang Juni wird die Stadt den Bierpreis für das Oktoberfest 2011 bekanntgeben, das am 17. September beginnt und bis zum 3. Oktober dauert. Doch die Wiesn-Besucher müssen mit größter Wahrscheinlichkeit mit einem neuen Preis-Rekord rechnen.


Wie BILD erfuhr, wird die Wiesn-Maß heuer erstmals die 9 Euro Grenze erreichen und sogar überschreiten. Die Preise sollen um 20 bis 30 Cent steigen. Bei der letzten Wiesn kostete die Maß in den 14 großen Festzelten zwischen 8,70 und 8,90 Euro. Jetzt soll sie bis 9,20 Euro kosten.

Noch haben die Wiesn-Wirte ihre konkreten Preisvorstellungen nicht schriftlich beim Tourismusamt abgegeben. Fest steht jedoch schon: Auf jeden Wirt werden beim diesjährigen Oktoberfest Mehrkosten von 100 000 bis 150 000 Euro vor allem für Sicherheitsmaßnahmen und Mitarbeiter- Löhne zukommen.

Allein an den 180 neuen Hochsicherheitspollern müssen sich die Wirte mit jeweils 237 360 Euro in den nächsten drei Jahren beteiligen. Wirte-Sprecher Toni Roiderer (66, „Hackerzelt“): „ Zusätzlich kostet uns der Wach- und Sicherheitsdienst rund 300 000 Euro. Das sind bis zu 10 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Dazu kommen weitere Kosten für den Bau von neuen Raucherbalkonen (BILD berichtete) und für die Errichtung zusätzlicher Gäste-Toiletten. Der Preis für den Aufbau einer Festhalle soll sich insgesamt um mindestens fünf Prozent erhöhen und liegt zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Euro. Darüber hinaus haben mehrere Münchner Brauereien bereits im Februar ihren Hektoliter-Listenpreis (sogenannter Ganterpreis) für ihre Kunden um 5 bis 7 Euro erhöht...

Wirt Wiggerl Hagn (71, „Löwenbräu“): „Ich selbst habe meine Kosten und den neuen Preis für meine Wiesn-Maß noch nicht ganz durchkalkuliert. Es ist für mich jedoch wohl notwendig, den Bierpreis zu erhöhen. Aber er wird sicher moderat ausfallen.“

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03.05.2011: Alkoholfreies Bier: Alternative für den Durst

Pressemitteilung von: RatGeberZentrale - 23.04.2011

(rgz). Die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Zwei Liter pro Tag sollten es schon sein, so lautet die von Medizinern empfohlene Faustformel. An warmen Tagen oder beim Sport darf es sogar deutlich mehr werden. Stark gesüßte Softdrinks sind bei einer ausgewogenen Ernährung aufgrund ihres hohen Zuckergehalts allerdings tabu. Eine geschmackvolle Alternative stellt alkoholfreies Bier dar, wie beispielsweise Bitburger Alkoholfrei 0,0 Prozent. Es hat weniger Kalorien als viele Fruchtsäfte und ist so ein erfrischender Durstlöscher, um den Flüssigkeitsverlust, zum Beispiel nach dem Besuch des Fitnessstudios, auszugleichen.

Alkoholfreies Bier: Erfrischender Durstlöscher

Während viele alkoholfreie Biere häufig noch bis zu 0,5 Prozent Alkoholvolumen aufweisen, hat das von Bitburger www.bitburger-braugruppe.de wirklich 0,0 Prozent Alkoholgehalt. Damit der Geschmack dabei nicht auf der Strecke bleibt, wird es zunächst wie ein Premium-Pils gebraut. Erst anschließend wird der Alkohol in einem aufwendigen Vakuumverfahren bei niedrigen Temperaturen entzogen - das schont die typischen fein-herben Aromen.

Schonendes Brauverfahren

Dank dieses Verfahrens verbleibt wenig Restzucker im Bier - im Gegensatz zu anderen Methoden, bei denen die Gärung unterbrochen wird und der Restzucker deshalb höher ist. Mit seinem erfrischenden Geschmack ist ein alkoholfreies Bier gerade an heißen Sommertagen ein geeigneter Durstlöscher und eine echte Alternative zu anderen Softdrinks.

Reinheitsgebot eingehalten

Auch alkoholfreies Bier wird streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut: aus Wasser, Gerste(nmalz) und Hopfen. Der Alkohol, der bei der Gärung auf natürliche Weise entsteht, wird bei Bitburger in einem modernen Verfahren dem voll eingebrauten Pils anschließend unter Vakuum schonend entzogen - damit bleibt der typische, erfrischende Geschmack des Biers komplett erhalten.

Mehr Infos zum Thema "Essen und Trinken" auf den Seiten der RatGeberZentrale im Internet www.ratgeberzentrale.de/essen-und-trinken.html

03.05.2011: Treber als Brennstoff für die Brauindustrie

Von Energiecontracting Heidelberg AG - Heidelberg, 21.04.2011.

Geschlossener Kreislaufkonzept vom Treber als Reststoff bis hin zum Brennstoff der EC Bioenergie GmbH
Geschlossener Kreislaufkonzept vom Treber als Reststoff bis hin zum Brennstoff der EC Bioenergie GmbH

Naturbelassene Reststoffe werden energetisch vollständig im Kreislaufkonzept der Energiecontracting Heidelberg AG genutzt

Brauereien produzieren in ihren Brauprozessen nicht nur Bier. Es fällt auch kontinuierlich feuchter Treber als Reststoff an. Dieser Treber kann prinzipiell auch als Brennstoff genutzt werden. Die Energiecontracting Heidelberg AG (ECH) hat hierzu ein ganzheitliches Nutzungskonzept entwickelt.

Treber weist nach dem Sudprozess einen Wasseranteil von bis zu 80% auf. In dieser Form ist er nicht für die Verbrennung geeignet. Zudem muss die Kesseltechnik speziell auf diesen Brennstoff abgestimmt werden. Die ECH, eine Tochter der Heidelberger EC Bioenergie GmbH (ECB), kann für Brauereien dieses Hindernis bewältigen.

Gerade Brauereien sind energieintensive Unternehmen. Die ECH hat in Zusammenarbeit mit der ECB-Gruppe ein ganzheitliches Konzept zur energetischen Nutzung von Reststoffen wie Treber entwickelt. Die ECH nimmt dabei den anfallenden Treber direkt von der Brauerei ab und liefert diesen an eines der Bioenergiezentren zur Produktion von Biobrennstoffen im Netzwerk der ECB. An den Standorten in Kehl, Hardegsen oder Mittenaar erfolgt die Aufarbeitung, wie Mahlen, Brechen, Schreddern und das Trocknen des Trebers. Anschließend wird der Treber mit holziger Biomasse, z.B. Späne oder Hackschnitzel gemischt. Dies dient der Homogenisierung der Verbrennungswerte. Zum Schluss wird dieser gewonnene Rohstoff in sogenannte Industrie-Misch-Pellets gepresst. Diese dienen letztendlich als Brennstoff für den Produktionsprozess von Brauereien. Aktuell wächst für solche Industrie-Pellets auch seitens anderer Industrien, Kraftwerken oder Contractinganlagen mit einer Leistung von über 1 MW die Nachfrage. Der Kreislauf vom Treber als Reststoff bis hin zum Brennstoff ist geschlossen. „Dieses ganzheitliche Modell ist ökonomisch und ökologisch vorbildlich“ so Johanna Rey, Projektleiterin der ECH. Die Wertschöpfung erfolgt ausschließlich in der Region. Anfallende Logistik und zusätzliche Energiekosten werden reduziert. Die über Deutschland hinweg platzierten Bioenergiezentren der ECB ermöglichen dies. „Die Nutzung von Treber als Brennstoff ist nahezu CO2- neutral und für die regionale CO2-Wirtschaft nach dem Joint-Implementation- Programm zugelassen“ ergänzt Johanna Rey. Decken Brauereien oder auch andere Kunden gleichzeitig ihren Wärme- und Dampfbedarf über eine optimierte Energieanlage (z.B. Industrie-Pellet-Anlage) im Contractingmodell, können sie mit der ECH weiter Kosten und Energie sparen.

Joint Implementation: Joint Implementation ist ein flexibler Mechanismus im Kyoto-Protokoll, der Industrieländern dabei helfen soll, ihre in Kyoto vereinbarten Emissionsreduktionsziele zu erreichen, indem sie die Kosten der Emissionsreduktionen senken können. (Quelle: vgl. BMU, 2010). Die ECH hat ein solches CO2-Bonus-Programm aufgelegt. Eingesparte Emissionen durch den Einsatz eines Biomassekessels können dabei zu barem Geld eingetauscht werden.

03.05.2011: Auf Reisen den Bier-Horizont erweitern

Von Cheapflug - 18.04.2011

London, 13. April 2011: Am 23. April wird der Tag des Deutschen Bieres gefeiert. Hierzulande wird die Braukunst großgeschrieben. Mit Insider-Wissen lassen sich aber auch außerhalb von Deutschland ganz neue Geschmackserfahrungen sammeln. Daher haben die Reise-Experten von Cheapflug.de unter www.cheapflug.de/reisetipps einen Bier-Reiseführer zu ausgewählten europäischen Reisezielen zusammengestellt. Sie geben jeweils eine kurze Einführung in die allgemeine Bierkunde des Landes und stellen dann einzelne besonders beliebte Biersorten vor.

„Ein richtig gut gebrautes Bier, getrunken in einer authentischen Kneipe kann einen ebenso bleibenden Eindruck hinterlassen wie der Besuch einer berühmten Sehenswürdigkeit“, meint die Cheapflug.de Reiseexpertin Katharina Guderian. „Warum also nicht auf Reisen auch einmal den Bier-Horizont erweitern?“

Lokal gebrautes Bier, das Ortsansässige gemütlich vor kleinen Pubs schlürfen – daran denkt man in Großbritannien wohl zuerst. Pubs gibt es tatsächlich überall, örtlich gebrautes Bier aber immer seltener. Das wurde mittlerweile vom Lager mit inzwischen 70 Prozent Marktanteil fast vollständig verdrängt. Mehrere große Brauereien dominieren den Biermarkt in Großbritannien, darunter Coors aus den USA und Carlsberg aus Dänemark. Dieser Marktherrschaft gegenüber stehen etwa 400 kleinere lokale Brauereien, die 750 unterschiedliche Sorten von Ale herstellen und abfüllen. Wer eines dieser kleinen Bierkunstwerke probieren möchte, fragt am besten im Pub nach dem „local Ale“. Aber auch an verschiedenen Flughäfen in Großbritannien sind einige dieser besonderen Biere zu finden.

So haben in Heathrow die Harlequin Alehouse & Eatery im Terminal 1 (nach der Sicherheitskontrolle) oder 5 Tuns im Terminal 5 (vor der Sicherheitskontrolle) verschiedene Ales im Angebot, zum Beispiel Old Nick und Vintage Ale 2007.

In Gatwick gibt es im nördlichen Terminal verschiedene Pubs, den Globe, Lloyds No.1 Bar und The Red Lion. Im Südterminal sind The Bridge Bar und Flying Horse vor der Sicherheitskontrolle und The Village nach der Sicherheitskontrolle. Dort gibt es sowohl Bier von Fass als auch lokales Flaschenbier.

Auf dem Flughafen Stansted gibt es die Bars Wetherspoons und Est Bar. Die bekannteste Brauerei der Region heißt Greene & King und produziert zehn verschiedene Flaschenbiere, unter anderem Abbot Ale und das Reserve. Ruddles ist eine weitere lokale Brauerei, auch ihr Ruddles Organic ist an diesem Flughafen zu haben.

Schottland ist definitiv das perfekte Reiseziel für ganz hartgesottene Bierliebhaber. Archäologische Funde haben bewiesen, dass hier schon vor 5000 Jahren Bier gebraut wurde. Heute ist Schottland eines der bedeutendsten Brauereizentren Großbritanniens, und die Schotten haben sogar ihre eigene Terminologie für Bier vom Fass. Biere werden oft nach ihrem Alkoholgehalt und einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kategorisierung nach Schillingen benannt, dabei galt: je stärker das Bier, desto teurer. Diese Tradition führen manche Brauereien jetzt noch fort.

„Mittlerweile sprießen auch in Schottland immer mehr kleine Mikrobrauereien aus dem Boden und verteilen sich überall im Land bis hin zu den nördlichen Inseln“, erläutert Katharina Guderian. „Reisende sollten also im Pub nach dem lokalen Bier fragen. Sie werden dann mit einem ganz neuen Geschmackserlebnis belohnt.“

Ursprünglich hat man in Irland nur Ales ohne Hopfen gebraut, da in Irland kein Hopfen wächst. Im 18. Jahrhundert wurden Stouts, dunkle und malzige Starkbiere immer beliebter. Das wahrscheinlich berühmteste und geschmacklich einzigartigste Stout wurde 1778 in Dublin von Arthur Guinness erfunden. In letzter Zeit machen Lager wie das Harp Lager dem weltbekannten Guinness die Spitzenposition immer weiter streitig.

„Reisende sollten, wenn möglich, immer nach dem Bier vom Fass statt Flaschenbier fragen und den Kellnern dabei zusehen, wie sie genüsslich die perfekte Schaumkrone zaubern“, so Katharina Guderian. „Das kann zwar einige Minuten dauern, lohnt sich aber – insbesondere, wenn ein irisches Kleeblatt liebevoll in die Schaumkrone gezeichnet wird.“

Frankreich wird normalerweise eher mit Wein und Champagner in Verbindung gebracht. Doch im Norden, im Elsass und an der Grenze zu Belgien hat Frankreich auch eine lange Brauerei-Tradition aufzuweisen. Dementsprechend ähnelt das französische Bier den hellen Bieren Belgiens und Deutschlands.

Das berühmte helle Lagerbier Kronenbourg 1664 ist das bekannteste französische Bier in Europa und genießt in Frankreich einen Marktanteil von 40 Prozent. Ein ausgesprochen besonderes Lager ist das Mortimer mit acht Prozent Alkoholgehalt, das mit mittels Torf geräuchertem Whisky-Malz hergestellt wird. Bières de Garde sind verschiedene Biere aus der Region um Calais, die traditionell im Winter und Frühling gebraut und dann mit einem Korken versehen bis zum Verzehr im Keller gelagert werden. Diese Biere sind normalerweise kupfer- oder goldfarben und ziemlich stark, zum Beispiel Trois Monts mit 8,5 Prozent, Jenlain mit 6,5 Prozent und Ambrée mit 7,5 Prozent Alkoholgehalt. Eine neue Brauerei auf der Insel Korsika stellt das Pietra Amber Bier her. Es wird nach einem ungewöhnlichen Rezept mit Esskastanien gebraut und durchläuft einen langen Lagerungsprozess.

Spanien erinnert die meisten wohl zunächst an Sonne, Wein und Strand – doch Bier hat dort auch eine wichtige Tradition. Und zwar so wichtig, dass Spanien weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Bierkonsum zählt (Platz 12). Dementsprechend gibt es dort neben den bekannten nationalen Marken Cruzcampo, Damm und Mahou / San Miguel, von denen nur die letzten beiden ganz in spanischer Hand sind, viele lokale Brauereien.

Katharina Guderian rät: „Auch in Spanien lohnt es sich immer, nach dem örtlich gebrauten Bier zu fragen. Hierfür „cerveza de esta region” bestellen. Fragt man nach “cerveza de barril”, bekommt man Bier vom Fass.“

Und last but not least: Die Biere in Österreich sind dem Bier aus Süddeutschland sehr ähnlich. Allerdings sorgt die etwas andere Brauweise für einen differenzierten Geschmack. Alle Biere mit einem Alkoholgehalt von 4 Prozent oder weniger werden als Leicht-Bier gekennzeichnet.

Zu den beliebten Sorten zählt das Märzen. Das ist das österreichische Wort für Lager und das Alltagsbier fast jeder Brauerei. Es ist malzig, mit einem relativ geringen Hopfen-Anteil, hat eine goldene Farbe und meist zwischen 5 und 5,5 Prozent Alkohol. Keller oder Zwickl sind ungefilterte, trübe Lager-Biere, die speziell gelagert werden müssen und somit nicht überall zu finden sind.

Cheapflug.de gibt übrigens nicht nur Reisetipps, sondern hilft auch zu sparen: Wer nach London reisen möchte, findet auf der Website den Hin- und Rückflug ab Frankfurt bereits ab 138 Euro pro Person inklusive Steuern und Gebühren.*

* Tarif über Cheapflug.de gefunden am 12. April 2011

05.04.2011: RTL-Quiz: Köbesse schlagen Jauch

Macht das Kölsch so schlau?

Von P. MECKERT und B. PETERS - 25.03.2011

Beliebt und gleichzeitig gefürchtet wegen seines frechen Mundwerks: Köbes Klaus Zoche.
Beliebt und gleichzeitig gefürchtet wegen seines frechen Mundwerks: Köbes Klaus Zoche. Foto: Patric Fouad
Diese fünf Köbesse sind schlauer als Günther Jauch! Erst zum zweiten Mal in der Geschichte seiner RTL-Show „5 gegen Jauch“ überhaupt musste sich Deutschlands Ober-Schlaumeier geschlagen geben – und zwar den Kölner Köbessen Serdar Ayin, Peter Düpmeier, Hans Jenzen, Philipp Bussenius und Klaus Zoche. Sie gewannen am Freitag Abend gemeinsam 176.001 Euro.
Durch intelligente Antworten und genauso taktisch kluges wie atemberaubend riskantes Zocken. „Wir fliegen damit nach Rio, zwei Wochen lang“, kündigten sie fröhlich an.
 
Die klugen Köbesse beweisen: Kölsch macht schlau! EXPRESS zeigt, warum.
 
Ja, unser gutes Kölsch. Das würde ein Professor aus Österreich sogar am liebsten auf Krankenschein verordnen. Aus über 3000 weltweiten Forschungen hatte sich Dr. Manfred Walzl die Studien herausgepickt, die beweisen sollen, dass Bier bei maßvollem Genuss ein Getränk mit vielen positiven medizinischen Wirkungen ist: „Jeden Tag einen Liter Bier – das ist genauso gesund und gut wie vier bis fünf Portionen Frischobst!“
Auch eine Studie des Londoner University College kam zu diesem prickelnden Ergebnis. Die Wissenschaftler befragten 10.000 britische Beamte (!) und stellten Langzeituntersuchungen zur Gesundheit und zum Trinkverhalten an. Gleichzeitig mussten die Probanden mathematische und sprachliche Tests absolvieren und Gedächtnisprüfungen bestehen. Ergebnis: Diejenigen, die ein, zwei Gläser Bier tranken, schnitten deutlich besser ab als die Enthaltsamen.
 
Dann der Knaller: Die besten Resultate hatten die, die rund einen Liter Bier pro Tag tranken! Die Forscher sahen sich darin bestätigt, dass Alkohol den Blutfluss zum Gehirn erhöht. Der Alkohol scheint zudem das Gewebshormon Acetylcholin positiv zu beeinflussen, das für die Gedächtnisleistung zuständig ist.
 
Kölsch macht also schlau, fördert die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Kreativität. Auffassungsgabe, Erinnerungsvermögen.Und noch viel mehr: Kölsch hält schlank. Bier hat weniger Kalorien als Apfelsaft, enthält kaum Zucker, regt den Stoffwechsel an. Und: Kölsch hält jung. US-Forscher fanden heraus: Menschen, die in Maßen Alkohol genießen, bleiben im Alter länger aktiv, fühlen sich gesünder. Und: Kölsch ist gut für's Herz. Kann das Infarktrisiko senken, spült überschüssiges Cholesterin aus den Blutgefäßen.
Schon der alte Grieche Plutarch schrieb: „Bier ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien das süßeste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste.“

05.04.2011: Brauer weiter in Katerstimmung (rundschau-online.de)

Der doch eigentlich so legendäre Bierdurst der Deutschen schwindet weiter. Im schrumpfenden Markt können die Brauereien nur schwerlich Preiserhöhungen durchsetzen. Jetzt sollen die Fußballfrauen den nächsten Bier-Sommer retten.

04.04.2011

DÜSSELDORFEN/WIESSBADEN. Goldene Zeiten für Biertrinker: Die großen Supermarktketten servieren ihren Kunden immer häufiger Premiumbiere zum Schnäppchenpreis. Marken wie Krombacher, Warsteiner und Veltins nehmen sich die Händler gern vor, um mit Kampfpreisen wie 9,99 Euro je 20er-Halbliterflaschen-Kasten zu werben. Inzwischen geht mehr als jede zweite Premiumpils-Flasche im Sonderangebot über die Ladentische, doch der Absatz fällt immer weiter.
Zwar können einzelne Biermarken zulegen - dank neuer Produkte, Verpackung oder Werbung. Der deutsche Biermarkt ist aber 2010 zum vierten Mal in Folge geschrumpft. Der weltweit als Biertrinker bekannte Deutsche schluckt rein rechnerisch nur noch ein kleines Blondes pro Tag. Das addiert sich auf noch 101,8 Liter im Jahr, satte 40 Liter weniger als 1991.
 

 

Zwar können einzelne Biermarken zulegen - dank neuer Produkte, Verpackung oder Werbung. Der deutsche Biermarkt ist aber 2010 zum vierten Mal in Folge geschrumpft. Der weltweit als Biertrinker bekannte Deutsche schluckt rein rechnerisch nur noch ein kleines Blondes pro Tag. Das addiert sich auf noch 101,8 Liter im Jahr, satte 40 Liter weniger als 1991.
"Die Verbraucher konnten Premium-Biere zu Preisen wie in den 90er Jahren kaufen", verdeutlicht Veltins-Vertriebschef Volker Kuhl die Aktionen im Handel. Damit fanden sich die letzten Preiserhöhungen einzelner Bauereien, die schon drei Jahre zurückliegen, häufig nicht mehr an den Preisschildern der Regale wieder. Auch die Aktionspreise seien im Durchschnitt um ein Euro abgerutscht. "2010 war ein wegen des Preisverfalls ernüchterndes Jahr für die deutschen Brauer", sagt der Chef des Marktführers Radeberger Gruppe, Albert Christmann. Er spricht von "selbstzerstörerischen Preis-Rabattschlachten im Handel" und "nicht gekannten Wetterkapriolen". 2010 konnte selbst die erfolgreiche Fußball-WM in Südafrika den nachlassenden Bierdurst im Restjahr nicht ausgleichen. Für 2011 setzt der Deutsche Brauerbund nun auf ein kleines Sommermärchen der Fußball-Frauen im eigenen Land.
 
Preissteigerungen notwendig
Preissteigerungen seien dringend notwendig, um die allseits gestiegenen Kosten zu decken, heißt es vielerorts. Doch bisher will keine Großbrauerei die Preisschraube nach oben drehen. Hopfen und Malz machen ohnehin nur einen geringen Teil des Kastenpreises aus: «Die Rohstoffkosten pro Liter Bier dürften derzeit bei fünf bis sechs Cent liegen», sagt der Berliner TU-Professor für Brauwesen, Frank-Jürgen Methner. Auf den Kasten bezogen sind das 50 bis 60 Cent. Der Experte sieht den Druck eher steigen durch höhere Energiekosten und neue Brauanlagen. Dies mache auch Billigmarken zu schaffen: "Hier scheint das Ende der Preisskala erreicht. In jüngster Zeit haben wir in diesem Sektor eher Preiserhöhungen gesehen."
Der Abstand der Preisklassen wird geringer. "Die Schere geht enger zusammen zwischen billig und teuer. Das macht es auch für Billigbier schwieriger", schildert der Chefredakteur des Getränkemarktmagazins Inside, Niklas Other. Die Premiumbiere setzten nicht nur die mittlere Preislage unter Druck, sondern auch die untere. Vor dem Hintergrund sei auch der Absatzrückgang der führenden deutschen Biermarke Oettinger zu sehen, die jahrelang mit Tiefstpreisen gewachsen sei.
 
Brauereien unter Druck
Branchenkenner Other sieht neben Überkapazitäten einen weiteren, gewichtigeren Grund für die zunehmenden und umfangreicheren Aktionspreise: Aus Furcht vor dem Bundeskartellamt, das Handel und Herstellern stärker auf die Finger schaut, sei das Thema Endverbraucherpreise mehr denn je Tabu. Die Brauereien trauten sich nicht, sich beim Handel über zu niedrige Endpreise zu beschweren.
Auf eine steigende Nachfrage braucht die Braubranche ohnehin nicht zu hoffen. Es kämen wenige junge Biertrinker nach und diese würden dann auch noch weniger trinken als ihre Väter, erklärt Horst Zocher, Getränkeexperte der GfK-Marktforscher. Der Brauerbund rechnet allein wegen des Alterungseffekts langfristig mit einem Absatzrückgang von zwei Prozent pro Jahr. Zuwächse könnten Brauereien am ehesten noch mit Mixgetränken erzielen, glaubt Zocher. Auch der Aufbau "junger Marken» könnte helfen. "Junge Leute wollen sich gerne ein bisschen absetzen und nicht unbedingt das Gleiche trinken wie ihre Eltern."

14.03.2011: Das neue Kölsch heißt „Böll-Bier“ (Bild.de)

KÖLN – Hat Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll Kölsch getrunken? Eine Frage, die sich angesichts des neuesten obergärigen kölschen Gerstensaftes mit dem Namen „Böll-Bier“ sofort stellt.

Von Inge Wozelka und Bastian Ebel, 25.02.10

Die „Böll-Bier“-Macher: Stefan Peil, Günter Zabel, Heiner Teubert, Dieter Ritter und Thomas Böll vor der Ubier-Schenke in der Südstadt
(Bild: Bild.de)
„Ich kann mich nicht daran erinnern, meinen Onkel je mit einem Kölsch-Glas gesehen zu haben“, sagt Thomas Böll, SPD-Fraktionschef in der Landschaftsversammlung Rheinland.
 
Macht nix! Das Böll-Bier ist nämlich auch eine Hommage an einen anderen stadtbekannten Böll: Clemens, seines Zeichens Szene-Wirt (wir erinnern uns an legendäre Zeiten im Chlodwig-Eck oder im Luxor). Mit Günter Zabel, Wirt der Ubier-Schänke, war er zudem Mitinhaber des Alcazar.
Nach dem Motto „fünf Freunde und Kommanditisten sollt ihr sein“ haben Zabel, Heiner Taubert, Chef des Gasthauses zur Linde, (Südstadt), Grünen-Ratsherr Stefan Peil, Thomas Böll und Brauer Dieter Ritter jetzt die „Böll GmbH & Co KG“ gegründet – und lassen ihr Bier, an dem Ritter lange herumexperimentiert hat, erst mal bei der Sünner-Brauerei im Lohnbrauverfahren herstellen. „Geplant ist aber der Aufbau einer eigenen Brauerei“, sagt Zabel.
 
Am Samstag, beim FC-Spiel, kann das Böll-Bier erstmals in der Ubier-Schänke gekostet werden, später läuft es auch in der Linde und im Alcazar aus den Hähnen.
„Böll-Bier steht für die Freiheit des Denkens“, erklärt Zabel. „Clemens war immer auch ein politischer Wirt, über seinen Onkel brauchen wir nicht reden. Das Bier ist eben auch ein politisches Statement, eher links als rechts ...“

14.03.2011: Bier wird 2011 deutlich teurer (Bild.de)

Für ihr Lieblingsgetränk müssen die Deutschen ab 2011 tiefer in die Tasche greifen. Die Brauereien wollen den Preis pro Kasten Bier um bis zu 50 Cent erhöhen!

10.11.10, 20:18h

Bisher hatten die Verbraucher von dem harten Wettbewerb profitiert. Mit Aktionsangeboten und Schnäppchenpreisen überboten die Brauereien sich gegenseitig. Diese Zeiten sind jetzt offenbar vorbei. Weil viele Landwirte mittlerweile statt Gerste und Malz lieber Energierohstoffe für Biogasanlagen anbauen, steigen die Preise für die Bier-Rohstoffe.

Braugerste und Malz sind allein in diesem Jahr um bis zu 80 Prozent teurer geworden!

Die Brauereien sehen sich jetzt gezwungen, die hohen Preise an die Kunden weiterzugeben. Bei der Nürnberger Getränkemesse Brau Beviale kündigte der Verband der Privaten Brauereien Bayern an: Bis zum Sommer wird sich der Preis für einen Kasten Bier um voraussichtlich 30 bis 50 Cent erhöhen. Verbandspräsident Gerhard Ilgenfritz: „Der wirtschaftliche Spielraum ist für kleine und große Brauereien eng.“

Außerdem haben die Brauereien auch mit dem seit Jahren sinkenden Bierabsatz zu kämpfen. Ilgenfritz rechnet damit, dass die Deutschen in diesem Jahr nur noch 99 Millionen Hektoliter Bier trinken – das wären acht Millionen Hektoliter weniger als noch vor drei Jahren!

Aber ob Preiserhöhungen das richtige Mittel sind, um die Lust der Deutschen auf den Gerstensaft wieder zu steigern...?

05.11.2012: Dunkle Alternative zum Kölsch

15.10.12

Ein dunkles Bier im Gaffel am Dom? Keine Angst, hier handelt es sich nicht um Altbier, sondern eine neue Kreation der Kölner Brauerei: Das Mondhopfen-Bier wird nur saisonal produziert.


Von Martin Boldt


Köln


Das wird doch nicht etwa ein Altbier sein? In einem Kölner Brauhaus? Wer das neue Bier, das bernsteinfarbene Mondhopfen der Gaffel-Brauerei, zum ersten Mal vor sich sieht, ist leicht irritiert. Ein kräftiger Schluck vom dunklen Bräu, das in einem weiten 0,4- Liter-Glas serviert wird, hinterlässt nach dem ersten Schock einen guten Eindruck: Es schmeckt überraschend süffig, hat kaum bittere Nuancen, dafür aber eine leichte Brombeernote. Auch nach mehreren Gläsern bleibe es leicht bekömmlich, versichert Gaffel-Chefbrauer Rainer Radke. „Das liegt am Galaxy-Hopfen mit seiner angenehmen Würze.“ Angebaut wird der Rohstoff, der dieser Bierkreation seine Seele verleiht, im australischen Tasmanien.


Erntezeit bei Vollmond


Die richtige Mixtur für das neue Getränk, das mit 4,2 Prozent Alkohol etwas leichter als ein klassisches Kölsch ausfällt, sei gar nicht so einfach gewesen: „15 Versuche waren schon nötig, um zur richtigen aromatischen Komposition zu gelangen.“ Den poetischen Namen verdankt das Mondhopfen übrigens keinem Werbetexter, sondern der traditionellen Erntezeit seiner Hauptzutat: Die Ernte beginnt alljährlich mit der ersten Vollmondnacht im März. In Australien ist dann Herbst.

Den Grund für das Experiment erläutert Gaffel-Marketingleiter Thomas Deloy: „Der Biermarkt ist seit Jahren rückläufig. Eine Gegenmaßnahme ist, sich breit aufzustellen.“ Das Mondhopfen-Bier solle „als klare Alternative zum Kölsch“ positioniert werden. „Solange ein Produkt zu unserem Haus passt und keine Panscherei ist, ist dies ein Schritt, den wir glaubwürdig verkaufen können.“ Und der erste Eindruck bei den Kunden? „Niemand kommt bislang zu uns nur wegen des Mondhopfens“, räumt Deloy ein, „aber viele probieren ein Glas zwischendurch.“


Noch nicht in Flaschen


Wer das neue Bier testen möchte, sollte nicht zu lange damit warten. Lediglich 300 Hektoliter wurden gebraut, und der Ausschank findet ausschließlich im Gaffel am Dom statt. Eine Flaschenproduktion ist vorerst noch nicht geplant. „Wir müssen bei dem Thema des saisonalen Biers erst einmal ein Gespür dafür entwickeln, wie es von den Kunden angenommen wird“, sagt Deloy. Ausgeschlossen sei eine offizielle Markteinführung allerdings nicht.


Quelle: www.ksta.de

05.11.2012: JUBI(ER)LÄUM! - So wurde vor 170 Jahren das erste Pils der Welt erfunden (BILD.DE)

05.10.2012 — 13:48 Uhr

ERST GAB ES EINEN AUFSTAND, DANN DIE BIER-REVOLUTION


Als Josef Groll am 5. Oktober 1842, also vor 170 Jahren, zum ersten Mal die Sudpfanne im böhmischen Pilsen anschmeißt, revolutioniert er auf einen Schlag die Bierkultur. Im Alter von 31 Jahren erfindet der niederbayerische Braumeister das erste Pils der Welt! Die kuriose Geschichte dahinter: Es ist das Jahr 1838. In der westböhmischen Metropole Pilsen gibt es ein Brauhaus und durstige Bürger. Das Problem: die ortsansässigen Brauer produzieren nur obergäriges Bier, welches den Bürgern nicht schmeckt.


Es kommt zu einem regelrechten Bier-Aufstand. Wohl wütend, um ihr schmackhaftes Feierabend-Bier gebracht zu werden, stürmen die Böhmer die Braustätten, klauen das Bier und kippen die Plörre auf den Marktplatz oder in den Fluss. Dem Pilsner Magistrat bleibt nichts anderes übrig, als die Bürger zu beruhigen, indem er ihnen ein neues Brauhaus baut und verspricht, die Sudpfannen von nun an einem Experten zu überlassen. Der Niederbayer Josef Groll soll es richten und wird 1842 aus dem heimischen Betrieb in Vilshofen abgeworben. Dort hatte der junge Groll schon öfter mit Sudpfannen experimentiert und probiert, mit Zutaten und Zubereitungsart zu spielen. In Bayern war der untergärige Brauprozess zwar schon bekannt, doch was Josef Groll im Oktober 1842 machte, war gänzlich neu. Statt des üblichen dunklen Malzes nahm Groll nur leicht geröstetes und sehr helles Malz. Außerdem profitierte er vom weichen und salzarmen böhmischen Wasser. Seine Geheimzutat: der lokale Saazer Hopfer.


Das Ergebnis muss die Böhmer Wutbürger mehr als zufriedengestellt haben: Statt des schalen, trüben und vermutlich viel zu süßen Bieres aus vergangenen Zeiten kredenzte Groll ihnen ein ungetrübtes und gold-gelbes Bier mit Schaumkrone und fein-herber Geschmacksnote.

Das auf den Namen Pilsener Urquell getaufte Brau-Wunder verweilte nicht lange in den böhmischen Gebieten. Schnell sprach sich die Zubereitungsart und der besondere Genuss herum und eroberte ab 1863 Deutschland, Großbritannien und Nordamerika. Die Marke Pilsener Urquell hat sich bis heute gehalten, seit 1999 gehört die Brauerei zum südafrikanischen Bier-Multi SAB Miller. Produziert wird aber nach wie vor im heute tschechischen Pilsen, wo rund 2500 Mitarbeiter jährlich etwa zehn Millionen Hektoliter brauen.


Quelle: www.bild.de

22.10.2012: Interview: „Deutschland fehlen authentische Biere“

Von Rainer Nolte, 28.06.2012

Wie kommen Sie dazu, von einer neuen Bierkultur zu sprechen?

FRITZ WÜLFING In den USA hat Craft-Bier eine große Vielfalt an Bieren hervorgebracht - weg vom neutralen Biergeschmack. Dort hatte sich nach der Prohibition ein Markt mit ausschließlich neutralen, geschmacksarmen Bieren entwickelt. Seit den frühen 80ern ändert sich das, und es gibt heute nirgendwo auf der Welt eine so vielfältige Bierkultur wie in den USA.

Was ist eigentlich Craft-Bier?

WÜLFING Der Name hat einen amerikanischen Ursprung. Kleine Brauereien wollten sich von den großen Industrie-Brauereien abgrenzen, eine neue Bierkultur schaffen. Craft heißt übersetzt Handwerk und hat nichts mit der deutschen "Kraft" zu tun. Es hat auch nicht zwingend einen höheren Alkoholgehalt. Für Craft-Bier dürfen nur natürliche Zutaten und kein Chemie verwendet werden. Auch dürfen keine Dinge benutzt werden, die den Geschmack vermindern. Wer Craft-Bier produziert, darf maximal drei Millionen Hektoliter im Jahr brauen. Der zweitgrößte Hersteller "Sierra Nevada" kommt beispielsweise auf 600 000 Hektoliter, das ist kleiner als die Reissdorf-Kölsch-Brauerei.

Und der US-Markt nimmt das Angebot an?

WÜLFING Der Marktanteil wächst in den vergangenen Jahren ganz rasant. Derzeit sind es fünf Prozent des Brauvolumens. Der Umsatzanteil liegt schon bei sieben Prozent, weil die Craft-Biere hochpreisiger verkauft werden. In den USA gibt es mittlerweile mehr als 2000 Braustellen, die Sorten im fünfstelligen Bereich produzieren. Genau kann man die Zahl nicht sagen, weil es sich täglich ändert - das ist das Schöne daran und zeigt die Vielfalt. Es gibt keine Konstanz, sondern immer neue Ideen. Es wird nie langweilig.

Wenn nur Naturprodukte verwendet werden, sind die Biere dann quasi nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut?

WÜLFING Nein, nicht explizit. Die meisten sind wohl nach dem Reinheitsgebot, bei dem nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe benutzt werden darf, gebraut, aber es ist nicht nötig, um ein gutes Bier zu machen. In Amerika werden alle Biersorten gebraut, die international vorkommen. Dort ist man nicht an eine Bierkultur gebunden, die Bevölkerung und damit die Bierstile sind deswegen so vielschichtig. Zum Beispiel werden alte deutsche Biersorten wiederaufgelegt, wie das "Gose". Aber es werden auch ganz neue Stile gegründet. Mittlerweile gibt es rund 100 Sorten wie Kölsch, Pils, Alt - nicht Marken.

Kann man in Europa den Craft-Trend auch ausmachen?

WÜLFING Ja. Je weniger in einem Land die eigene Bierkultur ausgeprägt ist, desto mehr schlägt das Craft-Bier ein. Am intensivsten ist es derzeit in Italien. Auch in den Niederlanden ist es zu spüren. In den Ländern werden Craft-Biere überdurchschnittlich viel importiert, aber auch gebraut. Wo jedoch die stärkste Bierkultur herrscht, ist die Verbreitung am schlechtesten: Deutschland und Belgien.

Ist in Deutschland denn zumindest ein kleiner Funke zu erkennen?

WÜLFING Ja, es sickert allmählich durch. Die deutschen Brauer haben es erkannt, aber meiner Meinung nach noch nicht richtig verstanden. Es fehlt noch eine gewisse Authentizität. In anderen Ländern sind es kleine Heimbrauer, die das Bier herausbringen und das Handwerk authentisch leben. Hier bei uns ist es groß angelegt, gesteuert mit Marketing, es wird ein schickes Outfit gemacht, das Produkt ist extrem hochpreisig. Das Unwesentliche ist hierbei leider das Bier. Es ist zwar schon wesentlich besser und interessanter, aber ganz authentisch ist es nicht. Es läuft dann nicht unter "handwerklich", sondern unter "luxuriös". Der größte Braukonzern, die Radeberger-Gruppe, hat mit "Braufaktum" (Anm. d. Red.: siehe S. 8) etwas aus der Taufe gehoben, das sich an Craft-Bier anlehnt. Da steckt zwar eine große Kampagne hinter, die das Bier in gehobenen Supermärkten anbietet, aber das könnte ein Wegbereiter für die Craft-Bier-Welle in Deutschland sein.

Kann man in Deutschland auch authentische Biere kaufen, beispielsweise von einer amerikanischen Brauerei?

WÜLFING Ja. Es wird importiert. Die besten Chancen hat man, über das Internet Craft-Bier zu bestellen, zum Beispiel beim Onlinehandel "Bierkompass". Im normalen Getränkeladen ist es aber schwierig, da muss man schon suchen.

In den USA werden Crafts auch in Dosen vertrieben. Passt das zusammen?

WÜLFING Ja. Rund 130 Brauereien füllen ihr Produkt in Dosen. Der Anteil ist zwar gering, aber wächst erstaunlich schnell. Die Hersteller merken, dass das Bier qualitativ besser in der Dose aufgehoben ist. Es ist luft- und lichtdicht verpackt und sehr praktisch für den Transport und die Kühlung. Der Geschmack wird auch nicht beeinflusst. Die ökologischen und ethischen Vorbehalte sind in den USA nicht so stark ausgeprägt wie bei uns. Das ist aber eine politische Sache. Aus der Sicht des Bier-Sommeliers muss ich sagen: Die Dose ist technisch gesehen eine gute Verpackung für Bier. Aus vielerlei Hinsicht besser als die Flasche. Aus ethischer Sicht ist die Flasche natürlich schöner bei einer Verkostung zum Essen.

Craft-Brauereien sind ja schon klein, aber es geht noch kleiner: Nano-Brauereien.

WÜLFING Ja, das ist eine neue Bewegung innerhalb des Craft-Biers. Jeder Craft-Brauer war auch mal ein Nano-Brauer. Das sind Heimbrauer, die auf ihren kleinsten Anlagen kommerziell Bier herstellen. In Deutschland ist das jedoch schwierig, weil je nach Region die Auflagen für eine Zulassung einer Hausbrauerei sehr hoch sind. Das Gypsy-Brauen ist daher eine Lösung: Man hat keine eigene Brauerei, sondern mietet sich woanders ein, wo Kapazitäten frei sind, und braut dort sein Bier nach eigenem Rezept. So mache ich das auch mit meinem Bier, dem "Fritzale", das ich im Siegburger Brauhaus und in der "Braustelle" in Köln-Ehrenfeld fertige. In letzterer um Braumeister Peter Esser ist derzeit in Deutschland der Nabel für die neue Bierkultur. In der "Braustelle" bricht man schon seit Jahren mit Konventionen, denn es gibt dort ein "Ehrenfelder Alt".

Was könnte man am Kölsch-Geschmack verändern?

WÜLFING Beim Kölsch können Brauer nicht so sehr mit den Malzen spielen, weil es ja hell sein muss. Man kann dafür aber viel mit Hopfen-Aromen machen. Zum Beispiel ist dann ein leichter Zitrusgeschmack vorhanden oder es schmeckt nach Pinienaromen oder schwarzer Johannisbeere.

Wird sich in Deutschland die neutrale Bierkultur gegenüber den Innovationen weiterhin behaupten?

WÜLFING Nein. Weil die deutschen Brauer sehr konservativ sind, wird es wohl etwas länger dauern. Die Entwicklung ist aber nicht aufzuhalten. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wird sich einiges getan haben. Ein wichtiger Punkt ist, dass 2016 das Reinheitsgebot 500 Jahre alt wird. Dieses Jubiläum wird wahrscheinlich von der Vermarktung noch einmal richtig ausgeschlachtet, und Veränderungen werden eher zurückgehalten. Aber danach wird es rasant losgehen.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE RAINER NOLTE

Quelle: www.ksta.de

22.10.2012: Kölner Brauerei-Verband

18.05.2012 - 08:07 Uhr

Verjüngungskur: Machtwechsel beim Vorstand

Beim Kölner Brauerei-Verband kündigt sich ein Machtwechsel an: In einem Brief an den Vorsitzenden Heinrich Becker schlug Erzquell-Brauerei-Chef Axel Haas vor, dass der bisherige Vorstand im kommenden Jahr nicht mehr antreten solle.

„Wir sollten der jungen Generation Platz machen“, so Haas. Zudem seien die Kölsch-Brauer durch die Ermittlungen vom Bundeskartellamt wegen angeblicher illegaler Preisabsprachen ins Gerede gekommen. Heinrich Becker: „Ich stimme der Verjüngungskur zu.“ Kandidaten für den neuen Vorstandsposten sind Heinrich Becker junior oder Melanie Schnell von der Malzmühle.

Quelle: www.express.de

23.04.2012: Zum Weltwassertag - Dat Wasser vun Kölle is Kölsch

21.03.2012 - 21:30 Uhr


Der Frühling ist da! Darauf ein Kölsch, sagte sich Sina (21). Die Kölner Studentin machte es sich am Mittwoch bei strahlender Sonne am Rhein bequem.

Was sie und wohl die meisten Kölner nicht wissen: Für die Herstellung eines einzigen Kölschs (0,2) gehen 60 Liter Wasser drauf. Diese Menge verteilt sich auf Regenwasser für Hopfen und Malz und den gesamten Produktionsprozess.

Für ein Kilo Rindfleisch sind sogar 15.000 Liter Wasser nötig. Zum Weltwassertag nennt EXPRESS weitere beeindruckende Zahlen: 70 Milliarden Liter werden in Köln jährlich verbraucht.

Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 160 Litern täglich, wobei der größte Teil durch Baden, Duschen und Toilettenbenutzung entsteht. Unser Kölner Trinkwasser stammt aus einem der neun Wasserwerke im Umkreis. Beste Qualität, sagt die Rheinenergie. Dem schließen sich die Brauer an: Auf ein Kölsch ist Verlass!


Quelle: www.express.de

22.03.2012: Wer braut wo und wieviel in Westfalen: Der große Bier-Atlas

19.03.12 00:08h


NRW – Wir sind besser als die Bayern – beim Bier-Trinken! In NRW wurden 2011 23,94 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Fast zwei Millionen mehr als in Bayern (22,06).

BILD erklärt – rechtzeitig zum Start der Biergarten-Saison – wer wo was in der Region braut, und wie die Zukunft aussieht.

Gut ein Viertel des deutschen Bier-Gesamtabsatzes wird in NRW hergestellt.

Die Brauereien-Landschaft hierzulande ist vielfältig. 46 sogenannte Traditions-Brauereien (Gründung vor 1985) versorgen uns mit Pils (75,1 Prozent), Kölsch (13,7 %) und Alt (8,17 %). Dazu kommen noch rund 150 Gastronomie- und Kleinbrauereien, die sozusagen für den Hausbedarf produzieren: u.a. Urfels (Duisburg), Borbecker (Essen), Bergmann (Dortmund) oder Boente (Recklinghausen).

Wie können diese Kleinen im Konzert der Großen wie Krombacher, Veltins und Warsteiner mitmischen?

Durch einzigartige Braukunst oder Rezepturen, sagt Brauer Dirk Weber (44) von Boente: „Wir müssen unser Bier nicht durch Filtration haltbarer machen. Bei uns bleiben alle Geschmacksstoffe im Bier, es schmeckt besser.”

Hans-Christian Bosch (34), Chef der Bosch-Brauerei in Bad Laasphe und in 11. Generation Brauer: „Mit unseren alten westfälischen Rezepten machen wir ein echtes Handwerks-Bier. Die Menschen schätzen es, dass wir mit der Region verwurzelt sind.”

Also, eine bierselige Zukunft?

„Leider nein”, sagt Bierexperte Georg Lechner (Biermuseum Oelde). „Am Ende bleiben nur die Großen übrig. Der Mittelstand hat keine Chance, weil er mit viel höheren Kosten produziert.”

Allerdings werde diese Entwicklung erst in den nächsten Jahrzehnten greifen. (toki, wit, tk, sama, dom)

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Quelle: www.bild.de

22.03.2012: Bierseminare in Rhein-Sieg - Heute mal Kakaobier statt Kölsch

09.03.12 12:18h


Filip Dedeurwaerder-Haas gibt am Freitag und Samstag ein Bier-Seminar an der VHS Rhein-Sieg. Lutz Blumberg sprach mit dem 42-jährigen gebürtigen Belgier, der eigentlich Sprachdozent ist.

Woher stammt die Idee zu einem Bierseminar?
Ich habe vor acht Jahren selbst ein Wein-Seminar bei der Volkshochschule besucht und mir gedacht: Das muss doch auch für Bier funktionieren. Jetzt gebe ich seit acht Jahren Bierseminare. Außerdem bin ich natürlich Bierliebhaber.

Wie läuft so ein Seminar ab?
Wir verkosten sechs bis sieben Sorten Bier, und die Teilnehmer können für sich entscheiden, ob ihnen das Bier schmeckt.

Woran orientiert sich denn die Auswahl der Biere?
Es gibt immer ein Oberthema, dieses Mal ist es die Wallonie, der französischsprachige Teil Belgiens. Wir hatten auch schon "königliche Biere" und "biblische Biere".

Gibt es bei den Bieren der Wallonie ein verbindendes Element im Geschmack, wie beispielsweise beim Kölsch?
Nein, ganz und gar nicht. Das verbindende Element ist, wie bei praktisch allen Bieren aus Belgien, ihre Unterschiedlichkeit.

Wie finden Sie die Biersorten?
Vor Ort und manchmal per Zufall. Für diesen Kurs habe ich einen Urlaub in den Ardennen genutzt und ein paar sehr interessante Biere gefunden. Das "Saison" zum Beispiel, das wurde ursprünglich für Saisonarbeiter gebraut und ist sehr haltbar. Es wird im Winter gebraut und im Sommer getrunken. Dann haben wir Weißbier und ein Bier, das dem Ale verwandt ist. Außerdem gibt es ein Bier mit Kakao ...

Oh, oh, oh. Das klingt, gelinde gesagt, gefährlich.
Keine Angst, also es ist kein Bier, in das Kakao mit Milch gemixt wird, sondern Bier, das mit Kakao gebraut wurde. Die Kakaobohne ohne Zucker gibt eine bittere Note, das schmeckt gar nicht süß.

Das Seminar wird zweimal angeboten: Heute und morgen, jeweils von 18.30 bis 21.30 Uhr. Es gibt Restplätze, Anmeldung: 0 22 41/30 97-0. Teilnahmegebühr: 30 Euro (davon 15 Euro für das Bier).

Quelle: www.rundschau-online.de

22.03.2012: Kölschfest - Kölsch ohne Ende

03.02.12 17:44h


Gestern abend wurde das Kölschfest eröffnet, das im vierten Jahr in einem Zelt am Südstadion stattfindet. Die Roten Funken gaben mit ihrem Auftritt den Startschuss für das diesjährige Kölschfest. Der Eintritt ist kostenlos.

Kölsch- und Schlager-Fans kamen hier auf ihre Kosten: Gestern abend wurde das Kölschfest eröffnet, das im vierten Jahr in einem Zelt am Südstadion stattfindet. Zum Programm gehören diesmal unter anderem Schlagersänger Olaf Henning die Kölschfraktion, die Vajabunde und das Orchester Helmut Blödgen. Die Roten Funken gaben mit ihrem Auftritt den Startschuss für das diesjährige Kölschfest. Neben der „After-Zoch-Party“ am Rosenmontag soll es am 10. Februar erstmals die „Pink Nose“-Party mit Künstlern aus der schwul-lesbischen Szene geben.

Neu ist in diesem Jahr auch ein Balkon, auf dem etwa 400 Feierlustige dem Fest in luftiger Höhe beiwohnen können. Über 5000 Besucher fasse das Zelt, sagt Pressesprecher Manfred Damaschke. „An Weiberfastnacht zum Beispiel, haben wir aber mehr Security und Sanitäter, so dass wir die volle Kapazität des Zeltes ausschöpfen können - das sind mehr als 6000 Leute!“ Die insgesamt neun Veranstaltungen in der Karnevalszeit sind auch diesmal kostenlos für Karnevalisten - und solche, die es werden wollen. Bis zum 20. Februar wird das Festzelt am Südstadion durchgehend geöffnet sein. Und bis dahin werden vermutlich - wie auch in den Jahren zuvor - wieder viele Liter Kölsch geflossen sein. Der Eintritt ist kostenlos, wer jedoch einen sicheren Sitzplatz möchte, muss reservieren, was mit dem Kauf eines Getränke- oder Verzehrgutscheins von 20 Euro verbunden ist. Angeboten werden unter anderem Frikadellen oder Krüssje Gulasch, das Kölsch kostet 1,90.

Quelle: www.rundschau-online.de

01.03.2012: Neues Leben im alten Bahnhof

05.02.12 15:49h

Von Christel Thiemann


Bei der Eröffnung vom „Alten Bahnhof Frechen“ ging zeitweise nichts mehr, weil sich die Menschen drinnen dicht an dicht drängten – sei es, um ein Bier zu trinken und das Essen zu testen oder aus purer Neugier.

Die Ansage der Herren von der Security war eindeutig: „Wir können nur Gäste einlassen, wenn andere das Lokal verlassen.“ Positive Kommentare und strahlende Gesichter gab es genug sowohl vor als auch hinter der Theke. „Es war ein rundum gelungener Einstieg“, zog Inhaber Ralph Trunz, der mit seinem Vater Peter und Bruder Thomas bereits bis Silvester die Urstoff-Schänke in Hücheln betrieben hatte, Bilanz. „So ein Brauhaus hat in Frechen gefehlt“, urteilte Besucherin Maria Meyer und fügte noch hinzu: „Es ist einfach klasse hier.“ „Das Ambiente ist sehr urig und gemütlich“, fand auch Kirsten Heger. Sie lobte die „niveauvolle Einrichtung“ mit alten und antiken Stücken. „Eine Bereicherung für die Umgebung“, lautete ihr Kommentar. Theo Heger schloss sich der Meinung seiner Frau an und blickte gleich noch in die Zukunft: „Wir freuen uns schon auf den Biergarten-Saison.“

Treue Gäste sind Stefanie und Wilfried Schäfer aus Weiden, die schon zu Urstoff-Zeiten mit Fahrrädern nach Hücheln radelten. „Das Lokal ist super-genial, schwärmte Stefanie Schäfer. „Das wird ein voller Erfolg werden bei der Lage“, prophezeite ihr Mann. Selbst ihr vierjähriger Sohn Felix war glücklich. „Er freut sich, dass es auch hier Brot mit Knoblauch-Creme gibt“, erklärte die Kölnerin. „Wir hatten schon mit einem großen Andrang gerechnet, aber das so viele kommen würden, hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, so Braumeister Peter Trunz. Zeitweise tummelten sich nach seinen Schätzungen 250 bis 300 Leute in dem Lokal. Bereits vor der Eröffnung hatten schon zahlreiche Stammkunden ihr Kommen angekündigt. „Der Rest war dann Mundpropaganda“, vermutete Thomas Trunz. „Wir hoffen auch weiterhin auf ein volles Haus am neuen Standort“, sagte der 68-jährige Peter Trunz. In Hücheln seien er und seine beiden Söhne an ihre Grenzen gestoßen: „Im Urstoff wurde es langsam zu eng, und außerdem gab es draußen kaum Parkplätze.“

Peter Trunz’ Reich und sein ganzer Stolz ist das Sudhaus im hinteren Bereich des Lokals. Von allen Seiten verglast und in blaues Licht getaucht, ist die kompakte Brauerei ein richtiger Hingucker. Die Gebrüder Trunz hatten das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude und das 5000 Quadratmeter große Areal von der Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) gekauft. Nach den Sommerferien 2011 begannen sie mit den Bauarbeiten für die Brauereigastronomie mit Biergarten. Ein großer und drei kleine Räume mit 180 Sitzplätzen stehen den Gästen zur Verfügung.

Quelle: www.ksta.de

13.01.2012: Frechener Bahnhof - Das erste Bier wird gebraut

07.01.12, 07:03h

Von Bernd Rosenbaum


Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an. In vier Wochen soll das erste Bier fließen.

Frechen - Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an.

In vier Wochen, am 3. Februar, soll hier ab 20 Uhr zur feierlichen Eröffnung des neuen Brauhauses das erste Bier fließen. Ausgeschenkt werden dann das naturtrüb ungefilterte Bier „Lokstoff“ und das nur noch mit einer leichten Hefetrübung versehene „Finchen“. Beides sind obergärige Sorten, die Braumeister Peter Trunz, der 44 Jahre in der Hüchelner Urstoff-Brauerei tätig war, eigens für das Brauhaus kreiert.

Bis zum fertigen Gerstensaft gibt es aber noch viel zu tun. Im Gastraum des aufwändig sanierten Bahnhofsgebäudes muss noch der Holzboden verlegt werden, auch die Theke fehlt noch. Doch dafür hängen noch ein paar Erinnerungsstücke aus vergangenen Tagen als Dekoration an den Wänden, darunter auch Peter Trunz' alter Meisterbrief.

Auch auf den erfahrenen Bierbrauer wartet noch Arbeit. Nach der Hauptgärung, die etwa zehn Tage dauert, muss er noch das richtige Mischungsverhältnis der Zutaten finden, damit das neue Bier seinen eigenen, typischen Geschmack bekommt. Insgesamt etwa vier Wochen dauert es, bis aus der Maische das fertige Bier geworden ist.


Quelle: www.rundschau-online.de

13.01.2012: Der Bier-Sommelier kennt sich aus

10.12.11 10:19h

Von Annika Leister


Neu-Kölner erfahren bei einer Brauhausführung nicht nur viel über die rheinländische Brauerei-Tradition, sondern knüpfen auch Kontakte und erzählen, was sie hier schon erlebt haben. Die perfekte Veranstaltung für Imis.


Innenstadt - Ein Imi in Köln hat es wahrlich nicht leicht: Nicht nur die Sprache der Eingeborenen ist unverständlich und selbst nach jahrelanger Übung kaum zu erlernen, auch an die kulturellen Eigenheiten muss man sich erst einmal gewöhnen. "Bei uns kann man an Karneval auch ohne Verkleidung vor die Tür gehen. Hier ist das unmöglich", erzählt Carsten Schulten den anderen Imis im Brauhaus "Zur Malzmühle" von seiner ersten Begegnung mit dem größten kölschen Brauchtum, dem Karneval. Vor drei Jahren ist er aus dem Münsterland nach Köln gezogen - der Liebe wegen. Seine Freundin Katja studierte hier. Der Gas/Wasser-Installateur suchte sich eine neue Stelle und zog ebenfalls um.


Eine Frau, die neben den beiden sitzt, wagt den Praxistest: Sie fragt den Köbes, ob sie noch ein Kölsch haben darf. "Dat kommt von alleine, dat weißte doch." Nein, das wisse sie nicht. "Na, dann weißt' es jetzt." Dabei ist das kein Imi, der die herzlich-raue Abfuhr erteilt bekommt. Claudia Heithorst ist mit Köln allzu gut vertraut. Bis auf zwei Jahre, die sie in der Nähe von Mainz gewohnt hat, hat sie ihr gesamtes Leben hier verbracht. Die zwei Jahre reichten, um ihr zu zeigen, wie schwer es in einer anderen Stadt sein kann, Kontakte zu knüpfen: "Wir hatten nette Kollegen und Nachbarn. Aber in andere Kreise hineinzukommen, war sehr schwer." Aus dieser Erfahrung heraus initiierte sie in diesem Jahr die Gründung eines Vereins, der die "Integration von Neukölnern", so die Selbstdarstellung, fördert. Die "Rheinland-Agentur" will von nun an regelmäßig Imis und Alteingesessene zu Führungen, Kulturveranstaltungen oder geselligen Abenden zusammenbringen. Am Premierenabend geht es ins Brauhaus. "Wir wollen, dass die Leute zusammenkommen. Aber sie sollen auch etwas zu sehen und erleben haben", so Heithorst.


Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert

Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."


Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert

Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."


Neue Bekanntschaften zwischen Kölsch und halvem Hahn

Nach einer Stunde ist die fachkundige Führung vorüber und der zweite Teil des Abends beginnt: Imis und Alt-Kölner nehmen am Tisch in der Schänke Platz. Die Karnevalslieder kann Carsten Schulten inzwischen alle auswendig, erzählt er. Besucher, die mit den hiesigen Sitten nicht vertraut sind, weisen er und seine Freundin Katja lieber auf die Eigenheiten in der Gastronomie hin, bevor sie ausgehen. "Damit sie wissen, dass auch ohne Bestellung Nachschub kommt. Und dass die Köbesse nicht immer freundlich sind", so der 33-Jährige. Zwischen Kölsch und halvem Hahn schließen Carsten und Katja neue Bekanntschaften. Zum Beispiel mit Lucienne Willems, die nach 25 Jahren kaum noch als Imi zu bezeichnen ist. Einige Dinge in Köln waren ihr von Anfang an vertraut: "Ich komme aus der Nähe von Maastricht. Da ist der Menschenschlag ähnlich. Die Leute sind einfach fröhlich und feiern gern." Die 60-jährige Niederländerin kann sich jedoch nur allzu gut daran erinnern, wie verzweifelt sie am Anfang im Straßenverkehr war: "Diese Brücken! Selbst mit Karte bin ich regelmäßig falsch gefahren und war - schwups - auf der anderen Rheinseite", erzählt sie lachend. Eigentlich ist auch sie der Liebe wegen nach Köln gezogen. Die Ehe ist inzwischen geschieden, die Liebe zu Köln aber ist geblieben: "Ich gehe zum Beispiel regelmäßig ins Hänneschen-Theater", verrät Lucienne, während sie auf ihre Bestellung wartet: Himmel un Ääd.


Kostenfreie Veranstaltung am 12. Januar 2012

Die nächste Veranstaltung der Rheinland-Agentur findet kostenfrei am 12. Januar um 17.30 Uhr statt. Imis und Altkölner besichtigen das historische Gebäude des Oberlandesgerichts am Reichensperger Platz und die ehemalige Oberpostdirektion. Um verbindliche Anmeldungen per E-Mail wird gebeten.


Quelle: www.ksta.de