Aus dem Kölner Sonntagsblatt-Anzeiger Nr. 615, August 1888
001. "Auf dem Berg", Rheingasse Nr. 958, jetzt Rheinberg 7 Der letzte zünftige Brauer war Hermann Josef Bau
002. "Auf Rom", an der Würfelpforte, alte Nr. 3840, neue Nr. Unter Sachsenhausen 30 (Johann Heinrich Boicher)
003. "Bei und zu Arsberg" ("Hölzerner Steeg") auf dem Mühlenbach, alte Nr. 59, neue Nr. 48. Der letzte zünftige Brauer war Lorenz Schmitz
004. "Berlichs Oertchen" auf der Breitenstraße, Ecke des Berlichs, alte Nr. Breitestraße 4190, neue Nr. 106. Zur Erweiterung des Berlichs niedergelegt. (Heribert Dreesen)
005. "Catharinen Oertchen", später "Zum Pellermann", auch Eltmanns-Ort, Severinstraße, alte Nr. 7304, neue Nr. 183. Als Brauerei eingegangen. Es war dieses ein Lehn der gegenüber gelegenen Commende. (Der zuletzt damit belehnte war der Ratsverwandte Wilhelm Christian Schmitz)
006. "Haus Rom", am Fischmarkt, alte Nr. 1478, rheinwärts neben dem Fischthor und der Ritterzunft Ahren, jetzt Lagerhaus Ahren. Abgebrochen 1834. (Christian Curten)
007. "Im Bart", In der Achterstraße, jetzt großer Kammacherbrand das Brauhaus alte Nr. 2306, neue Nr. 1/3. Der letzte zünftige Meister war Anton Jonen.
008. "Im Bierbäumchen", Auf der Würfelpforte - Unter Sachsenhausen, gegenwärtig Oppenheim’sches Palais, alte Nr. 3830, neue Nr. 47-49. Der letzte zünftige Brauer war Heinrich Reusch
009. "Im Nyell", alte Nr. 4657, Auf der Breitenstraße neue Nr. 80. Der letzte zünftige Brauer war Christian Jansen.
010. "In der Hellen" (In der Höhle) Nähe der Hohestraße.
011. "München (Mönchs)-Brauhaus" an der Hoheschmidt, Ecke der Rechtsschule, alte Nr. 4493, neue Hohestraße 155. Beim Museumsbau (altes Wallraf-Richartz-Museum) niedergelegt. (Peter Gottfried Boecker)
012. "Sassenhuys" Sassenhausen, auf dem Sassenhof
013. "Spitzenbrauhaus", Auf den Spitzen - alte Nr. 7052, jetzt große Spitzengasse Nr. 30. Der letzte zünftige Meister in diesem Hause hieß Christian Odendahl.
014. "Unter Pfannenschläger", alte Nr. 6062, neue Nr. Hohestraße 11.
015. "Unter Spornmachern", Hochstraße, alte 4573, neue 101 Der letzte zünftige Meister in diesem Hause hieß Franz Josef Steinkrucker
016. "Zu den drei Kronen", Weidengasse, alte Nr. 3364, neue Nr. 11. Als Brauerei eingegangen. (Johann Adam Loelgen)
017. "Zu den Veelen" bey den weißen Frauen. Gegenwärtig "Rotes Brauhaus" auf dem Blaubach, alte Nr. 6937, neue Nr. 83/85. Der letzte zünftige Meister war Johann Wolff, Bürgerhauptmann)
018. "Zu den zwei Böcken", Griechenthor Nr. 6271, jetzt Nr. 1. Dieses Haus stand 1796 leer. Im Anfang dieses Jahrhunderts wohnte daselbst der Brauer Engelbert Frantzen
019. "Zu den zwei Fäusten" auf der Weyerstraße, später "Harte Faust", alte Nr. 6434, neue Nr. 89
020. "Zu der Bretzen" in der Sternengasse, wahrscheinlich war es die Joostensche Brauerei Nr. 80.
021. "Zum alten Raben", auf dem Bach, früher "Zum Rabenstein", Nr. 6885, später Blaubach Nr. 65/67. Eingegangen. (Hermann Lempertz)
022. "Zum alten Thurm", auf dem Berg am Rheintor, alte Nr. 957, jetzt auf dem Rheinberg Nr. 5. - 1888 Hotel und Weinhandlung. (Anton Baum und Hermann Kurtensief)
023. "Zum Bären", am alten Ufer, alte Nr.2812, neue Nr.3 (Heinr. Jos. Schilling, Ratsverwandter). Niedergelegt.
024. "Zum Bäumchen", Schmierstraße, alte Nr. 3899, neue Nr. Comödienstraße 28, Ecke der kl. Neugasse. Eingegangen. (Paulus Ploog)
025. "Zum Bäumchen", vor den Augustinern, alte Nr. 6002 gegenwärtig Hohestraße 61. (Johann Hubert Steingaß)
026. "Zum Bensberg", Eigelstein, alte Nr. 3396, neue Nr. 81.. Als Brauerei eingegangen. (Wilhelm Engels)
027. "Zum Bierbaum" am Eigelstein, Ecke der Maximinenstraße, alte Nr. 3082, neue Nr. 10. Zu Bahnzwecken niedergelegt. Der letzte zünftige Brauer war Heinrich Korschilgen.
028. "Zum Birnbäumchen" unter Sachsenhausen, alte Nr. 3830, neue Nr. 47/49. Gegenwärtig Oppenheim’sches Palais. (Henricus Reusch)
029. "Zum Bollig", früher "Zum Bolch" (Kugel), an der Kriegpforte, alte Nr. 6268, jetzt Griechenthor Nr. 7. (Christian Mertens, Bürgerhauptmann)
030. "Zum dicken Thomas", in der Klockengasse, alte Nr. 4830, neue Nr. Glockengasse 39
031. "Zum Eichhorn" in der Botengasse (Budengasse)
032. "Zum Elephant", auf dem Eigelstein, alte Nr. 3424, neue Nr. 123. Als Brauerei eingegangen. (Mathias Lölgen, Bürgerhauptmann)
033. "Zum Elephanten" auf dem Eigelstein, später "Kölscher Boor".
034. "Zum Engel", auf der Bach Nr. 6868, später Blaubach Nr. 33. Seit 1873 eingegangen. (Heinrich Joseph Firmenich)
035. "Zum Engel", in der Schildergasse, alte Nr. 5101, neue Nr. 8/10. Eingegangen. (Petrus Boecker)
036. "Zum Engel", in der Spielmannsgasse, alte Nr.795, jetzt Spulmannsgasse Nr. 34. (Michael Droof)
037. "Zum Engel", Weyerstraße, alte Nr.6373, neue Nr. 84, am Eingang der Huhnsgasse. Es war dieses Haus Lehen der Abtei Pantaleon. (Johannes Kneusgen)
038. "Zum Esel" (Bieresel) auf der Ehrenstraße, gegenwärtig Breitestraße Nr. 126, alte Nr. 4200. Der letzte zünftige Meister war Everhard Badorff.
039. "Zum Falken", Schildergasse, alte Nr. 4930, neue Nr. 90. Eingegangen. (Laurenz Cremer)
040. "Zum goldenen Lieven" (Löwen), Severinstraße, alte Nr. 7349, neue Nr. 95. (Henricus Wolff und sein Schwager, der Ratsverwandte Barthel Joseph Winckelhoch)
041. "Zum goldenen Löwen", auf der Ehrenstraße, alte Nr. 5207, neue Nr. 11, kommt schon 1698 im Schrein "Berlici" vor. (Letzter zünftiger Meister Johann Adolph Liesen, Sechzehner)
042. "Zum goldenen Stern", unter Wappensticker, alte Nr. 1931, jetzt Hohestraße Nr. 74, gegenüber dem Perlenpfuhl. Als Brauerei eingegangen. (Franz Reiner Curtius)
043. "Zum Gymnich", in der Diepengassen, alte Nr. 5543, Ecke Lungengasse, jetzt Thieboldsgasse Nr. 128. (Peter Joseph Brewer)
044. "Zum Haasen", Am alten Ufer, Ecke Kostgasse alte Nr. 2805, jetzt Nr. 13. 1850 eifgegangangen. Der letzte zünftige Brauer war Petrus Neuss
045. "Zum Hafen", am alten Ufer, Ecke der Kostgasse, alte Nr. 2805, jetzt Nr. 30. Im Jahre 1850 eingegangen. (Michael Thurn)
046. "Zum Hahnen", Rheingasse, alte Nr. 1138, neue Nr. 27. (Johannes Wolter)
047. "Zum halben Mond", auf dem Eigelstein, alte Nr. 2916, neue Nr. 90. (Leonard Joseph Schmitz)
048. "Zum halben Mond", auf dem roten Berg, alte Nr. 1311, jetzt Auf dem Rothenberg Nr. 5. (Heinrich Ahrens)
049. "Zum Herrenbrauhaus", auch Stahlenbrauhaus, Oben Mauren Nr. 1964, neue Nr. Martinstraße Nr. 31. Gegenwärtig zum kleinen Gürzenich umgebaut
050. "Zum Hirschen" auf der Cäcilienstraße Nr.32, alte Nr. 5702, welche einer im städtischen Archiv befindlichen Urkunde zufolge schon vor 1268 vom Brauer Rudolph, genannt Muline bewohnt war (Johann Joseph Werners)
051. "Zum Hirschen" in der Kaymergaß, alte Nr. 6542, jetzt Kämmergasse Nr. 18. (Caspar Beill)
052. "Zum Holz" auf der Breitenstraße, alte Nr. 4663, neue Nr. 64. Als Brauerei eingegangen. (Cornelius Mathias Badorff, Ratsverwandter)
053. "Zum Hörnchen" (cubiculi) genannt in der Kotzgasse (Kostgasse) von Joannes Müllmann bewohnt.
054. "Zum Hufeisen" auf dem Kreitmarkt, alte Nr. 2177, jetzt Thurmarkt Nr.54, neben dem Rheinberg. (Gerhard Wimmar Wahlers, Ratsverwandter und Bannerherr)
055. "Zum Juden" in der Weyerstraße, vermutlich die spätere Brauerei "Zum willden Mann", alte Nr. 6411, neue Nr. 43.
056. "Zum Juden" in der Weyerstraße, vermutlich die spätere Brauerei "Zum willden Mann", alte Nr. 6411, neue Nr. 43
057. "Zum jungen Raben", auf der Bach, jetzt Nr. 28, Blaubach. (Georgius Lempertz, Sechzehner)
058. "Zum Kaiser", am (alten) Ehrentor, alte Nr. 4027, jetzt Ehrenstraße Nr. 86. Seit dem 20. April 1735 Eigentum der Familie Lölgen. (Hubertus Breuer)
059. "Zum Kessel" oder Kesselchen, Johanniststraße, alte Nr. 2782, neue Nr. 38, als Brauerei eingegangen. Auf dieses Haus wurde am 31. Januar 1758 Jacobus Knein zum Meister gewählt, welcher bei Aufhebung der Zünfte im Jahre 1798 noch lebte
060. "Zum Klügten", auch "Zur Kloog" genannt, am Bollwerk, alte Nr. 2260, neue Nr. 15. (Joannes Schneider)
061. "Zum Kranz", auf dem Altermarkt, Alte Nr. 2233, jetzt Mühlengasse Nr. 1. (Willlhelm Lammertz)
062. "Zum Lämmchen", auf der Severinstraße, alte Nr. 6969, neue Nr. 229, gegenwärtig Kgl. Aichungsamt. (Peter Becker)
063. "Zum Lämmchen", In der Schmeerstraße jetzt Comödienstraße Nr. 28, alte Nr. 3899, Ecke der kleinen Neugasse. Gegenwärtig Restauration. Der letzte zünftige Meister war Adam Halver.
064. "Zum langen Gang", Spielmannsgasse, alte Nr. 779, neue Nr. Spulmannsgasse 64. Zu mehreren Häusern umgebaut
065. "Zum Lievenstein", unter Spormachern (Sporergasse) Nr. 4573, jetzt Hohestraße 101. Als Brauerei eingegangen. (Franz Josef Steinkruder)
066. "Zum Marienbildchen", Johannisstraße, alte Nr. 2780, neue Nr. 42, Ecke der Goldgasse. (Christian Firmenich)
067. "Zum Middes (Methhaus)", in der Weberstraße, alte Nr. 295, Jetzt Follerstraße Nr. 68. Bei Anlage der Rheinaustraße 1833 niedergelegt. (Johann Wilhelm Werners)
068. "Zum Morian" (Mohren), am Marzellenstein bei der Schafenstraße, alte Nr. 5420, jetzt Marsilstein Nr. 31. (Petrus Krakamp)
069. "Zum Mühlenheim", in der kl. Budengasse, alte Nr. 2223, neue Nr. 11. Eingegangen. (Michael Baumann)
070. "Zum Niehl", Breitestraße, alte Nr. 4657, später Nr. 80. Gegenwärtig Officin der Köln. Zeitung. (Christian Jansen)
071. "Zum Ochsen", auf der Ehrenstraße, alte Nr. 5216, neue Nr. 29. Zu zwei Häusern umgebaut. (Johann Schuhmacher)
072. "Zum Oertchen", an der Griechenpforte, Ecke der alten Mauer, alte Nr. 6679, neue Nr. kl. Griechenmarkt 89/91. Zur Erweiterung der Bachstraße teilweise niedergelegt. Eingegangen. (Steffen Badorff)
073. "Zum Oertchen", auf der Ehrenstraße, alte Nr. 5261, neue Nr. 71. Gegründet 1235. (Johann Gottfried Johnen)
074. "Zum Palast", Breitestraße, alte Nr. 4438, neue Nr. 46. Eingegangen. (Franz Gottfried Schmitz)
075. "Zum Pütz", früher "Zum Lämmchen", Fischmarkt, neben dem Salzgassenthor, alte Nr. 1472. Bei Anlage des Freihafens, zur Zeit der franz. Herrschaft eingegangen. (Johannes Theodorus Kretz)
076. "Zum Rabenstein". Später "Alter Raben auf dem Blaubach", auf dem Bach, alte Nr. 6885, neue Nr. 65/67. Der letzte zünftige Brauer war Hermann Lempertz
077. "Zum Reuter", Lintgasse, alte Nr. 1460, neue Nr. 10. (Mathias Johnen)
078. "Zum Ritter", auf dem kl. Kriegmarkt, alte Nr. 6149, neue Nr. kl. Griechenmarkt 38. (Joannes Philipps)
079. "Zum roten Brauhaus", alte Nr. 2612, Auf der Maximinenstraße, neue Nr. 39. Zu Bahnzwecken (Bau des Centralbahnhofs) niedergelegt. Der letzte zünftige Meister war Joh. Jos. Zündorff, Ratsverwanderter)
080. "Zum roten Löwen", auf’m Plätzchen am kl. Kriegmarck, alte Nr. 6486, später Löhrgasse Nr. 65. (Heinrich Müller)
081. "Zum roten Ochsen", auf dem Thurmmarkt, alte Nr. 1147, neue Nr. 13. (Johann Georg Vogel)
082. "Zum Sack" in der Straßburgergasse.
083. "Zum Salzrump", gegenüber den Laurentianern, Nr. 4344, neue Nr. Rechtschule 24. (Petrus Furath auch Vorrath, Bürgerhauptmann)
084. "Zum Schiffchen", am alten Ufer, alte Nr.2810, neue Nr. 23. (Johann Friedrich Klein)
085. "Zum Schloß Bensberg", auf dem Heumarkt, alte Nr. 1336, jetzt Nr. 68. (Johann Joseph Müller)
086. "Zum Schwanen", an der Bäckergaffel, alte Nr. 5928, jetzt Hosengasse Nr. 29. (Heinrich Engelbert Winckelhoch)
087. "Zum Schwanen", in der Diepengassen, alte Nr. 5647, Nr. Thieboldsgasse 102. (Wernerus Reuschenberg)
088. "Zum Schwarzwald" in der Streitgasse, alte Nr. 4890, neue Nr. 37. (Johannes Zaun, Bürgerhauptmann)
089. "Zum Spaten", Ecke Thieboldsgasse und des Neumarktes, alte Nr. 5548, neue Nr. 25
090. "Zum Spaten", Neumarkt, Ecke der Thieboldsgasse, alte Nr. 5548, neue Nr. 25. (Mathias Kneutzgen)
091. "Zum Spitzenbrauhaus", in der Spitze, alte Nr. 7052, jetzt Spitzengasse Nr. 30. (Chritian Odendahl)
092. "Zum St. Peter", auf’m Eselsmarck Nr.5345, jetzt Hahnenstraße Nr. 3. Als Brauerei eingegangen. (Hermann Breuer, Bürgerhauptmann)
093. "Zum Stern", alte Nr. 674, neue Holzmarkt Nr. 1. Der letzte zünftige Brauer war Johann Schuhmacher.
094. "Zum Stern", alte Nr. 674, neue Holzmarkt Nr. 1. Der letzte zünftige Brauer war Johann Schuhmacher.
095. "Zum Stockfisch", Kleinen Budengasse 2223, jetzt nr. 11 Der letzte zünftige Brauer war Michael Baumann
096. "Zum Stubenbrauhaus", in der Follerstraße Nr. 90, zählte bis 1812 zur Weberstraße und hatte alte Nr. 283. Im Jahre 1886 eingegangen. (Paulus Winkelhoch)
097. "Zum Tolles (Zollhaus)", auf der Hahnenstraße, alte Nr.5285, neue Nr. 40. (Petrus Wilms)
098. "Zum Vaitshaus" an den Augustinern, jetzt Hohestraße, Ecke der Blindgasse, alte Nr. 6018, neue Nr. 27/29.
099. "Zum verlorenen Sohn", Buttermarkt, alte Nr. 1282, neue Nr. 32. (Mathias Segschneider)
100. "Zum wilden Mann" auff dem Torrenmarck, neben dem Gasthof "Zum Geist" (Hotel Royal), alte Nr. 1159, jetzt Thurnmarkt Nr. 18. (Johannes Hermes)
101. "Zum wilden Mann", Weyerstraße, alte Nr. 6411, neue Nr. 43. Diese Brauerei wurde im Jahre 1861 bei Anlage der Pantaleonsmühlengasse niedergelegt. (Johann Friederich Liesen)
102. "Zum Wolf", Hahnenstraße, alte Nr. 5201, neue Nr. 28. (Michael Huethmacher)
103. "Zur Büchse", Lievengasse, alte Nr. 428, jetzt Löwengasse Nr. 11. Seit 1850 eingegangen. (Hilger Joseph Keller)
104. "Zur eisernen Thür", Kämmergasse, alte Nr. 5810, jetzt Nr. 36. (Mathias Hahn)
105. "Zur grauen Feder", unter Güldenwaagen, alte Nr. 4505, neue Nr. Hohestraße 131. (Barthel Christian Scheben)
106. "Zur harten Faust", im Jahre 1472 auch "Zu den zwei Fäusten" genannt, Weyerstraße, alte Nr. 6434, neue Nr. 89, Ecke des Carthäuser Walles. Bei der Anlage der Friedrichstraße niedergelegt. (Johann Arnold Werners)
107. "Zur Henne", auf der Ehrenstraße, Ecke der alten Wallgasse, alte Nr. 4014, neue Nr. 60/62. (Nicolaus Quadt)
108. "Zur Heucke", unter Krahnenbäumen Nr. 3116, später Nr. 34. Eingegangen. (Heinrich Klein, Bürgerfähnrich der vierten Colonelschaft)
109. "Zur Krähen", heute "Zum Walfisch", auf dem Rothenberg, alte Nr. 1309, neue Nr. 9. (Henricus Reuwer)
110. "Zur Krone", auf dem Kronenbüchel (Krummenbüchel), alte Nr. 6565, neue Nr. großer Griechenmarkt 6/8. (Balthasar Breuer)
111. "Zur Poertzen" auf dem Kriegmarck (Griechenmarkt). Vermutlich die ehemalige Brauerei "Zum Oertchen" auf dem kleinen Griechenmarkt, Ecke der alten Mauer am Bach, alte Nr. 6679, neue Nr. 89/91.
112. "Zur Rüben", Apernstraße, alte Nr. 4158, neue Nr. 75, Ecke der Apern- und Friesenstraße. (Henricus Müffler).
113. "Zur Scheeren" (Schere) in der Budengasse.
114. "Zur Teschen", Salzgasse Nr. 1385, jetzt Nr. 7, kommt schon 1434 als Herberge vor. (Christian Schold, Ratsverwandter)
115. "Zur Unna", an den Dominikanern, alte Nr. 3768, neue Nr. 2. Gegenwärtig Hotel Union. Im Jahre 1796 stand diese Brauerei leer. Im Anfang dieses Jahrhunderts bewohnte dieselbe der Brauer Grau, später die Brauer Broelsch und Baum
116. "Zur Zweipfann", Breitestraße, alte Nr. 4618, neue Nr. 17. (Ferdinand Ningelchen)
07.01.12, 07:03h
Von Bernd Rosenbaum
Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an. In vier Wochen soll das erste Bier fließen.
Frechen - Jetzt wird es langsam ernst für Braumeister Peter Trunz und seine beiden Söhne Thomas und Ralph: Am Freitagnachmittag setzten sie die erste Maische im neuen Sudhaus am Frechener Bahnhof an.
In vier Wochen, am 3. Februar, soll hier ab 20 Uhr zur feierlichen Eröffnung des neuen Brauhauses das erste Bier fließen. Ausgeschenkt werden dann das naturtrüb ungefilterte Bier „Lokstoff“ und das nur noch mit einer leichten Hefetrübung versehene „Finchen“. Beides sind obergärige Sorten, die Braumeister Peter Trunz, der 44 Jahre in der Hüchelner Urstoff-Brauerei tätig war, eigens für das Brauhaus kreiert.
Bis zum fertigen Gerstensaft gibt es aber noch viel zu tun. Im Gastraum des aufwändig sanierten Bahnhofsgebäudes muss noch der Holzboden verlegt werden, auch die Theke fehlt noch. Doch dafür hängen noch ein paar Erinnerungsstücke aus vergangenen Tagen als Dekoration an den Wänden, darunter auch Peter Trunz' alter Meisterbrief.
Auch auf den erfahrenen Bierbrauer wartet noch Arbeit. Nach der Hauptgärung, die etwa zehn Tage dauert, muss er noch das richtige Mischungsverhältnis der Zutaten finden, damit das neue Bier seinen eigenen, typischen Geschmack bekommt. Insgesamt etwa vier Wochen dauert es, bis aus der Maische das fertige Bier geworden ist.
10.12.11 10:19h
Von Annika Leister
Neu-Kölner erfahren bei einer Brauhausführung nicht nur viel über die rheinländische Brauerei-Tradition, sondern knüpfen auch Kontakte und erzählen, was sie hier schon erlebt haben. Die perfekte Veranstaltung für Imis.
Innenstadt - Ein Imi in Köln hat es wahrlich nicht leicht: Nicht nur die Sprache der Eingeborenen ist unverständlich und selbst nach jahrelanger Übung kaum zu erlernen, auch an die kulturellen Eigenheiten muss man sich erst einmal gewöhnen. "Bei uns kann man an Karneval auch ohne Verkleidung vor die Tür gehen. Hier ist das unmöglich", erzählt Carsten Schulten den anderen Imis im Brauhaus "Zur Malzmühle" von seiner ersten Begegnung mit dem größten kölschen Brauchtum, dem Karneval. Vor drei Jahren ist er aus dem Münsterland nach Köln gezogen - der Liebe wegen. Seine Freundin Katja studierte hier. Der Gas/Wasser-Installateur suchte sich eine neue Stelle und zog ebenfalls um.
Eine Frau, die neben den beiden sitzt, wagt den Praxistest: Sie fragt den Köbes, ob sie noch ein Kölsch haben darf. "Dat kommt von alleine, dat weißte doch." Nein, das wisse sie nicht. "Na, dann weißt' es jetzt." Dabei ist das kein Imi, der die herzlich-raue Abfuhr erteilt bekommt. Claudia Heithorst ist mit Köln allzu gut vertraut. Bis auf zwei Jahre, die sie in der Nähe von Mainz gewohnt hat, hat sie ihr gesamtes Leben hier verbracht. Die zwei Jahre reichten, um ihr zu zeigen, wie schwer es in einer anderen Stadt sein kann, Kontakte zu knüpfen: "Wir hatten nette Kollegen und Nachbarn. Aber in andere Kreise hineinzukommen, war sehr schwer." Aus dieser Erfahrung heraus initiierte sie in diesem Jahr die Gründung eines Vereins, der die "Integration von Neukölnern", so die Selbstdarstellung, fördert. Die "Rheinland-Agentur" will von nun an regelmäßig Imis und Alteingesessene zu Führungen, Kulturveranstaltungen oder geselligen Abenden zusammenbringen. Am Premierenabend geht es ins Brauhaus. "Wir wollen, dass die Leute zusammenkommen. Aber sie sollen auch etwas zu sehen und erleben haben", so Heithorst.
Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert
Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."
Kölner Braukunst seit dem 15. Jahrhundert
Deswegen führt der Biersommelier Detlef Rick Carsten, Katja und 20 andere Besucher durch die Produktionshallen der angeschlossenen Brauerei. Von ihm erfahren sie, dass die Braukunst im Rheinischen schon seit dem 15. Jahrhundert existiert und dass sich durch den Kölner U-Bahn-Bau die Qualität des Grundwassers so verschlechtert hat, dass das Wasser fürs Bier nicht mehr aus dem hauseigenen Brunnen, sondern aus der Wasserleitung kommt. Doch das Wasser spielt ohnehin nur eine untergeordnete Rolle im 21 Tage währenden Gärprozess des Bieres. Wichtiger sind die anderen Zutaten: Erst das Zusammenspiel von Hopfen, Malz und Hefe sorgt für den typisch herben Geschmack, erläutert Rick. Die Imis werden von der Eingangstür bis zu den Abfüllbändern durch die Brauerei geführt, vorbei an riesigen Metallbehältern. Sie dürfen einen Blick in den Maischbottich werfen, aus dem es stickig riecht, und von Station zu Station Fragen stellen. Die Frage "Was ist Alt?" lässt Ricks Augenbrauen zwar in die Höhe schießen. Dennoch erklärt er bereitwillig, dass das Düsseldorfer Konkurrenzgetränk ganz einfach aus dunklerem Malz hergestellt wird. Auf diese Weise kommt die verschiedene Färbung der obergärigen Biersorten zustande. Gemeinsam haben beide außerdem einen Feind: "Beim Abfüllen verdirbt Sauerstoff den Geschmack. Deswegen werden die Fässer vorher mit Kohlenstoffdioxid ausgespült."
Neue Bekanntschaften zwischen Kölsch und halvem Hahn
Nach einer Stunde ist die fachkundige Führung vorüber und der zweite Teil des Abends beginnt: Imis und Alt-Kölner nehmen am Tisch in der Schänke Platz. Die Karnevalslieder kann Carsten Schulten inzwischen alle auswendig, erzählt er. Besucher, die mit den hiesigen Sitten nicht vertraut sind, weisen er und seine Freundin Katja lieber auf die Eigenheiten in der Gastronomie hin, bevor sie ausgehen. "Damit sie wissen, dass auch ohne Bestellung Nachschub kommt. Und dass die Köbesse nicht immer freundlich sind", so der 33-Jährige. Zwischen Kölsch und halvem Hahn schließen Carsten und Katja neue Bekanntschaften. Zum Beispiel mit Lucienne Willems, die nach 25 Jahren kaum noch als Imi zu bezeichnen ist. Einige Dinge in Köln waren ihr von Anfang an vertraut: "Ich komme aus der Nähe von Maastricht. Da ist der Menschenschlag ähnlich. Die Leute sind einfach fröhlich und feiern gern." Die 60-jährige Niederländerin kann sich jedoch nur allzu gut daran erinnern, wie verzweifelt sie am Anfang im Straßenverkehr war: "Diese Brücken! Selbst mit Karte bin ich regelmäßig falsch gefahren und war - schwups - auf der anderen Rheinseite", erzählt sie lachend. Eigentlich ist auch sie der Liebe wegen nach Köln gezogen. Die Ehe ist inzwischen geschieden, die Liebe zu Köln aber ist geblieben: "Ich gehe zum Beispiel regelmäßig ins Hänneschen-Theater", verrät Lucienne, während sie auf ihre Bestellung wartet: Himmel un Ääd.
Kostenfreie Veranstaltung am 12. Januar 2012
Die nächste Veranstaltung der Rheinland-Agentur findet kostenfrei am 12. Januar um 17.30 Uhr statt. Imis und Altkölner besichtigen das historische Gebäude des Oberlandesgerichts am Reichensperger Platz und die ehemalige Oberpostdirektion. Um verbindliche Anmeldungen per E-Mail wird gebeten.