Jetzt ist es offiziell: Das Kölschfest geht weiter! Veranstalter Konstantin Brovot konnte nach durchwachsenem Debüt die Pleite seiner Zelt-Veranstaltung am Südstadion doch noch abwenden und einigte sich mit den Sponsoren jetzt auf einen neuen Anlauf.
Vom 29. Januar bis zum Karnevalsdienstag 2010 wird am Südstadion wieder geschunkelt, bis die Schwarte kracht. Das Rezept für den Neu-Start: „Im zweiten Kölschfest-Jahr werden wir verstärkt mit Reiseveranstaltern und Busunternehmen zusammenarbeiten“, so die Veranstalter. Der Eintritt bleibt weiterhin frei.
Von KRISTIN SCHMIDT
Köln – 45 Jahre lang hat er seine Kneipe nie renoviert. So verranzt sah es dort auch aus. Seine Gäste bediente er stets wortkarg und unfreundlich.
Dennoch und gerade drum liebte ihn jeder: Hans „Lommi“ Lommerzheim (†). Als erster Köbes in Köln bekam der Deutzer Kultwirt jetzt ein Denkmal. Er steht als Bronzefigur im Biergarten der Kneipe.Die Brille typisch tief auf der Nase sitzend, steht der aus Bronze gegossene „Lommi“ hinter der Theke und zapft Kölsch. Neben ihm der Kölschkranz, aus dem Wasser in einen kleinen Brunnen fließt.
Vier Jahre nach seinem Tod hat der eigens dafür gegründete Verein begeisterter Lommi-Stammgäste (82 Mitglieder) ihm ein Denkmal errichtet. „Ich habe die Figur nach Fotos angefertigt, die mir seine Frau gab“, erklärt Klaus Gehlen, der Künstler aus Monschau.
Rund 10.000 Euro hat das Denkmal gekostet, allein 3.000 stammen vom Stadtmuseum. Dorthin brachten Lommi-Anhänger nämlich den Original-Knochen des letzten legendären Lommi-Koteletts, das der Ende 2004 servierte. Brunnen, Beckenbeleuchtung und Wasserlauf sponsorte der Neu-Inhaber Rudolf Päffgen.
Was sagt die gerührte Witwe Annemie? „Es ist sehr gut geworden. Wichtig war, dass Lommi gut erkennbar ist. Die Arbeit hinter der Theke war sein Leben. Und er war meins.“ Dennoch falle es ihr schwer dorthin zukommen, wo ihr Mann jeden gleich bediente – ob Promis, Arbeitslose oder Studenten.
Das treueste aller Kölner Heinzelmännchen, der Grinkenschmied (Grinken = Eisenbeschlag von Karrenrädern), soll, nachdem des Schneiders Weib die Vertreibung dieser guten Geister aus Köln verursacht hatte, seine neue Heimat am Emberg in Höhenhaus gefunden haben. So konnte der Grinkenschmied wenigstens von weitem die Domtürme sehen.
Höhenhaus und Höhenfeld
Als Gegenleistung half das ehemalige Kölner Heinzelmännchen den Höhenhauser Bauern bei der Ernte und schmiedete ihnen die Grinken. Auf dem Wupperplatz wurde ihm dafür ein Bronzedenkmal gesetzt. Außerdem ist er noch heute Schutzpatron der Höhenhauser Kirmes.
Der heutige Vorort Höhenhaus entstand ursprünglich aus zwei Ortsteilen, Höhenhaus und Höhenfeld. An Höhenfeld erinnern heute nur noch Straßennamen wie “Höhenfelder Mauspfad” oder der Name des Naherholungsgebietes am Kalkweg “Höhenfelder See”.
Wachstum durch Industrialisierung
Im Rahmen der Industrialisierung gewann Höhenhaus vor allem als Standort von Werkswohnungen des Carlswerkes von F&G an Bedeutung. Außerdem befand sich seit 1891 die Bergische-Löwen-Brauerei (Gilden-Kölsch) in Höhenhaus an der Berliner Straße. Diese wurde nach dem ersten Weltkrieg mit der Mülheimer Balsam-Brauerei zusammengelegt.
Akzente im Stadtteil
Gut Schönrath; Rodderhof; Markt auf dem Wupperplatz (samstags); Schulmauer der Schule für Lernbehinderte entlang der Straße Im Weidenbruch.
Der Kölner Brauhaus Wanderweg führt durch die Altstadt vorbei an den historischen Brau- und Wirtshäusern - und in sie hinein: Bei Kölsch und Halvem Hahn lernt man viel übers Obergärige und erfährt, warum Tony Blair auf Strümpfen über den Roncalliplatz rannte.
Manfred Huhn führt Touristen und auch Einheimische seit zehn Jahren durch die Kölner Altstadt und vorbei an den wichtigsten Gebäuden für Kölsch-Liebhaber: die Brauhäuser der Domstadt. Huhn ist hauptberuflicher Führer auf dem Kölner Brauhaus Wanderweg und begibt sich mit Neugierigen auf die Spuren kölscher Brautradition. Ursprünglich von der Hans-Sion-Stiftung ins Leben gerufen, wird der Wanderweg seit neuestem durch den Kölner Brauerei-Verband fortgeführt.
Die etwa dreistündige Fußtour durch die Altstadt Kölns führt nicht nur vorbei an zehn historischen Brau- und Wirtshäusern, sondern auch direkt in sie hinein. Bei Kölsch, Halvem Hahn oder Schmalzbrot erzählen Huhn und seine Kollegen Wissenswertes und Spannendes zum obergärigen Bier und zum Bierbrauen sowie zur Domstadt selbst.
So weiß Jörg-Peter Thormann zu berichten, dass der Zaun, der den Kölner Dom vom Roncalliplatz trennt, in Düsseldorf gefertigt wurde. Oder dass der frühere britische Premierminister Tony Blair auf Strümpfen vom Dom-Hotel quer über den Roncalliplatz hinüber ins Römisch-Germanische Museum rannte: Der Gentleman wollte das römische Dionysos-Mosaik nicht beschädigen, auf dem die Mächtigen der Welt während des Weltwirtschaftsgipfels 1999 tafelten.
Ein echter Braumeister ist auch dabei
Zwölf Führer, darunter mit Adolf Lotz der ehemalige Braumeister der Küppers-Brauererei, begleiten die bis zu 20 Personen starken Gruppen. Täglich zwischen 11 und 17 Uhr werden die Führungen angeboten, dabei stimmen Huhn, Thormann und ihre Kollegen die Route individuell ab und gehen auch auf spezielle Wünsche ein.
In den vielen Jahren, in denen die Köln-Kenner die Führungen leiten, haben sie ein umfangreiches Wissen zur Domstadt und zum Kölsch angehäuft, so dass sie auch scheinbar schwierige Fragen leicht beantworten können. Wenn man allerdings von Thormann wissen will, welches sein Lieblingskölsch ist, bekommt man eine Abfuhr: "Ich bin wie ein Mülleimer - ich kippe alles in mich rein", legt er sich ungern fest.
Den Brauhaus Wanderweg gibt es seit 1993 - ins Leben gerufen durch die Hans-Sion-Stiftung. Das Angebot an Führungen über diesen nicht nur bei Bierliebhabern geschätzten Weg "ist in den letzten Jahren etwas verwässert" worden, so Heinrich Becker, Vorsitzender des Kölner Brauerei-Verbandes. Weil die Finanzmittel der Stiftung nicht mehr ausreichten, führt nun der Verband die Führungen entlang der Kölner Sehenswürdigkeiten und Stätten des Brauereiwesens fort.
Mehr zum Kölner Brauhaus Wanderweg unter www.koelner-wanderweg.de
Buchungen unter Tel.-Nr.: 0221 / 860 94-0 ( Birgit Saar Veranstaltungs GmbH)
Am Dienstagmorgen hat ein Großbrand in der Bergischen Löwen-Brauerei in Mülheim großen Schaden angerichtet. Die viel befahrene Bergisch Gladbacher Straße musste komplett gesperrt werden, was ein Chaos verursachte. Wurde der Brand durch Arbeiten mit einer Gasflamme ausgelöst?
Von Daniel Taab
Köln - Über 50 beschädigte Autos, geplatzte Fensterscheiben und mehr als 10.000 Kölsch-Fässer in Flammen - ein Großbrand auf dem Gelände der Gilden-Brauerei legte gestern Morgen rund um die Bergisch Gladbacher Straße in Mülheim den Verkehr lahm. Die Hauptverkehrsstraße musste in beiden Richtungen gesperrt werden - es kam zu erheblichen Verkehrsstörungen. An die 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen.
Möglicherweise hatten Arbeiter auf dem Gelände der Bergischen Löwen-Brauerei unsachgemäß mit einem Gasbrenner hantiert. Wie Einsatzkräfte berichteten, wollten sie offenbar Etiketten von Kölschfässern lösen. Dabei soll es zu dem Feuer gekommen sein. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung; sie berichtete von Arbeiten mit offener Flamme. Näheres zur Brandursache wurde gestern nicht bekannt.
Mehr als 50 Autos beschädigt
Die Auswirkungen waren enorm. Die Hitzeentwicklung war so gewaltig, dass es zu Explosionen kam, die auch noch weit entfernt wahrgenommen wurden. Mehr als 50 Fahrzeuge wurden durch die Hitze beschädigt, einige davon völlig zerstört. Der Frontbereich an mehreren Fahrzeugen war regelrecht geschmolzen, die Fenster geborsten. Einige Anwohner liefen entsetzt zu ihren Fahrzeuge, eine Frau brach in Tränen aus und musste von der Polizei hinter die Absperrung gezogen werden. Ein Mercedes-Besitzer berichtete: „Ich bin krankgeschrieben, darum steht mein Auto dort. Nun ist es kaputt. An anderen Tagen bin ich um diese Zeit schon im Büro.“
Neben den Autos und den mehr als 10 000 Kunststoff-Fässern wurde auch ein Altbau gegenüber der Brauerei in Mitleidenschaft gezogen. Durch die starke Hitze zersprangen acht Fenster. Auch die Fassade wurde beschädigt. „Wir mussten das Gebäude mit Wasser bespritzen“, sagte Feuerwehrchef Stephan Neuhoff. Ansonst hätten die Flammen womöglich überspringen können.
Für die Feuerwehr war es der größte Einsatz in den letzten Wochen - bis sie am Nachmittag zum eingestürzten Historischen Archiv an der Severinstraße gerufen wurde. Die Wehrleute mussten mit massiven Wassereinsatz vorgehen, sonst hätten sie die Flammen nicht schnell genug löschen können. „Es war sehr hilfreich, dass die Wache Mülheim nur 200 Meter entfernt ist“, erklärte ein Beamter.
Der Einsatz war für die Feuerwehrleute nicht ungefährlich, weil Kunststoffteile durch die Luft flogen. Verletzt wurde niemand, auch keiner der Anwohner erlitt Verletzungen. Die Bewohner des Hauses gegenüber der Brauerei konnten aus ihren Wohnungen flüchten. Sie liefen um die Ecke, wo sie dann in Sicherheit waren. Die Feuerwehr hatte den Anwohnern zunächst geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, doch gefährliche Schadstoffe in der Luft wurden nicht gemessen.
Mitten im Severinsviertel, in der Severinstraße 51, gründete Heinrich Reißdorf am 4. September 1894 die "Obergärige Brauerei Heinrich Reissdorf". An diesen geschichtsträchtigen Ort will die Brauerei Reissdorf GmbH, wie sie heute heißt, wieder zurückkehren: Am Gründungsort der der Reissdorf Brauerei soll ein Brauhaus entstehen.
Die Arbeiten im Neubau im "Vringsveedel" sind noch zugange, berichtet die "Kölnische Rundschau". Wann im früheren Stammhaus wieder Kölsch ausgeschenkt wird und kölsche Brauhausspezialitäten auf den Tisch kommen, steht noch nicht fest. Laut Rundschau hüllt sich Reissdorf-Geschäftsführer Michael von Rieff zu einem Eröffnungstermin in Schweigen - im Gespräch ist jedoch ein Termin nach Ostern.
In der Severinstraße braute Reissdorf 104 Jahre lang Kölsch und füllte es ab. Im Jahre 1996 wurde ein Grundstück im Gewerbegebiet von Rodenkirchen gekauft. Dort errichtete das Unternehmen eine neue Produktionsstätte mit modernster Brauereitechnologie. Der Umzug an den neuen Standort erfolgte 1998. Elf Jahre später wird am früheren Stammsitz der Brauerei zwar kein Bier gebraut werden, aber wieder Obergäriges aus dem Zapfhahn fließen.
Freier Eintritt und Bier aus Röhren: Das „Kölschfest“ lockte am ersten Abend 3500 Jecke ins Zelt am Südstadion. Auch in der Lanxess- Arena in Deutz jubelte das närrische Volk derweil bei reichlich Promille.
Köln - Patrick (25) ist mit Abstand der hässlichste Mann im Zelt. Seine Haare hat der füllige Bursche unter einer blonden Perücke im Vokuhila-Style (vorne kurz, hinten lang) versteckt, die Augen verbergen sich hinter einer monströsen Sonnenbrille, über der Trainingsjacke aus Ballonseide baumelt eine dicke Goldkette. Die fiese Bodybuilderhose ist ein Kompromiss. „Eigentlich wollte ich eine Trainingshose mit Knöpfen an den Beinen anziehen. Aber ich habe keine mehr gefunden“, murmelt er enttäuscht. In seiner mächtigen Hand wirkt die Kölschstange wie ein Reagenzglas. Aus Karneval mache er sich nicht viel, sagt er. Aber im Zelt ist der Eintritt frei.
Tausende Jecken feiern das Kölschfest
Dann wird es laut. Mit reichlich Tamtam marschieren die Roten Funken ein, es folgen 18 Kellnerinnen, die üppige Kölschröhren wie Trophäen hereinschleppen. Fünf Liter Bier kosten 42,50 Euro. Nach der Bierparade eröffnet Oberbürgermeister Fritz Schramma das Fest mit elf heftigen Paukenschlägen. Konfettiregen. Feuerwerk. Damit die Besucher nicht vergessen, in welcher Stadt sie sich gerade betrinken, ist die Sperrholzkulisse an den Wänden bunt bepinselt: mit den Häuschen vom Alter Markt, Philharmonie und Kölnarena.
Bierparade zum Auftakt
Köln bietet den Feierwilligen seit diesem Wochenende eine neue Attraktion. Für das „Kölschfest“ ist der Parkplatz am Südstadion unter einem gigantischen Zelt verschwunden, in dem bis zu 5000 Menschen Platz finden. Am ersten Abend kommen rund 3500 Jecke. Rot-weiße Stoffbahnen formen einen kölschen Himmel, hölzerne Biertische und Bierbänke bilden ein rustikales Ambiente. In der Mitte erhebt sich ein Podest, auf dem eine Kapelle hin und wieder die gängigen Karnevalshits intoniert. Scheinwerfer drehen lustige Pirouetten. Was das alles mit Karneval zu tun hat? Nichts, meint eine Frau im schrillen Hippie-Kostüm mit Blümchen auf ihrem gelben Hut. „Karneval ist Kultur. Das hier ist eine Kopie des Oktoberfests“, sagt sie. Natürlich wird der kollektive Bierkonsum nicht automatisch zum Brauchtum, wenn man ein riesiges Zeltdach drüberspannt.
Der traditionelle Karneval hat sich in diesen Tagen in der Arena in Deutz eingenistet. Unterm Hallendach baumeln bunte Luftballons, der auf 20 Mann aufgeblähte Elferrat schunkelt im Takt. Ein kräftiger Scheinwerferstrahl durchschneidet die Dunkelheit und verwandelt Marie-Luise Nikuta in eine Lichtgestalt. Während die Mottoqueen des Karnevals von ihren „kölschen Mädcher“ singt, hat Sebastian (23) die Füße hochgelegt. Rot ist seine Fußballhose, weiß das Muskelshirt. „Das Bühnenprogramm ist nicht so wichtig für mich“, sagt er und blickt durch seine Sonnenbrille ins Rund. Mit seinen Kumpels von der Bundeswehr will er mal wieder kräftig abfeiern. Drei Fässchen Bier haben die sechs Jungs mitgebracht, außerdem eine „Schlammbowle“ - Vanilleeis mit Wodka.
Froschkönige, Häschen, Piraten und Clowns haben die Zone vor der Bühne in eine Tanzfläche verwandelt. Auf den meisten Sitzen stehen Kühltaschen oder Getränke. „Die Arena ist das Beste, was Deutschland zu bieten hat“, ruft das Fussich Julche von der Bühne, und mehr als 10 000 Jecke jubeln. Weit nach Mitternacht spielen die Bläck Fööss groß auf. Und die Arena tobt.
Am Südstadion ist die Musik zu dieser Zeit bereits verstummt. Eine Schar schwarzer Sheriffs räumt das Zelt. Kellnerin Maria Schenk wischt die Tische. „Es ist Wahnsinn, wie viel Promille hier rumlaufen. Aber es ist absolut friedlich“, staunt sie. Nach 14 Stunden Bierschleppen naht der Feierabend. Bis zum 24. Februar dauert das Kölschfest. Und dann ist ja noch Karneval.
Von VOLKER GEISSLER und OTTO KRAUSE
Düsseldorf – Am Anfang stand eine kleine Geste unter Rivalen. Inzwischen ist bei Fortuna ein handfester Bier-Zoff entbrannt. Und dabei geht es um, Achtung: Kölsch!!!
Die Vorgeschichte: Michael Brechter, neuer Leiter des Vereinslokals „BAR95“, schenkte beim NRW-Ligaspiel der 2. Mannschaft im Dezember gegen Fortuna Köln im Gästeblock Bier aus der „Verbotenen Stadt“ aus.
„Das hat für leichte Irritationen beim Düsseldorfer Vorstand geführt“, berichtet Michael Busemann, Sprecher der Kölsch-Brauerei Gaffel. „Danach gab es auf Anfrage des Gastronomen Gespräche, in der Gaststätte ganzjährig Flaschenbier zu verkaufen.“
Als das Unternehmen aus dem Alaaf-Land dann bereits öffentlich Vollzug meldete, knallte es richtig: Fortuna erteilte dem Stangenbräu einen Platzverweis für die Anlage am Flinger Broich. Zum einen, weil die exklusiven Bierpartner Frankenheim und Warsteiner heißen, zum anderen weil man als Fortune wohl kaum Lust hat, mit Kölsch anzustoßen.
„Wenn bei uns dieses Bier ausgeschenkt würde, wäre das wie die Wiederholung der Schlacht von Worringen – und diesmal hätte Köln gewonnen“, erteilt Paul Jäger den Plänen eine klare Absage. „Wenn ich Kölsch trinke, bin ich mehr für kleine Jungs unterwegs als dass ich an der Theke stehe. Auf durchlaufende Posten habe ich keinen Bock.“ Präsident Peter Frymuth ergänzt: „Ich bin der Meinung, dass man in unserem Klubhaus vernünftige Getränke ausschenken sollte.“
Den Verein nervt die Kölsch-Debatte derart, dass er sich gestern genötigt sah, eine offizielle Pressemitteilung herauszugeben. Wohl auch, weil von Kölner Seite sogar kolportiert wurde, dass am Karnevalssamstag anlässlich des Bundesligaspiels bei den Bayern eine FC-Fanparty (!!!) am Flinger Broich geplant sei.
„Es ging um eine Fußballparty“, stellt Brechter klar. „Damals war Fortunas Spiel in Unterhaching noch nicht auf Sonntag verlegt. Es sollte für jedes Bayern-Tor eine Runde Löwenbräu, für jedes Köln-Tor eine Runde Kölsch und für jedes Fortuna-Tor eine Runde Alt geben.“
Diese Veranstaltung fällt aus – stattdessen gibt es an diesem Tag ab „18.95 Uhr“ ein Softopening. Brechter: „Mit reichlich Altbier.“ Der Kölsch-Knatsch ist aber noch nicht ausgestanden. Brechter, selbst als Club 95-Mitglied Fortuna-Sponsor, weist darauf hin, dass im Pachtvertrag auf eine Kooperation mit Frankenheim hingewiesen wird – von Exklusivität aber keine Rede sei. „Auf der Anlage wird es kein Kölsch mehr geben“, sagt er. Damit meint er den Bereich des Paul-Janes-Stadions – nicht die Gaststätte.
Von AYHAN DEMIRCI
Wieviel Suff verträgt der Mensch? Wir sehen einen original Päffgen-Deckel, strichübersät. Er legt Zeugnis ab über einen Zech-Abend am Samstag im Brauhaus „Max Stark“ im Kunibertsviertel: Zwei Männer kippten ab 18.30 Uhr in nur vier Stunden 67 Kölsch - und keiner hinderte sie daran. Koma-Saufen im Veedel: Ist das schon normal?
Das beliebte Brauhaus „Max Stark“ im Kunibertsviertel. Hier entstand der Mega-Kölschdeckel.
Nein, noch nicht ganz. Auf erstaunte Nachfragen vom Nachbartisch erklärte die Bedienung, das Treiben am letzten hinteren Tisch im Laden gehöre zu ihren extremsten Gäste-Erfahrungen. Gegenüber EXPRESS erklärte ein Verantwortlicher am Sonntag die Schwierigkeit, wann ein Wirt einzugreifen hat, so: „Hier sind schon Leute nach 35 Kölsch wie ein Strich aus der Tür gegangen.“
Haltung bewahren? Das funktionierte im Fall der Turbo-Zecher vom Samstag überhaupt nicht. Der ältere der beiden (ca. 60 Jahre, er hatte mit 40 Gläsern den Löwenanteil intus) musste auf dem Weg zum Ausgang gestützt werden, war völlig durch den Wind, da war es ca. 23 Uhr - kurz zuvor hatte der Mann noch einen leeren Stuhl aus Versehen die Treppe zum Klo runtergestoßen. Riesen-Gepolter, die Bedienung dachte zunächst, der Mann selber sei runtergefallen und schaute voller Sorge nach.
Schwere Frage also: Wo setzt man die Grenze? Wo verdirbt man dem Gast den Spaß? Sind drei Promille, die der Mega-Zechner (bei einer Mahlzeit) etwa intus gehabt haben muss, reine Privatsache? Der Kölner Rechtsanwalt Winfried Schwabe: „Die Rechtssprechung sagt, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Nur, wenn der Gast z.B. nach 30 Kölsch ankündigt, sich jetzt ans Steuer zu setzen, kann es eine Verpflichtung geben einzugreifen. Die Wirte-Verantwortung bei Alkohol-Exzessen ist eine sehr grenzwertige Sache.“
Vom anstehenden Urteil gegen den Suff-Wirt von Berlin, der einen 16jährigen 45 Tequila trinken ließ (der Junge starb) erwartet Schwabe allerdings eine Signalwirkung über das Jugendschutzgesetz hinaus.
Von CHRISTOPH SCHÜTT
Jecke, aufgepasst! Die große EXPRESS-Umfrage bei Kölner Wirten zeigt:
Fastelovends-Freunde, die in Kneipen, Brauhäusern und Bars zu Karneval „joot süffele“ wollen, müssen für ihr Kölsch tief in die Tasche greifen.
Denn auch in diesem Jahr ziehen viele Kneipiers zu Karneval die Preise um bis zu 20 Prozent an.
Vor allem in den innerstädtischen Lokalitäten rund um Ringe und Altstadt müssen die Jecken für ihr Kölsch Karnevals-Aufschläge berappen. Als weiteres „Extra“ führen immer mehr Gastwirte zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch Bonverkauf- oder Mindestverzehr-Regelungen ein.
Darüber hinaus nimmt ein Teil der Wirte Eintritt. Mathias John, stellvertretender NRW-Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), sieht den Grund für die deutlichen Erhöhungen vor allem in den Mehrkosten, die den Kneipiers an Karneval entstünden.
„Von Gläserbruch über Zusatz-Personal für Reinigung oder Security bis hin zu den Gema-Gebühren: Der Mehraufwand an Karneval ist groß. Hinzu kommt, dass auch viele Getränke-Zulieferer pünktlich zum Straßenkarneval ihre Preise anheben.“
Der Bier- Ausstoß sinkt im Jahr 2008 um 2,4 Prozent - Die Flasche verkauft sich besser als das Fassbier. Aus den fünf größten Braustätten kommen schon 90 Prozent der gesamten Kölsch-Produktion.
Von Willi Feldgen
KÖLN - Das Rauchverbot in Esslokalen und die Wirtschaftskrise haben die Kölsch-Brauer im vergangenen Jahr Umsatz gekostet. „Unser Ausstoß ging 2008 um 2,4 Prozent auf 2,18 Millionen Hektoliter zurück“, sagt der Vorsitzende des Kölner Brauerei-Verbandes und Chef der Gaffel-Brauerei, Heinrich Becker. Die Produktion der obergärigen Bier-Spezialität aus Köln musste damit einen doppelt so großen Einbruch hinnehmen wie die deutschen Brauer insgesamt. Deren Absatz ging 2008 um 1,1 Prozent auf knapp 103 Millionen Hektoliter zurück.
„Trotzdem können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, sagt Axel Haas, Vorstandsmitglied des Verbands und Chef der Erzquell-Brauerei (Zunft-Kölsch) in Bielstein. Er begründet das mit dem wesentlich schlechteren Abschneiden der Altbier-Konkurrenten, deren Produktion laut Statistik des Brauereiverbandes NRW um fast acht Prozent einbrach. Vor wenigen Jahren hatte Alt noch die Nase vorn. Inzwischen hält die Sorte in NRW nur noch einen Marktanteil von 8,7 Prozent, Kölsch dagegen schon 16,4 Prozent. Insgesamt bleibt Pils aber mit gut 73 Prozent Marktanteil in NRW die mit großem Abstand führende Biersorte. Becker und Haas konstatieren jedoch genüsslich, dass die „großen Fernsehbiere“, wie sie die stark beworbenen Pils-Marken Warsteiner, Krombacher, Bitburger und König nennen, 2008 jeweils über drei Prozent und damit stärker verloren hätten als der Kölsch-Markt. Offenbar hätten in Deutschland insgesamt eher die kleineren regionalen Biermarken zulegen können. Auch Köln lebe von der Vielfalt der lokalen Marken, sagen die Vertreter des Verbandes, der in diesem Jahr seit 90 Jahren besteht.
Tatsächlich gibt es - auch ohne reine Handelsmarken - immer noch mehr als 20 eingesessene Kölsch-Marken. Die starke Konzentration der vergangenen Jahre hat allerdings dazu geführt, dass inzwischen schon 90 Prozent der Produktion aus lediglich fünf Braustätten kommen. Allein die zum Oetker-Konzern gehörende Bergische Löwen-Brauerei in Mülheim produziert Gilden, Sion, Sester, Küppers, Kurfürsten, Peters und - als Lohnbrauer - auch Ganser-Kölsch.
Nischen zur AbrundungDie beiden großen Brauereien mit Mono-Marken sind Reissdorf und Früh. Die Gaffel-Brauerei produziert neben ihrer Hauptmarke auch Richmodis und Garde-Kölsch. Aus der Erzquell-Brauerei kommen Zunft-Kölsch und außerdem für die Dom-Brauerei, die keine eigene Braustätte mehr hat, auch deren Marken Dom, Giesler und Rats-Kölsch. Die letzten zehn Prozent des Marktes entfallen auf Nischenprodukte wie Mühlen, Päffgen, Sünner und Bischoff. Nicht im Verband sind die Eigentümer der vergleichsweise winzigen Kölsch-Marken Hellers und Stecken-Kölsch.
Nischen zur Abrundung
Die beiden großen Brauereien mit Mono-Marken sind Reissdorf und Früh. Die Gaffel-Brauerei produziert neben ihrer Hauptmarke auch Richmodis und Garde-Kölsch. Aus der Erzquell-Brauerei kommen Zunft-Kölsch und außerdem für die Dom-Brauerei, die keine eigene Braustätte mehr hat, auch deren Marken Dom, Giesler und Rats-Kölsch. Die letzten zehn Prozent des Marktes entfallen auf Nischenprodukte wie Mühlen, Päffgen, Sünner und Bischoff. Nicht im Verband sind die Eigentümer der vergleichsweise winzigen Kölsch-Marken Hellers und Stecken-Kölsch.
Interessant ist, dass sich 2008 auf dem Kölsch-Markt die Schere zwischen Fass- und Flaschenbier öffnete. Der Absatz von Kölsch in Flaschen stieg um ein Prozent, während das Fassbier um sieben Prozent einbrach. Nach wie vor hat aber die Sorte Kölsch mit 42 Prozent einen erstaunlich hohen Fassbieranteil.
Für das laufende Jahr erwarten die beiden Vorstandsmitglieder des Kölsch-Verbandes eher einen weiteren Rückgang beim Bierausstoß insgesamt und auch für ihre eigene Sorte. Dies gelte jedenfalls dann, wenn sich die Wirtschaftskrise so fortsetze, wie das derzeit allgemein erwartet werde. Einen Ausgleich könnte da nur ein besonders schöner Sommer bringen, der für höheren Absatz sorgt - aber die Hoffnung darauf hat sich in zurückliegenden Jahren schon zu oft getrogen als dass sich die Brauer darauf noch verließen.
Hohe Erwartungen an alkoholreduziertes oder -freies Kölsch erfüllten sich ebenfalls nicht: Am gesamten Kölsch-Ausstoß halten akoholfreie Varianten einen Anteil von nur 0,6 Prozent und die alkoholreduzierten gar nur 0,24 Prozent. Biermischgetränke mit Kölsch (und zum Beispiel Cola) gibt es zwar, ihr Marktanteil liegt aber eher im Promillebereich.
Die Kultrocker von Brings lieferten am Montagabend eine Vorstellung für den guten Zweck: In der neu eröffneten Kultkneipe "Ständige Vertretung" am Fischmarkt sammelten die fünf Rocker als Köbesse für den Verein "Auf Achse Treberhilfe".
Wenn echte Rockstars zapfen und servieren schmeckt das Kölsch gleich doppelt so gut - da waren sich die Gäste einig. Nicht wenige guckten verdutzt, als auf einmal Sänger und Frontmann Peter Brings mit einem Kranz Obergärigem anmarschierte. Der Erlös der einstündigen Servierarbeit kommt dem Verein "Treberhilfe" zu Gute.
"Wir unterstützen die "Treberhilfe" schon seit mehr als zehn Jahren", so Peter Brings, Sänger und Frontmann der Band. "Ich kam damals aus dem Bahnhof und sah die Streetworker mit Jugendlichen im Gespräch. Dieses Einsatzbereitschaft und die Art und Weise hat mich sehr fasziniert. Seitdem versuchen wir, dem Verein so oft wie möglich mit Spenden zu helfen. Der heute Abend erwirtschaftete Betrag wird den engagierten Sozialarbeitern in voller Höhe zukommen."
Seit nunmehr zwanzig Jahren setzt sich der Verein als freier soziale Träger für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und Notlagen ein. Aktuell unterhält "Auf Achse" fünf Projekte, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Hilfeangeboten an verschiedene Zielgruppen wenden, um Hilfesuchende wieder in die Lage zu versetzen, ohne Begleitung und Unterstützung zu leben.
Rekordverdächtig: In nur neun Tagen ist am Südstadion das größte Holzfestzelt des Rheinlandes und Kölns entstanden. Jetzt kann das Kölschfest kommen!
Neun Tage lang wurde geschraubt, gehämmert und gebohrt - jetzt steht am Südstadion das größte Holzfestzelt des Rheinlandes. Bald werden auch eine dreidimensionale Severinstorburg und liebevoll gestaltete Innenwände mit Hüsjern, Rheinpanorama, Alter Markt und Dom die feierfreudigen Besucher locken.
Vom 13. bis 24. Februar darf im Zelt gelacht, geschunkelt und gefeiert werden. Für die Stimmung sorgt das Orchester Helmut Blödgen, dass alle jecken Hits von Ostermann, Höhner, Bläck Fööss oder den Paveiern spielen wird. „Ich will, dass hier wieder ganz Köln Karneval feiert, egal ob Arbeiter, Student, Anwalt oder Vorstandsvorsitzender“, so Kölschfest-Chef Konstantin Brovot. Und so gibt es dann auch lecker Früh-Kölsch und beste kölsche Spezialitäten von der Fooderkaat zu zivilen Preisen.
"Das Trinken lernt der Mensch zuerst, viel später erst das Essen, drum soll der Mensch, so lang er lebt, das Trinken nicht vergessen".
Diesen bei vielen Kölschgenießern beliebte Trinkspruch hört man ein ums andere Mal in fröhlicher Runde in den Brauhäusern oder Biergärten der Domstadt, wenn sich mit einem frischen und kühlen Obergärigen samt Bilderbuchschaumkrone zugeprostet wird.
Während in den großen Brauhäusern und Biergärten das kühle Kölsch üblicherweise aus einer großen Anlage gekonnt gezapft ins Glas und anschließend in die Kehle rinnt, tauchen bei Umtrunken im heimischen Garten des öfteren Probleme auf. Zwar haben Pittermännchen und Partyfässchen im Rheinland eine lange Tradition, doch Fehler beim Zapfen sind aber nicht nur bei Imis oft zu beobachten: Zuviel Schaum, schales Bier oder die falsche Temperatur sind Übel, die sich mit ein wenig Fachwissen jedoch leicht vermeiden lassen.
Wer über dieses Fachwissen verfügt und bescheid weiß, wie man ein Kölsch professionell zapft, um einen optimalen Biergenuss zu erreichen, ist Theo Mörs. Der Leiter der Abteilung "Gastronomieservice und Events" der Privatbrauerei Gaffel, nennte fünf goldene Regeln, um ein Kölsch perfekt zu zapfen. Befolgt man diese, darf man sich auch zuhause auf ein "lecker Kölsch" freuen:
1.Kühlung
Kölsch sollte mit 3-4 Grad gezapft werden. Pittermännchen 72 Stunden kühlen, Partyfässchen 24 Stunden.
2.Trinktemperatur
Optimal sind sechs Grad.
3.Kühle Gläser Wenn kaltes Kölsch auf warme Gläser aufschlägt, schäumt es stark. Gläser müssen abgeschreckt (vorgekühlt) werden.
4.Saubere Gläser
Spüli-Reste verhindern eine schöne Schaumkrone. Ausreichend mit Wasser durchspülen.
5.Pittermännchen zapfen
Dichtungsgummi des Zapfhahns eine halbe Stunde anfeuchten. Zapfhahn mit ein bis zwei Schlägen ins Fass einschlagen. Wenn das Fass nicht mehr läuft, durch Deckelöffnung mit Zapfventil oder zweiten Zapfhahn Luft reinlassen.
Kölsch ist nicht nur die Kölner Mundart, sondern auch das obergärige, hopfenbetonte Bier der Domstadt. Dabei ist Kölsch aber nicht einfach nur ein alkoholisches Getränk, es ist eine Lebensart. Und ebenso beliebt wie das Kölsch selber sind die urigen Brauhäuser.
Der Kölner lässt nichts auf ein sein Nationalgetränk kommen und das auch zu recht, denn das Helle vom Rhein ist etwas ganz Besonderes. Getrunken wird nur aus "Kölschstangen" - ganz schlanke Gläser mit einem Inhalt von meist 0,2 Litern.
Kölsch ist ein helles, obergäriges, blankes und hopfenbetontes Vollbier mit einem Alkoholgehalt von circa 4,8 %. Das Besondere ist der Brauprozess. Für Kölsch wird spezielle obergärige Hefe verwendet, die Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius zum Gären benötigt. Diese schwimmt nach dem Brauvorgang oben und kann einfach abgeschöpft werden.
Wie alles in der Domstadt hat auch das Kölsch seine ganz eigene Geschichte und Tradition. So wird das Obergärige bereits seit 874 am Rhein hergestellt. Bis heute darf es auch nur hier gebraut werden.
Von ARNO SCHMITZ
Wie peinlich! Sie bestellen im Brauhaus ein Mineralwasser – und der Köbes raunzt Sie an: „Wollense ’n Stück Seife dazu?“ So ist er, der Köbes. Ein ganz besonderer ist Axel Bergow (62) in der Malzmühle. Der ist so ruppig, dass die „Wirtschaftswoche“ über den Kult-Köbes berichten will. Um ihren Lesern zu erklären, wie man mit Unfreundlichkeit zum Erfolg kommt.
Die Stimmung in der Malzmühle schwappt über. Köbes Axel in Hochform. Ein Mitglied der Ehrengarde hat sich gerade über das „etwas zähe“ Fleisch beklagt. Da hält Axel ihm seine „dritten“ Zähne entgegen, meint: „Probier’s mal mit meinen.“ Sobald er nun den Raum betritt, schmettern die Karnevalisten los: „Wir woll’n die Zähne seh’n!“
Axel – Köbes aus dem Lehrbuch. „Er wird nicht dafür bezahlt, freundlich zu sein“, heißt es in einer kölschen Definition der Servicekraft im Brauhaus. Und freundlich ist Axel selten.
Aber irgendwie doch. Keiner beschimpft seine Gäste schöner. „Setz dich!“, zischt er den Holländer an, der sich den Weg von der Toilette zurück zum Tisch bahnt. „Iss jetzt!“, lautet die Ansage an den Gast am Nebentisch. Übel nimmt ihm den schroffen Ton fast niemand. Im Gegenteil, der Großteil der Gäste schlägt sich nach kurzem Erstaunen erfreut auf die Schenkel, wenn Axel Lack gibt.
Seit elf Jahren schleppt er Kölsch-Kränze durch die Malzmühle – im August aber ist Schluss. Dann tritt Bergow einen neuen Job in Remagen an – von seinem Wohnort Niederzissen hat er dann kürzere Wege. Bald soll auch die Rente durch sein.
„Ich werde Köln vermissen“, sagt Axel: „Die Menschen, die Atmosphäre. Was ich mache, funktioniert nur hier. Wo wir in Köln drüber lachen, werden anderswo Prozesse geführt.“
Ungewöhnlicher „Kälteeinsatz“ am Mittwoch bei Reissdorf in Sürth: Zunächst wurde die Feuerwehr gegen 13 Uhr über einen Defekt in der Brandmeldeanlage informiert. Als die Wehrmänner vor Ort waren, schlug dann das Messgerät eines Wehrmannes an: Zuviel Kohlenmonoxid lag in der Luft!
Zunächst ließ sich dafür kein Grund im Werk finden, vorsichtshalber wurden aber knapp 100 Mitarbeiter abgezogen. Die Suche ging weiter. Die Lösung lag dann auch irgendwie am frostigen Winter: Mitarbeiter der Firma hatten in der Lagerhalle die Türen geschlossen, um die Kälte halbwegs auszusperren. Die Folge: Die Halle wurde wärmer - die umherfahrenden Gabelstapler und Lastwagen aber pusteten die Halle messverdächtig mit Abgasen voll.
Nachdem die Feuerwehr die Halle quergelüftet hatte, konnte der Einsatz um 14.30 Uhr abgeschlossen werden. Die Arbeit bei Reissdorf konnte weitergehen – wenn auch unter kühleren Bedingungen.
15.10.12
Ein dunkles Bier im Gaffel am Dom? Keine Angst, hier handelt es sich nicht um Altbier, sondern eine neue Kreation der Kölner Brauerei: Das Mondhopfen-Bier wird nur saisonal produziert.
Von Martin Boldt
Köln
Das wird doch nicht etwa ein Altbier sein? In einem Kölner Brauhaus? Wer das neue Bier, das bernsteinfarbene Mondhopfen der Gaffel-Brauerei, zum ersten Mal vor sich sieht, ist leicht irritiert. Ein kräftiger Schluck vom dunklen Bräu, das in einem weiten 0,4- Liter-Glas serviert wird, hinterlässt nach dem ersten Schock einen guten Eindruck: Es schmeckt überraschend süffig, hat kaum bittere Nuancen, dafür aber eine leichte Brombeernote. Auch nach mehreren Gläsern bleibe es leicht bekömmlich, versichert Gaffel-Chefbrauer Rainer Radke. „Das liegt am Galaxy-Hopfen mit seiner angenehmen Würze.“ Angebaut wird der Rohstoff, der dieser Bierkreation seine Seele verleiht, im australischen Tasmanien.
Erntezeit bei Vollmond
Die richtige Mixtur für das neue Getränk, das mit 4,2 Prozent Alkohol etwas leichter als ein klassisches Kölsch ausfällt, sei gar nicht so einfach gewesen: „15 Versuche waren schon nötig, um zur richtigen aromatischen Komposition zu gelangen.“ Den poetischen Namen verdankt das Mondhopfen übrigens keinem Werbetexter, sondern der traditionellen Erntezeit seiner Hauptzutat: Die Ernte beginnt alljährlich mit der ersten Vollmondnacht im März. In Australien ist dann Herbst.
Den Grund für das Experiment erläutert Gaffel-Marketingleiter Thomas Deloy: „Der Biermarkt ist seit Jahren rückläufig. Eine Gegenmaßnahme ist, sich breit aufzustellen.“ Das Mondhopfen-Bier solle „als klare Alternative zum Kölsch“ positioniert werden. „Solange ein Produkt zu unserem Haus passt und keine Panscherei ist, ist dies ein Schritt, den wir glaubwürdig verkaufen können.“ Und der erste Eindruck bei den Kunden? „Niemand kommt bislang zu uns nur wegen des Mondhopfens“, räumt Deloy ein, „aber viele probieren ein Glas zwischendurch.“
Noch nicht in Flaschen
Wer das neue Bier testen möchte, sollte nicht zu lange damit warten. Lediglich 300 Hektoliter wurden gebraut, und der Ausschank findet ausschließlich im Gaffel am Dom statt. Eine Flaschenproduktion ist vorerst noch nicht geplant. „Wir müssen bei dem Thema des saisonalen Biers erst einmal ein Gespür dafür entwickeln, wie es von den Kunden angenommen wird“, sagt Deloy. Ausgeschlossen sei eine offizielle Markteinführung allerdings nicht.
05.10.2012 — 13:48 Uhr
ERST GAB ES EINEN AUFSTAND, DANN DIE BIER-REVOLUTION
Als Josef Groll am 5. Oktober 1842, also vor 170 Jahren, zum ersten Mal die Sudpfanne im böhmischen Pilsen anschmeißt, revolutioniert er auf einen Schlag die Bierkultur. Im Alter von 31 Jahren erfindet der niederbayerische Braumeister das erste Pils der Welt! Die kuriose Geschichte dahinter: Es ist das Jahr 1838. In der westböhmischen Metropole Pilsen gibt es ein Brauhaus und durstige Bürger. Das Problem: die ortsansässigen Brauer produzieren nur obergäriges Bier, welches den Bürgern nicht schmeckt.
Es kommt zu einem regelrechten Bier-Aufstand. Wohl wütend, um ihr schmackhaftes Feierabend-Bier gebracht zu werden, stürmen die Böhmer die Braustätten, klauen das Bier und kippen die Plörre auf den Marktplatz oder in den Fluss. Dem Pilsner Magistrat bleibt nichts anderes übrig, als die Bürger zu beruhigen, indem er ihnen ein neues Brauhaus baut und verspricht, die Sudpfannen von nun an einem Experten zu überlassen. Der Niederbayer Josef Groll soll es richten und wird 1842 aus dem heimischen Betrieb in Vilshofen abgeworben. Dort hatte der junge Groll schon öfter mit Sudpfannen experimentiert und probiert, mit Zutaten und Zubereitungsart zu spielen. In Bayern war der untergärige Brauprozess zwar schon bekannt, doch was Josef Groll im Oktober 1842 machte, war gänzlich neu. Statt des üblichen dunklen Malzes nahm Groll nur leicht geröstetes und sehr helles Malz. Außerdem profitierte er vom weichen und salzarmen böhmischen Wasser. Seine Geheimzutat: der lokale Saazer Hopfer.
Das Ergebnis muss die Böhmer Wutbürger mehr als zufriedengestellt haben: Statt des schalen, trüben und vermutlich viel zu süßen Bieres aus vergangenen Zeiten kredenzte Groll ihnen ein ungetrübtes und gold-gelbes Bier mit Schaumkrone und fein-herber Geschmacksnote.
Das auf den Namen Pilsener Urquell getaufte Brau-Wunder verweilte nicht lange in den böhmischen Gebieten. Schnell sprach sich die Zubereitungsart und der besondere Genuss herum und eroberte ab 1863 Deutschland, Großbritannien und Nordamerika. Die Marke Pilsener Urquell hat sich bis heute gehalten, seit 1999 gehört die Brauerei zum südafrikanischen Bier-Multi SAB Miller. Produziert wird aber nach wie vor im heute tschechischen Pilsen, wo rund 2500 Mitarbeiter jährlich etwa zehn Millionen Hektoliter brauen.
Von Rainer Nolte, 28.06.2012
Wie kommen Sie dazu, von einer neuen Bierkultur zu sprechen?
FRITZ WÜLFING In den USA hat Craft-Bier eine große Vielfalt an Bieren hervorgebracht - weg vom neutralen Biergeschmack. Dort hatte sich nach der Prohibition ein Markt mit ausschließlich neutralen, geschmacksarmen Bieren entwickelt. Seit den frühen 80ern ändert sich das, und es gibt heute nirgendwo auf der Welt eine so vielfältige Bierkultur wie in den USA.
Was ist eigentlich Craft-Bier?
WÜLFING Der Name hat einen amerikanischen Ursprung. Kleine Brauereien wollten sich von den großen Industrie-Brauereien abgrenzen, eine neue Bierkultur schaffen. Craft heißt übersetzt Handwerk und hat nichts mit der deutschen "Kraft" zu tun. Es hat auch nicht zwingend einen höheren Alkoholgehalt. Für Craft-Bier dürfen nur natürliche Zutaten und kein Chemie verwendet werden. Auch dürfen keine Dinge benutzt werden, die den Geschmack vermindern. Wer Craft-Bier produziert, darf maximal drei Millionen Hektoliter im Jahr brauen. Der zweitgrößte Hersteller "Sierra Nevada" kommt beispielsweise auf 600 000 Hektoliter, das ist kleiner als die Reissdorf-Kölsch-Brauerei.
Und der US-Markt nimmt das Angebot an?
WÜLFING Der Marktanteil wächst in den vergangenen Jahren ganz rasant. Derzeit sind es fünf Prozent des Brauvolumens. Der Umsatzanteil liegt schon bei sieben Prozent, weil die Craft-Biere hochpreisiger verkauft werden. In den USA gibt es mittlerweile mehr als 2000 Braustellen, die Sorten im fünfstelligen Bereich produzieren. Genau kann man die Zahl nicht sagen, weil es sich täglich ändert - das ist das Schöne daran und zeigt die Vielfalt. Es gibt keine Konstanz, sondern immer neue Ideen. Es wird nie langweilig.
Wenn nur Naturprodukte verwendet werden, sind die Biere dann quasi nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut?
WÜLFING Nein, nicht explizit. Die meisten sind wohl nach dem Reinheitsgebot, bei dem nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe benutzt werden darf, gebraut, aber es ist nicht nötig, um ein gutes Bier zu machen. In Amerika werden alle Biersorten gebraut, die international vorkommen. Dort ist man nicht an eine Bierkultur gebunden, die Bevölkerung und damit die Bierstile sind deswegen so vielschichtig. Zum Beispiel werden alte deutsche Biersorten wiederaufgelegt, wie das "Gose". Aber es werden auch ganz neue Stile gegründet. Mittlerweile gibt es rund 100 Sorten wie Kölsch, Pils, Alt - nicht Marken.
Kann man in Europa den Craft-Trend auch ausmachen?
WÜLFING Ja. Je weniger in einem Land die eigene Bierkultur ausgeprägt ist, desto mehr schlägt das Craft-Bier ein. Am intensivsten ist es derzeit in Italien. Auch in den Niederlanden ist es zu spüren. In den Ländern werden Craft-Biere überdurchschnittlich viel importiert, aber auch gebraut. Wo jedoch die stärkste Bierkultur herrscht, ist die Verbreitung am schlechtesten: Deutschland und Belgien.
Ist in Deutschland denn zumindest ein kleiner Funke zu erkennen?
WÜLFING Ja, es sickert allmählich durch. Die deutschen Brauer haben es erkannt, aber meiner Meinung nach noch nicht richtig verstanden. Es fehlt noch eine gewisse Authentizität. In anderen Ländern sind es kleine Heimbrauer, die das Bier herausbringen und das Handwerk authentisch leben. Hier bei uns ist es groß angelegt, gesteuert mit Marketing, es wird ein schickes Outfit gemacht, das Produkt ist extrem hochpreisig. Das Unwesentliche ist hierbei leider das Bier. Es ist zwar schon wesentlich besser und interessanter, aber ganz authentisch ist es nicht. Es läuft dann nicht unter "handwerklich", sondern unter "luxuriös". Der größte Braukonzern, die Radeberger-Gruppe, hat mit "Braufaktum" (Anm. d. Red.: siehe S. 8) etwas aus der Taufe gehoben, das sich an Craft-Bier anlehnt. Da steckt zwar eine große Kampagne hinter, die das Bier in gehobenen Supermärkten anbietet, aber das könnte ein Wegbereiter für die Craft-Bier-Welle in Deutschland sein.
Kann man in Deutschland auch authentische Biere kaufen, beispielsweise von einer amerikanischen Brauerei?
WÜLFING Ja. Es wird importiert. Die besten Chancen hat man, über das Internet Craft-Bier zu bestellen, zum Beispiel beim Onlinehandel "Bierkompass". Im normalen Getränkeladen ist es aber schwierig, da muss man schon suchen.
In den USA werden Crafts auch in Dosen vertrieben. Passt das zusammen?
WÜLFING Ja. Rund 130 Brauereien füllen ihr Produkt in Dosen. Der Anteil ist zwar gering, aber wächst erstaunlich schnell. Die Hersteller merken, dass das Bier qualitativ besser in der Dose aufgehoben ist. Es ist luft- und lichtdicht verpackt und sehr praktisch für den Transport und die Kühlung. Der Geschmack wird auch nicht beeinflusst. Die ökologischen und ethischen Vorbehalte sind in den USA nicht so stark ausgeprägt wie bei uns. Das ist aber eine politische Sache. Aus der Sicht des Bier-Sommeliers muss ich sagen: Die Dose ist technisch gesehen eine gute Verpackung für Bier. Aus vielerlei Hinsicht besser als die Flasche. Aus ethischer Sicht ist die Flasche natürlich schöner bei einer Verkostung zum Essen.
Craft-Brauereien sind ja schon klein, aber es geht noch kleiner: Nano-Brauereien.
WÜLFING Ja, das ist eine neue Bewegung innerhalb des Craft-Biers. Jeder Craft-Brauer war auch mal ein Nano-Brauer. Das sind Heimbrauer, die auf ihren kleinsten Anlagen kommerziell Bier herstellen. In Deutschland ist das jedoch schwierig, weil je nach Region die Auflagen für eine Zulassung einer Hausbrauerei sehr hoch sind. Das Gypsy-Brauen ist daher eine Lösung: Man hat keine eigene Brauerei, sondern mietet sich woanders ein, wo Kapazitäten frei sind, und braut dort sein Bier nach eigenem Rezept. So mache ich das auch mit meinem Bier, dem "Fritzale", das ich im Siegburger Brauhaus und in der "Braustelle" in Köln-Ehrenfeld fertige. In letzterer um Braumeister Peter Esser ist derzeit in Deutschland der Nabel für die neue Bierkultur. In der "Braustelle" bricht man schon seit Jahren mit Konventionen, denn es gibt dort ein "Ehrenfelder Alt".
Was könnte man am Kölsch-Geschmack verändern?
WÜLFING Beim Kölsch können Brauer nicht so sehr mit den Malzen spielen, weil es ja hell sein muss. Man kann dafür aber viel mit Hopfen-Aromen machen. Zum Beispiel ist dann ein leichter Zitrusgeschmack vorhanden oder es schmeckt nach Pinienaromen oder schwarzer Johannisbeere.
Wird sich in Deutschland die neutrale Bierkultur gegenüber den Innovationen weiterhin behaupten?
WÜLFING Nein. Weil die deutschen Brauer sehr konservativ sind, wird es wohl etwas länger dauern. Die Entwicklung ist aber nicht aufzuhalten. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wird sich einiges getan haben. Ein wichtiger Punkt ist, dass 2016 das Reinheitsgebot 500 Jahre alt wird. Dieses Jubiläum wird wahrscheinlich von der Vermarktung noch einmal richtig ausgeschlachtet, und Veränderungen werden eher zurückgehalten. Aber danach wird es rasant losgehen.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE RAINER NOLTE
18.05.2012 - 08:07 Uhr
Verjüngungskur: Machtwechsel beim Vorstand
Beim Kölner Brauerei-Verband kündigt sich ein Machtwechsel an: In einem Brief an den Vorsitzenden Heinrich Becker schlug Erzquell-Brauerei-Chef Axel Haas vor, dass der bisherige Vorstand im kommenden Jahr nicht mehr antreten solle.
„Wir sollten der jungen Generation Platz machen“, so Haas. Zudem seien die Kölsch-Brauer durch die Ermittlungen vom Bundeskartellamt wegen angeblicher illegaler Preisabsprachen ins Gerede gekommen.
Heinrich Becker: „Ich stimme der Verjüngungskur zu.“ Kandidaten für den neuen Vorstandsposten sind Heinrich Becker junior oder Melanie Schnell von der Malzmühle.
21.03.2012 - 21:30 Uhr
Der Frühling ist da! Darauf ein Kölsch, sagte sich Sina (21). Die Kölner Studentin machte es sich am Mittwoch bei strahlender Sonne am Rhein bequem.
Was sie und wohl die meisten Kölner nicht wissen: Für die Herstellung eines einzigen Kölschs (0,2) gehen 60 Liter Wasser drauf. Diese Menge verteilt sich auf Regenwasser für Hopfen und Malz und den gesamten Produktionsprozess.
Für ein Kilo Rindfleisch sind sogar 15.000 Liter Wasser nötig. Zum Weltwassertag nennt EXPRESS weitere beeindruckende Zahlen: 70 Milliarden Liter werden in Köln jährlich verbraucht.
Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 160 Litern täglich, wobei der größte Teil durch Baden, Duschen und Toilettenbenutzung entsteht. Unser Kölner Trinkwasser stammt aus einem der neun Wasserwerke im Umkreis. Beste Qualität, sagt die Rheinenergie. Dem schließen sich die Brauer an: Auf ein Kölsch ist Verlass!
19.03.12 00:08h
NRW – Wir sind besser als die Bayern – beim Bier-Trinken! In NRW wurden 2011 23,94 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Fast zwei Millionen mehr als in Bayern (22,06).
BILD erklärt – rechtzeitig zum Start der Biergarten-Saison – wer wo was in der Region braut, und wie die Zukunft aussieht.
Gut ein Viertel des deutschen Bier-Gesamtabsatzes wird in NRW hergestellt.
Die Brauereien-Landschaft hierzulande ist vielfältig. 46 sogenannte Traditions-Brauereien (Gründung vor 1985) versorgen uns mit Pils (75,1 Prozent), Kölsch (13,7 %) und Alt (8,17 %). Dazu kommen noch rund 150 Gastronomie- und Kleinbrauereien, die sozusagen für den Hausbedarf produzieren: u.a. Urfels (Duisburg), Borbecker (Essen), Bergmann (Dortmund) oder Boente (Recklinghausen).
Wie können diese Kleinen im Konzert der Großen wie Krombacher, Veltins und Warsteiner mitmischen?
Durch einzigartige Braukunst oder Rezepturen, sagt Brauer Dirk Weber (44) von Boente: „Wir müssen unser Bier nicht durch Filtration haltbarer machen. Bei uns bleiben alle Geschmacksstoffe im Bier, es schmeckt besser.”
Hans-Christian Bosch (34), Chef der Bosch-Brauerei in Bad Laasphe und in 11. Generation Brauer: „Mit unseren alten westfälischen Rezepten machen wir ein echtes Handwerks-Bier. Die Menschen schätzen es, dass wir mit der Region verwurzelt sind.”
Also, eine bierselige Zukunft?
„Leider nein”, sagt Bierexperte Georg Lechner (Biermuseum Oelde). „Am Ende bleiben nur die Großen übrig. Der Mittelstand hat keine Chance, weil er mit viel höheren Kosten produziert.”
Allerdings werde diese Entwicklung erst in den nächsten Jahrzehnten greifen. (toki, wit, tk, sama, dom)
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Quelle: www.bild.de09.03.12 12:18h
Filip Dedeurwaerder-Haas gibt am Freitag und Samstag ein Bier-Seminar an der VHS Rhein-Sieg. Lutz Blumberg sprach mit dem 42-jährigen gebürtigen Belgier, der eigentlich Sprachdozent ist.
Woher stammt die Idee zu einem Bierseminar?
Ich habe vor acht Jahren selbst ein Wein-Seminar bei der Volkshochschule besucht und mir gedacht: Das muss doch auch für Bier funktionieren. Jetzt gebe ich seit acht Jahren Bierseminare. Außerdem bin ich natürlich Bierliebhaber.
Wie läuft so ein Seminar ab?
Wir verkosten sechs bis sieben Sorten Bier, und die Teilnehmer können für sich entscheiden, ob ihnen das Bier schmeckt.
Woran orientiert sich denn die Auswahl der Biere?
Es gibt immer ein Oberthema, dieses Mal ist es die Wallonie, der französischsprachige Teil Belgiens. Wir hatten auch schon "königliche Biere" und "biblische Biere".
Gibt es bei den Bieren der Wallonie ein verbindendes Element im Geschmack, wie beispielsweise beim Kölsch?
Nein, ganz und gar nicht. Das verbindende Element ist, wie bei praktisch allen Bieren aus Belgien, ihre Unterschiedlichkeit.
Wie finden Sie die Biersorten?
Vor Ort und manchmal per Zufall. Für diesen Kurs habe ich einen Urlaub in den Ardennen genutzt und ein paar sehr interessante Biere gefunden. Das "Saison" zum Beispiel, das wurde ursprünglich für Saisonarbeiter gebraut und ist sehr haltbar. Es wird im Winter gebraut und im Sommer getrunken. Dann haben wir Weißbier und ein Bier, das dem Ale verwandt ist. Außerdem gibt es ein Bier mit Kakao ...
Oh, oh, oh. Das klingt, gelinde gesagt, gefährlich.
Keine Angst, also es ist kein Bier, in das Kakao mit Milch gemixt wird, sondern Bier, das mit Kakao gebraut wurde. Die Kakaobohne ohne Zucker gibt eine bittere Note, das schmeckt gar nicht süß.
Das Seminar wird zweimal angeboten: Heute und morgen, jeweils von 18.30 bis 21.30 Uhr. Es gibt Restplätze, Anmeldung: 0 22 41/30 97-0. Teilnahmegebühr: 30 Euro (davon 15 Euro für das Bier).
Quelle: www.rundschau-online.de03.02.12 17:44h
Gestern abend wurde das Kölschfest eröffnet, das im vierten Jahr in einem Zelt am Südstadion stattfindet. Die Roten Funken gaben mit ihrem Auftritt den Startschuss für das diesjährige Kölschfest. Der Eintritt ist kostenlos.
Kölsch- und Schlager-Fans kamen hier auf ihre Kosten: Gestern abend wurde das Kölschfest eröffnet, das im vierten Jahr in einem Zelt am Südstadion stattfindet. Zum Programm gehören diesmal unter anderem Schlagersänger Olaf Henning die Kölschfraktion, die Vajabunde und das Orchester Helmut Blödgen. Die Roten Funken gaben mit ihrem Auftritt den Startschuss für das diesjährige Kölschfest. Neben der „After-Zoch-Party“ am Rosenmontag soll es am 10. Februar erstmals die „Pink Nose“-Party mit Künstlern aus der schwul-lesbischen Szene geben.
Neu ist in diesem Jahr auch ein Balkon, auf dem etwa 400 Feierlustige dem Fest in luftiger Höhe beiwohnen können. Über 5000 Besucher fasse das Zelt, sagt Pressesprecher Manfred Damaschke. „An Weiberfastnacht zum Beispiel, haben wir aber mehr Security und Sanitäter, so dass wir die volle Kapazität des Zeltes ausschöpfen können - das sind mehr als 6000 Leute!“ Die insgesamt neun Veranstaltungen in der Karnevalszeit sind auch diesmal kostenlos für Karnevalisten - und solche, die es werden wollen. Bis zum 20. Februar wird das Festzelt am Südstadion durchgehend geöffnet sein. Und bis dahin werden vermutlich - wie auch in den Jahren zuvor - wieder viele Liter Kölsch geflossen sein. Der Eintritt ist kostenlos, wer jedoch einen sicheren Sitzplatz möchte, muss reservieren, was mit dem Kauf eines Getränke- oder Verzehrgutscheins von 20 Euro verbunden ist. Angeboten werden unter anderem Frikadellen oder Krüssje Gulasch, das Kölsch kostet 1,90.
Quelle: www.rundschau-online.de05.02.12 15:49h
Von Christel Thiemann
Bei der Eröffnung vom „Alten Bahnhof Frechen“ ging zeitweise nichts mehr, weil sich die Menschen drinnen dicht an dicht drängten – sei es, um ein Bier zu trinken und das Essen zu testen oder aus purer Neugier.
Die Ansage der Herren von der Security war eindeutig: „Wir können nur Gäste einlassen, wenn andere das Lokal verlassen.“ Positive Kommentare und strahlende Gesichter gab es genug sowohl vor als auch hinter der Theke. „Es war ein rundum gelungener Einstieg“, zog Inhaber Ralph Trunz, der mit seinem Vater Peter und Bruder Thomas bereits bis Silvester die Urstoff-Schänke in Hücheln betrieben hatte, Bilanz. „So ein Brauhaus hat in Frechen gefehlt“, urteilte Besucherin Maria Meyer und fügte noch hinzu: „Es ist einfach klasse hier.“ „Das Ambiente ist sehr urig und gemütlich“, fand auch Kirsten Heger. Sie lobte die „niveauvolle Einrichtung“ mit alten und antiken Stücken. „Eine Bereicherung für die Umgebung“, lautete ihr Kommentar. Theo Heger schloss sich der Meinung seiner Frau an und blickte gleich noch in die Zukunft: „Wir freuen uns schon auf den Biergarten-Saison.“
Treue Gäste sind Stefanie und Wilfried Schäfer aus Weiden, die schon zu Urstoff-Zeiten mit Fahrrädern nach Hücheln radelten. „Das Lokal ist super-genial, schwärmte Stefanie Schäfer. „Das wird ein voller Erfolg werden bei der Lage“, prophezeite ihr Mann. Selbst ihr vierjähriger Sohn Felix war glücklich. „Er freut sich, dass es auch hier Brot mit Knoblauch-Creme gibt“, erklärte die Kölnerin. „Wir hatten schon mit einem großen Andrang gerechnet, aber das so viele kommen würden, hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, so Braumeister Peter Trunz. Zeitweise tummelten sich nach seinen Schätzungen 250 bis 300 Leute in dem Lokal. Bereits vor der Eröffnung hatten schon zahlreiche Stammkunden ihr Kommen angekündigt. „Der Rest war dann Mundpropaganda“, vermutete Thomas Trunz. „Wir hoffen auch weiterhin auf ein volles Haus am neuen Standort“, sagte der 68-jährige Peter Trunz. In Hücheln seien er und seine beiden Söhne an ihre Grenzen gestoßen: „Im Urstoff wurde es langsam zu eng, und außerdem gab es draußen kaum Parkplätze.“
Peter Trunz’ Reich und sein ganzer Stolz ist das Sudhaus im hinteren Bereich des Lokals. Von allen Seiten verglast und in blaues Licht getaucht, ist die kompakte Brauerei ein richtiger Hingucker. Die Gebrüder Trunz hatten das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude und das 5000 Quadratmeter große Areal von der Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) gekauft. Nach den Sommerferien 2011 begannen sie mit den Bauarbeiten für die Brauereigastronomie mit Biergarten. Ein großer und drei kleine Räume mit 180 Sitzplätzen stehen den Gästen zur Verfügung.
Quelle: www.ksta.de07.01.12, 07:03h
Von Bernd Rosenbaum
Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an. In vier Wochen soll das erste Bier fließen.
Frechen - Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an.
In vier Wochen, am 3. Februar, soll hier ab 20 Uhr zur feierlichen Eröffnung des neuen Brauhauses das erste Bier fließen. Ausgeschenkt werden dann das naturtrüb ungefilterte Bier „Lokstoff“ und das nur noch mit einer leichten Hefetrübung versehene „Finchen“. Beides sind obergärige Sorten, die Braumeister Peter Trunz, der 44 Jahre in der Hüchelner Urstoff-Brauerei tätig war, eigens für das Brauhaus kreiert.
Bis zum fertigen Gerstensaft gibt es aber noch viel zu tun. Im Gastraum des aufwändig sanierten Bahnhofsgebäudes muss noch der Holzboden verlegt werden, auch die Theke fehlt noch. Doch dafür hängen noch ein paar Erinnerungsstücke aus vergangenen Tagen als Dekoration an den Wänden, darunter auch Peter Trunz' alter Meisterbrief.
Auch auf den erfahrenen Bierbrauer wartet noch Arbeit. Nach der Hauptgärung, die etwa zehn Tage dauert, muss er noch das richtige Mischungsverhältnis der Zutaten finden, damit das neue Bier seinen eigenen, typischen Geschmack bekommt. Insgesamt etwa vier Wochen dauert es, bis aus der Maische das fertige Bier geworden ist.
10.12.11 10:19h
Von Annika Leister
Neu-Kölner erfahren bei einer Brauhausführung nicht nur viel über die rheinländische Brauerei-Tradition, sondern knüpfen auch Kontakte und erzählen, was sie hier schon erlebt haben. Die perfekte Veranstaltung für Imis.
Innenstadt - Ein Imi in Köln hat es wahrlich nicht leicht: Nicht nur die Sprache der Eingeborenen ist unverständlich und selbst nach jahrelanger Übung kaum zu erlernen, auch an die kulturellen Eigenheiten muss man sich erst einmal gewöhnen. "Bei uns kann man an Karneval auch ohne Verkleidung vor die Tür gehen. Hier ist das unmöglich", erzählt Carsten Schulten den anderen Imis im Brauhaus "Zur Malzmühle" von seiner ersten Begegnung mit dem größten kölschen Brauchtum, dem Karneval. Vor drei Jahren ist er aus dem Münsterland nach Köln gezogen - der Liebe wegen. Seine Freundin Katja studierte hier. Der Gas/Wasser-Installateur suchte sich eine neue Stelle und zog ebenfalls um.
Eine Frau, die neben den beiden sitzt, wagt den Praxistest: Sie fragt den Köbes, ob sie noch ein Kölsch haben darf. "Dat kommt von alleine, dat weißte doch." Nein, das wisse sie nicht. "Na, dann weißt' es jetzt." Dabei ist das kein Imi, der die herzlich-raue Abfuhr erteilt bekommt. Claudia Heithorst ist mit Köln allzu gut vertraut. Bis auf zwei Jahre, die sie in der Nähe von Mainz gewohnt hat, hat sie ihr gesamtes Leben hier verbracht. Die zwei Jahre reichten, um ihr zu zeigen, wie schwer es in einer anderen Stadt sein kann, Kontakte zu knüpfen: "Wir hatten nette Kollegen und Nachbarn. Aber in andere Kreise hineinzukommen, war sehr schwer." Aus dieser Erfahrung heraus initiierte sie in diesem Jahr die Gründung eines Vereins, der die "Integration von Neukölnern", so die Selbstdarstellung, fördert. Die "Rheinland-Agentur" will von nun an regelmäßig Imis und Alteingesessene zu Führungen, Kulturveranstaltungen oder geselligen Abenden zusammenbringen. Am Premierenabend geht es ins Brauhaus. "Wir wollen, dass die Leute zusammenkommen. Aber sie sollen auch etwas zu sehen und erleben haben", so Heithorst.
Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert
Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."
Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert
Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."
Neue Bekanntschaften zwischen Kölsch und halvem Hahn
Nach einer Stunde ist die fachkundige Führung vorüber und der zweite Teil des Abends beginnt: Imis und Alt-Kölner nehmen am Tisch in der Schänke Platz. Die Karnevalslieder kann Carsten Schulten inzwischen alle auswendig, erzählt er. Besucher, die mit den hiesigen Sitten nicht vertraut sind, weisen er und seine Freundin Katja lieber auf die Eigenheiten in der Gastronomie hin, bevor sie ausgehen. "Damit sie wissen, dass auch ohne Bestellung Nachschub kommt. Und dass die Köbesse nicht immer freundlich sind", so der 33-Jährige. Zwischen Kölsch und halvem Hahn schließen Carsten und Katja neue Bekanntschaften. Zum Beispiel mit Lucienne Willems, die nach 25 Jahren kaum noch als Imi zu bezeichnen ist. Einige Dinge in Köln waren ihr von Anfang an vertraut: "Ich komme aus der Nähe von Maastricht. Da ist der Menschenschlag ähnlich. Die Leute sind einfach fröhlich und feiern gern." Die 60-jährige Niederländerin kann sich jedoch nur allzu gut daran erinnern, wie verzweifelt sie am Anfang im Straßenverkehr war: "Diese Brücken! Selbst mit Karte bin ich regelmäßig falsch gefahren und war - schwups - auf der anderen Rheinseite", erzählt sie lachend. Eigentlich ist auch sie der Liebe wegen nach Köln gezogen. Die Ehe ist inzwischen geschieden, die Liebe zu Köln aber ist geblieben: "Ich gehe zum Beispiel regelmäßig ins Hänneschen-Theater", verrät Lucienne, während sie auf ihre Bestellung wartet: Himmel un Ääd.
Kostenfreie Veranstaltung am 12. Januar 2012
Die nächste Veranstaltung der Rheinland-Agentur findet kostenfrei am 12. Januar um 17.30 Uhr statt. Imis und Altkölner besichtigen das historische Gebäude des Oberlandesgerichts am Reichensperger Platz und die ehemalige Oberpostdirektion. Um verbindliche Anmeldungen per E-Mail wird gebeten.